Die ersten Rastafaris – Ganja, Marihuana, ist das heilige Kraut der Rastas


Ganja, Marihuana, ist das heilige Kraut der Rastas. (Bild: AP Archiv)

Wie aus Dreadlocks, Musik und einem äthiopischen König eine Religion wurde, davon erzählt der Dokumentarfilm „The First Rasta“. Er folgt den Spuren des Gründers der Glaubensgemeinschaft Leonard Percival Howell, genannt „The Gong“, der im RastafarIsmus Elemente aus dem Christentum, dem Judentum und dem Hinduismus vereint.

Von Ralf Bei der KellenDeutschlandradio Kultur

Jamaika im Jahr 2010: ein junger Mann mit Rasta-Locken läuft durch die Straßen und fragt Passanten, ob sie einen gewissen Leonard Howell kennen. Er nennt ihn „The Gong“, er fragt nach Pinnacle. Aber: Niemand weiß etwas.

Aus dem Film:
„Leonard Howell? No. Trinityville?“

So beginnt Hélène Lees Dokumentarfilm „The First Rasta“, der nach den Spuren des Gründers der Rasta-Bewegung sucht.

Alte Frau:
„Leonard Percival Howell. We called him ‚Gong‘.“

Howell wurde 1898 im kolonialen Jamaika geboren. Der Vater war Laienprediger der anglikanischen Kirche, der Kirche der weißen Kolonialherren. Mit 17 verlässt Howell Jamaika und fährt zur See. Er trifft politische und Wirtschaftsflüchtlinge und auch jüdische Überlebende von Pogromen. Er liest die Schriften Lenins; er erlebt, wie Menschen ihre Arbeitskraft für wenig Geld in Fabriken und Sweatshops verkaufen, und wie aus den Bauern seiner Heimat Sklaven der Agrarindustrie werden. Howell geht nach Harlem, dem Mekka des „New Negro“. Hier begegnet er Marcus Garvey, der ebenfalls aus Jamaika stammt.

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