Marathon zu Gott – Laufen als spirituelles Erlebnis


Laufen entfaltet meditative Kräfte, sagt Frank Hofmann. (Bild: AP Archiv)

Wenn an diesem Wochenende 40.000 Teilnehmer beim Berlin Marathon an den Start gehen, dann können sie dabei auch eine spirituelle Erfahrung machen. Das sagen nicht nur selbst ernannte Laufgurus, das sagen auch Theologen, die selbst regelmäßig laufen.

Von Kirsten WesthuisDeutschlandradio Kultur

„Jeder, der läuft, wird die Erfahrung machen, dass sich da ganz besondere meditative Kräfte entfalten.“

Durch die gleichmäßige Bewegung werden Glückshormone ausgeschüttet und Stresshormone abgebaut, sagt Frank Hofmann, der Chefredakteur der Laufzeitschrift „Runner’s World“. Gehirn und Körper werden mit Sauerstoff versorgt und der Läufer macht eine besondere Erfahrung:

„Ich denke, die meisten Läufer nutzen diese Kraft des Laufens eigentlich für eine Immanenzbewegung, das heißt, sie gehen noch mehr in sich hinein. Man kann diese Kraft aber auch tatsächlich anders nutzen, indem man aus sich herausgeht und das Gespräch mit Gott sucht.“

Und das kann man genauso üben, wie das Laufen selbst, sagt Frank Hofmann, der seinen Weg zum christlichen Glauben im Buch „Marathon zu Gott- Ein spiritueller Trainingsplan“ beschrieben hat. In Hamburg bietet Hofmann spirituelle Laufkurse an der Hauptkirche Sankt Petri an.

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2 Comments

  1. Die Schäfchenhüter versuchen, anscheinend fast verzweifelt, bei allen Gelegenheiten, mit ihren Schnapsideen zu punkten. Ganz schön peinlich. Aber in einer Herde von 40.000 gibt es bestimmt noch ein paar schwarze Schafe zu bekehren. (Kleinvieh macht schließlich auch Mist.)

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  2. Komisch ! Ich bin seinerzeit auch Marathon gelaufen und habe außerdem auch einmal am 100 Kilometerlauf von Biel teilgenommen. Auf allen diesen vielen Kilometern ist mir allerdings der liebe Gott auch nicht einmal begegnet ! Wenn sich bei einen oder anderen Läufer „besondere meditative Kräfte“ entfaltet haben, würde ich diesen Läufern dringend empfehlen, sich mal psychiatrisch untersuchen zu lassen. Gut möglich, dass eine solche sportliche Anstrengung bei religiotisch geprägten Sportlern halluzinatorische Bilder auslösen kann. Aber nur bei dieser besonderen Sorte von Sportlern. Der normale Durchschnittsläufer leidet in aller Regel nicht an solchen krankhaften geistigen Störungen.

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