Säkularer Humanismus und Religionskritik


Die Medien seien wirkungsträchtiger als die Kirchen, zitiert ein Tagungsbericht “Religion in den Medien” auf der Homepage des Deutschen Journalistenverbandes eine These von Kai Hafez.

Von Christoph WagenseilREMID

Der Kommunikationswissenschaftler (Erfurt) erläuterte in seinem Vortrag (2008), der Islam werde entsprechend in Deutschland weniger als Religion und mehr als negativ besetzte Gegenwelt wahrgenommen. Auch Jürgen Habermas wandte sich neulich gegen eine Marginalisierung der Religion (vgl. Artikel Sommerschule diskutiert über Nonkonformismus). Doch auch die Konfessionsfreien (oder -losen) können sich als marginalisiert wahrnehmen, gerade weil sie kaum organisiert sind. In der doppelten Funktion als Verleger und Eigentümer des Marburger Wissenschaftsverlages tectum sowie als religionskritischen Buchautoren (”Der Jesuswahn“, “Verführte Jugend“; beides 2011) interviewte REMID Dr. Heinz-Werner Kubitza zum Themenkomplex Religion und Öffentlichkeit.

Folgt man den Ergebnissen des Google Analyse-Tools Ngram (Corpus: German Books, aufgerufen am 25. September 2012, Daten bis 2008), enthalten deutschsprachige Bücher zwar im 19. Jahrhundert um einiges häufiger die Worte „Religion“ oder „Gott“. Doch haben die christlichen Begriffe sich in den letzten Jahrzehnten stabilisiert, während „Atheismus“ und „Humanismus“ eine fallende Tendenz haben. Der Islam wurde in beide Graphen eingefügt, um den Unterschied der Größenordnungen zu

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