Beschneidung: „Vorbehalte gegen Religionen befeuern Debatte“


Pollack: „Die Kritiker führen hier Prinzipien ins Feld, die man in der westlichen Welt nicht in Frage stellt, besipielsweise das Kindeswohl.“ (Foto: dpa)

Der Gesetzesentwurf zur Beschneidung, der heute in einer Expertenanhörung behandelt wird, hat ein klares Ziel: „Der Konflikt soll entschärft werden“, sagt Soziologe Pollack gegenüber tagesschau.de. Die Debatte werde vor allem durch antireligiöse Vorbehalte befeuert. „Und auch durch Juden und Muslime.“

tagesschau.de

tagesschau.de: Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung erklärt die Beschneidung weiterhin für zulässig, wenn diese nach den „Regeln der ärztlichen Kunst“ durchgeführt wird. Ist die Debatte damit jetzt befriedet?

Detlef Pollack: Zumindest zielt der Gesetzesentwurf genau darauf ab. Es wird sehr deutlich, dass man hier versucht hat, die Konflikte zu deeskalieren und vor allem den Religionsgemeinschaften in Deutschland zu signalisieren, dass sie keinen Grund haben, sich benachteiligt zu fühlen. Es ist ganz klar ein Entwurf, der die Freiheit der Religionsausübung schützt und medizinische Bedenken nicht so stark berücksichtigt. Das kann man natürlich auch kritisieren. Der Verband der Kinder- und Jugendärzte hat sich ja beispielsweise erschüttert gezeigt und heftig protestiert.

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1 Comment

  1. Hört,.hört ! Tolle Neuigkeiten aus Deutschland ! Vorsätzliche Körperverletzung soll in Deutschland künftig straffrei bleiben ! Ich bin gerade dabei, mir jetzt eine Liste aufzustellen, welche missliebigen Leute ich mir als Erste vorknöpfen könnte !? Einer nach dem andern und immer schon der Reihe nach !

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