OLG Karlsruhe: Werbung ohne Esoterik-Sprüche


Silikon-Pads,Themenbild;  Bild: mondanse.de

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat einem Esoterik-Anbieter verboten, irreführend für Silikonpads zu werben. Er hatte die Polster unter anderem als Mittel gegen Elektrosmog angepriesen. Geklagt hatte ein Verein, der sich für lauteren Wettbewerb engagiert.

SÜDWEST PRESSE

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat einem Esoterik-Anbieter verboten, irreführend für Silikonpads zu werben. Er hatte die Polster unter anderem als Mittel gegen Elektrosmog angepriesen. Geklagt hatte ein Verein, der sich für lauteren Wettbewerb engagiert.

Angeblich bringen die Pads mehr Vitalität und wehren schädliche Strahlen ab, wenn man sie auf den Körper legt oder in die Hosentasche steckt. Größere Pads mit einem Durchmesser von 9 bis 21 Zentimeter werden unter Gläser und Teller gelegt. Sie sollen – so die Werbung – den ph-Wert von Speisen und Getränken positiv beeinflussen, Wasser optimal ausrichten und linksdrehende zu rechtsdrehenden Milchsäuren machen. All diesen Behauptungen schoben die Richter jetzt einen Riegel vor. Die beanstandeten Aussagen genügten nicht den strengen Anforderungen für gesundheitsbezogene Werbung, hieß es.

1 Comment

  1. Leider unternimmt die Justiz kaum etwas, wenn es darum geht, den Anbietern obskurer Esoterikartikel das Handwerk zu legen. So hat z.B. das Amtsgericht in Ravensburg das Verfahren gegen die von mir angezeigte Firma RodiaVital (Inhaberin Diana Friedrich) eingestellt. Es ging dabei um diverse Artikel der sog. Phi-Lambda-Technology. Alles volksverdummende Produkte eines Schweizer Herstellers. Angeboten wurde z.B. unter anderem ein Aura-Balance-Akku. Näheres dazu ist nachzulesen unter http://www.psiram.com/ge/index.php/Phi-Lambda-Technology.

    Mir bleibt unerklärlich, weshalb die Justiz im einen Falle Anklage erhebt, im anderen Fall aber nicht. Ein Gesetz zur Regelung des Psychomarktes ist meiner Ansicht nach dringend geboten.

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