Pussy Riot-Debatte: Lasst die Religion in Frieden!


Bild: Niyaz Karim

Der Vorsitzende der Oppositionspartei Demokratische Wahl Wladimir Milow äußert sich angesichts der Pussy Riot-Debatte über das Verhältnis von Staat und Religion in Russland und ruft dazu auf, der ausufernden Welle von Vorwürfen gegen die Russisch-Orthodoxe Kirche Einhalt zu gebieten.

Von Wladimir MilovRussland HEUTE

Die Geschehnisse rund um die Punk-Band Pussy Riot haben die religiösen Widersprüche in Russlands Gesellschaft verschärft. Und das relativ unerwartet, kann man doch nicht behaupten, dass sich die Russisch-Orthodoxe Kirche vorher besonders intensiv in das gesellschaftspolitische Leben eingemischt hätte. Im Moskauer Boheme-Milieu, wo es en vogue ist, die Orthodoxie von oben herab zu betrachten, rügt man allerdings gewohnheitsmäßig die Übergriffe der Kirche auf die Gesellschaft.

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2 Comments

  1. Wenn alle Religioten auf unserem Planeten ihre Religion als private Angelegenheit behandeln und für sich behalten und das Missionieren einstellen würden, wäre den meisten Konflikten die Grundlage entzogen. Die Religionen sind nachweislich die Hauptursache für die derzeit in der Welt existierenden kriegerischen Konflikte. Das war im Grunde genommen schon zu allen Zeiten der Fall.

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  2. Es ist schon richtig, dass Pussy Riot den falschen Ort für ihren Aufstand gewählt hat. Allerdings finde ich ihn durchaus gerechtfertigt. Putin sollte sich mehr um sein Volk kümmern oder besser gesagt: Es muss sich einiges ändern in der russischen Politik. Ich habe mich auf die-russische-frage.de ein wenig informiert und bin der gleichen Ansicht.

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