Kirchenaustritte: Wolfsgeheul aus Rom


Der Eintritt in die Kirche ist unkompliziert, allerdings wird der Täufling nicht nach seiner Meinung gefragt. Foto: imago

Bischofskonferenz und Vatikan haben sich über die Folgen des Kirchenaustritts geeinigt. Abtrünnige werden nicht mehr exkommuniziert – die Konsequenzen bleiben dieselben.

Von Joachim Frank Frankfurter Rundschau

Die deutschen Bischöfe haben zusammen mit dem Vatikan den Kirchenaustritt und seine Folgen neu geregelt. Das entsprechende Dekret (Gesetz) tritt nächsten Montag in Kraft. Es sieht vor, dass ein Katholik durch den Austritt sämtliche Mitgliedsrechte in der Kirche verliert. Die Pfarrer müssen künftig aktiv werden und einem Ausgetretenen die Rechtsfolgen seines Schritts schriftlich darlegen.

Damit ist der heikelste Konflikt entschärft, den Rom und die deutschen Bischöfe in jüngster Zeit miteinander ausgetragen haben – ein Streit, der sich ausgerechnet an der Frage entzündete, ob und wie ein Katholik seiner Kirche den Rücken kehren kann. Die Möglichkeit zum Austritt aus der Kirche, die in Deutschland als „Körperschaft“ auch eine zivilrechtliche Größe ist, ist zwingende Folge aus dem Prinzip der negativen Religionsfreiheit:

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1 Comment

  1. »… einem Ausgetretenen die Rechtsfolgen seines Schritts schriftlich darlegen.« Keine. Du darfst weiterleben, du darfst weiter Einkommensteuer zahlen. Du darfst heiraten, wen immer du willst.

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