Enneagramm: Esoterisch-okkulte Abwege katholischer Ordensleute


Bild: weltbild.de(katholisch)

Deutschland hat seinen benediktinischen Zen-Meister, Spanien seinen jesuitischen Enneagramm-Meister. Der Jesuit Pater Josep Lluís Iriberri und „sein Team“ führen im Exerzitienhaus Cova de Sant Ignasi bei Barcelona in die „Grundlagen des Enneagramms“ ein.

Von Giuseppe Nardi Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Nicht mehr das Kreuz wird gelehrt, sondern die „Persönlichkeitsentwicklung“ im Zeichen des esoterischen Enneagramms. Symbol und Lehre liegen, ein Wesensmerkmal der Gnosis, völlig im Dunkeln, oder besser gesagt, werden bewußt in ein nicht faßbares Dunkel gehüllt, um ihnen den Hauch des Geheimnisvollen und die Bedeutung eines arkanischen Wissens zu geben. Tatsächlich lassen sich einige Fakten zur Entstehung feststellen. Das okkulte Symbol wurde vom griechischstämmigen russischen Schriftsteller und Esoteriker Georges Gurdjieff (1870 -1947) „eingeführt“, man könnte natürlich ebensogut sagen, erfunden.

Georges Gurdjeffs „Vierter Weg“

Gurdjieff behauptete in der von ihm entwickelten Lehre des Vierten Weges, das Symbol in einem, allerdings unbekannt bleibenden Kloster einer ebenso nicht näher greifbaren Sufibruderschaft entdeckt zu haben. Seit Gurdjieffs Veröffentlichungen wurde das Symbol von zahlreichen anderen Esoterik-Autoren aufgegriffen und in unterschiedlicher Weise für psychologisch-spirituelle Persönlichkeitstypisierungen gebraucht.

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