Schmidt-Salomons Kritik-Gebot und die europäischen Herrenmenschen


M. Schmidt-Salomon, Bild: brightsblog

„Respekt, wofür denn?“, fragt der bekannteste deutsche Atheist und Religionskritiker Michael Schmidt-Salomon in einem ZEIT- Kommentar anlässlich der Proteste in der islamischen Welt. Doch statt Islamkritik bietet der Philosoph und selbsternannte Humanist ein unfreiwilliges Lehrstück über den Unterschied zwischen Religionskritik und Rassismus.

Von Fabian KöhlerSchantall und die Scharia

Michael Schmidt-Salomon gehört zu den unterhaltsameren Gästen im deutschen Talkshow-Alltag. Dort bezeichnet der Philosoph seine gläubigen Kontrahenten als Wahnsinnige, kritisiert die Privilegien der Kirche oder fordert eine Ära der Aufklärung der islamischen Welt. So weit, so sympathisch. Manchmal scheint er aber auch zu vergessen, dass – wie er sagt – Humanismus und Aufklärung ihn antreiben. Dann schreibt der Philosoph rassistische Kommentare, wie zuletzt auf Zeit-Online:

Anlass sind die Proteste in der islamischen Welt über den Mohammad-Youtube-Clip eines kalifornischen Hobby-Regisseurs und die Frage, ob wir mehr Respekt vor religiösen Gefühlen haben sollten. Schmidt-Salomons-Antwort: ein klares Nein. Aufklärung und Rechtsstaat stünden auf dem Spiel, schreibt der Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung. Allenfalls das aufdringliche Pathos anlässlich nur weniger Hundert Demonstranten, die in den meisten islamischen Ländern auf die Straße gingen, mag man hier kritisieren. Rassistisch ist hingegen seine Begründung:

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5 Comments

  1. Wegen Verleumdung anzeigen, wie damals das Bistum Regensburg.
    Wenn die, die als Erstes die Rassismuskeule schwingen wollen finanziell ausbluten hat man weniger Dummköpfe die das Maul aufreißen. Die werden es sich dann nämlich 2x überlegen bevor sie was sagen. Von Linksextremisten und Linkspopulisten erwartet man heutzutage leider nichts anderes mehr als Stumpfsinn.

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  2. Rassismus???
    Nochmal zur Erinnerung: Eine „Rasse“ wird nicht durch Verhalten gebildet, und man kann ihr auch nicht bei- oder austreten.

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  3. Da nimmt man zwei Sätze, reißt die komplett aus dem Kontext und unterstellt dann Rassismus. Genial der Autor. Als ob grade MSS Rassistische vorbehalte gegen „die da hätte“, arbeitet er doch längere Zeit mit „denen da“ zusammen. Seine kritik betrifft und betraf immer ausschließlich den Glauben und das Dogma als solches. Man kann ja vieles von MSS kritisieren, aber der vorwurf des Rassismus ist wirklich lächerlich.

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  4. Meine Güte… Um aus diesen Äußerungen von Schmidt Salomon Rassismus herauszulesen bedarf es schon einer großen, gewollten Anstrengung. Generell glaube ich dass mit einem bisschen bösen Willen man aus quasi jeder Äußerung Rassismus ableiten kann.

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  5. Die Frage „Respekt wofür denn ?“ ist kaum dummer zu beantworten, als auf „Rassismus“ auszuweichen. Na ja, gegen Dummheit kämpfen bekanntlich Götter selbst vergebens. Wenn Religionskritik und Rassismus tatsächlich etwas gemeinsam haben sollten, müssten sich die „beleidigten Leberwürste“ allerdings selbst fragen, warum das eventuell so sein könnte ? Zweckmäßigerweise vergleichen die, zur Beeindruckung unserer dösigen Gutmenschen, immer wieder Äpfel mit Birnen, wohlwissend, dass man damit redliche Kontrahenten, treffend verunglimpfen kann. Den Dreck am Stecken haben, aber von den „Anderen“ Respekt einfordern ! Nein, dümmer geht´s nimmer.

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