Trier will Opfer der Hexenverfolgung rehabilitieren


Trier will Opfer der Hexenverfolgung rehabilitieren ©DAPD

Mehrere vermeintliche Hexen hatte er zum Tode verurteilt, da geriet der Richter selbst in den Strudel falscher Anschuldigungen. Am Ende musste auch Dietrich Flade sein Leben lassen. Wie so viele vor und nach ihm landete der angebliche Hexenmeister 1589 auf einem Scheiterhaufen vor den Toren Triers. Gut möglich, dass er schon bald rehabilitiert wird.

WELT ONLINE

Denn der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) plant eine Rehabilitation für Frauen und Männer, die Opfer der Hexenverfolgung wurden. Das kündigte der Sozialdemokrat jetzt im Gespräch mit dapd an. Die geeignete Form stehe noch nicht fest, hierüber wolle er mit Fachleuten und Politikern beraten.

Trier könnte dem Beispiel Kölns folgen: Dort entschied man sich im Frühjahr 2012 für eine „sozialethische Rehabilitation“. Da die Stadt nicht Rechtsnachfolgerin des damals zuständigen Gerichts sei, habe man sich zu diesem eher symbolischen Akt entschlossen. „Es ging dem Rat darum, ein Zeichen zu setzen und anzuerkennen, dass die Urteile Unrecht waren“, erklärt ein Sprecher des Kölner Rathauses.

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2 Comments

  1. Was geschieht mit dem eingezogenen Vermögen der widerrechtlich Verbrannten ?

    Wie in den 8 Hugenottenkriegen in Frankreich mit 440.000 Beraubten, die es bei Nacht und Nebel über den Rhein schaften, hat die katholische Kirche alles eingesackt, was an Vermögen vorhanden war. Die DDR hat diese Methode nur ohne Lizensgebühr kopiert, das Eigentum der Republikflüchtlinge wurde verscherbelt und dem Staatsvermögen zugeführt.

    Also meine Herren Oberschwurbler im Vatikan, raus mit der Knete mit den Zinsen über 400 Jahre

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  2. Da werden sich die Hingerichteten im Nachhinein aber freuen, wenn sie nach über 400 Jahren rehabilitiert werden. 🙂

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