Grüne wollen der Kirche den Geldhahn zudrehen


Die Grünen im Neu-Ulmer Stadtrat nehmen sich nun des Falls von Tanja Junginger (Bild) an: Die Politiker wollen die Zuschüsse für kirchliche Kindergärten an Zugeständnisse im Arbeitsrecht knüpfen.

Geht es nach der Stadtratsfraktion in Neu-Ulm, dann soll sich die Diözese Augsburg künftig ans Arbeitsrecht halten.

Von Jens CarstenAugsburger Allgemeine

Sie hatte sich als lesbisch geoutet und danach ihren Job in einem katholischen Kindergarten in Neu-Ulm verloren: Der Fall der Erzieherin Tanja Junginger hat in ganz Deutschland für Aufsehen gesorgt. Nun will die Fraktion der Grünen im Neu-Ulmer Stadtrat reagieren: Über künftige Ratsentscheidungen soll Druck auf das Bistum Augsburg ausgeübt werden. Die Idee: Kirchliche Kindergärten könnten nur noch dann über öffentliche Gelder finanziert werden, wenn sich die Träger ans Arbeitsrecht halten – und von der umstrittenen „Grundordnung für kirchliche Arbeitsverhältnisse“ Abstand nehmen. Demnach sind Mitarbeiter der Kirche zur Loyalität verpflichtet, bei Verstößen drohen Kündigungen. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagte Fraktionschef Rainer Juchheim in einer Diskussion im Café d’Art.

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2 Comments

  1. Es ist so Usus, dass alle Gruppen von Religioten ihre Mittelsmänner(frauen) in die politischen Parteien einschleusen um dort ihre abartigen Einstellungen umzusetzen. Da das Restvolk unter den hehren Politikern entweder zu sehr mit sich selbst und seinen Vorteilen beschäftigt ist um ist das wahrzunehmen, oder in seiner „Gutmenschheit“ einmal wieder zu doof ist um die Absichten der Geisterfuzzies zu erkennen, wird sich da wohl in absehbarer Zeit, bedauerlicherweise auch nicht allzuviel ändern.

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  2. Da bin ich mal gespannt, wie die grüne Göring-Eckardt in diesem Falle reagieren wird !? Angesichts der in letzter Zeit zunehmenden Kirchenfreundlichkeit der grünen Bundespartei ist dieser Verstoß der grünen Stadträte in Ulm doch recht bemerkenswert.

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