Marx: Kirche ohne Kirchensteuer überlebensfähig


Theologe Hartmut Zapp und seine Ehefrau Barbara auf ihrem Weg durch die Instanzen – hier 2010 vor dem baden-württembergischen Verwaltungsgerichtshof in Mannheim.Foto: Torsten Silz, dapd

Die deutschen Bischöfe sagen: Wer zur Kirche gehören will, muss auch Kirchensteuern zahlen. Für die Kirche ist sie die Haupteinnahmequelle: 2010 waren es rund 4,8 Milliarden Euro. Doch ein Gericht könnte diese Regelung nun kippen – auf Betreiben eines katholischen Theologen.

Von Walter BauWAZ

Ein bisschen katholisch – geht das? Hartmut Zapp meint: in gewisser Weise ja. Der Freiburger Kirchenrechtler trat deshalb 2007 aus der katholischen Kirche „als Körperschaft öffentlichen Rechts“ aus und zahlte keine Kirchensteuer mehr. Zapp bestand jedoch darauf, weiterhin gläubiger Katholik zu sein. Vor Gericht bekam Zapp in erster Instanz Recht, das baden-württembergische Verwaltungsgericht entschied später im Sinne der Kirche, nächste Woche geht die Causa vors Bundesverwaltungsgericht.

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6 Comments

  1. Es steht jedem frei ob er in die Kirche geht oder nicht, real machen das in der BRD nur 2 – 2,5 Millionen. Weitere 45 Millionen sind „Taufscheinchristen“, die mit den 2 Amtskirchen nichts am Hut haben und sich aus religiösen Kindermärchen ihren ganz persönlichen Glauben gestrickt haben.

    Wenn anstelle 48 Millionen (beide Amtskirchen) nur noch 2,3 Millionen Kirchensteuern zahlen, dann sind das nur 500 Millonen € an Einnahmen. Dafür reichen 500 Priester und 600 Pfarrer bei maximal 3 Bistümer je Amtskirche aus. Die Pensionen werden stark gekürzt, ein Bischof in Spanien bekommt etwa 1.300 €/Monat, in Deutschland 5.000 – 7500 €/Monat. Da kann der Vatikan großzügig sein, es ist ja nur das Geld deutscher Steuerzahler und nicht seins. Damit werden die Amtskrichen zum Pleitebetrieb wie Schlecker oder Neckermann

    Die gläubigen Christen und andere Religioten gehören nach vielen Umfragen und soziologischen Studien mit etwa 50 % der Bürger zur Gruppe der geistig Minderbemittelten mit einem IQ unter 95. Darin eingeschlossen sind die 8% Analphabeten bzw. zusätzliche 4 % – 7 % funktionale Analphabeten. Letztere können zumindest ihren Namen buchstabieren sowie schreiben und damit aus der Kirche austreten.

    Die Analphabeten sind nicht gleichzusetzen mit der Gruppe der Chaoten (Rechtsradikale, NPD, DVU, Neo-Nazis usw.), die generell einen IQ unter 70 aufweisen, was als Grenze zur Idiotie gilt.

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  2. Rolo, aus anderen Berichten geht hervor, dass Herr Zapp durchaus zahlen will, aber direkt, und nicht per Steueramt.

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  3. Nicht das ein falscher Eindruck entsteht, die 4,8 Milliarden sind die Kirchensteuern der Katlolen, die Evangelen zahlen noch einmal soviel.

    Die sonstigen Leistungen für die Amtskirchen belufen sich auf weitere 10 Millarden, wie etwa Besoldung der Priester und Pfarrer, Lehrstühle für Theologen, konfessionsgebundene Schulen, Klnken, Kindergärten und Heime. Es gibt detaillierte Statistiken darüber

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  4. Wenn der Herr Zapp so inkonsequent ist das Handtuch zu werfen, dann soll er denen auch das Geld in die Rippen schmeißen. Alles andere nennt man „schmarotzen“. (Beruht in diesem Fall sogar auf Gegenseitigkeit .)

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  5. Es steht doch jedermann/frau frei, die Kirchensteuer zu verweigern. Wer dieses Recht nicht wahrnimmt, ist selber schuld. Ungewollt finanzieren allerdings auch Atheisten, Muslime, Juden usw. in Deutschland die beiden christlichen Kirchen mit. Da wäre z.B. die Ausbildung von Militärgeistlichen – samt deren Aufwandsentschädigungen – die voll zu Lasten aller Steuerzahler geht

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