Verjährter Missbrauch in Luzerner Kinder- und Jugendheimen


Hofkirche in Luzern (Bild: Georges Scherrer)

Dass es zu Übergriffen kam, war bekannt, das Ausmass jedoch schmerzt, kommentierte Bischofsvikar Ruedi Heim die kirchliche Untersuchung „Hinter Mauern“ zu Gewalt in Luzerner Kinder- und Jugendheimen im Zeitraum 1930 bis 1970. Zwei Studien wurden am Mittwoch in Luzern vorgestellt. Die zweite Studie „Bericht Kinderheime im Kanton Luzern“ schreibt von Praktiken, die heute als „Foltermethoden“ bezeichnet werden und sexueller Gewalt in den Heimen.

kipa-apic

Die Zuständigkeiten in den Heimen sind heute zum Teil schwer eruierbar. Es bestand eine Verflechtung von staatlichen Gremien und Kirche. Zum Teil bestimmte der Bischof die Leitung eines Heimes, der Staat segnete als Aufsicht die Wahl ab. Im Heim selber arbeiteten dann Ordensfrauen. Solche Bedingungen hätten den Missbräuchen zum Teil Vorschub geleistet, erklärte Markus Furrer, Professor für Geschichte an der Pädagogischen Hochschule Luzern, gegenüber der Presseagentur Kipa.

weiterlesen