„Zimmer frei“: Religiotische Sternstunde des Dodos Nina Hagen

Nina Hagen, Bild: wdr.de

Nina Hagen bei „Zimmer frei.“ Niveau war nicht zu erwarten, Humor der übelsten Sorte. Wir wissen nun, dass Dodo Nina nicht ohne Birken einschlafen kann, jüngst von einer schwarzen Katze gebissen wurde und Gott ihr Arbeitgeber ist.

Der protestantische Teil, der Vierfaltigkeit, Gottes soll nach der Sendung Selbstmord begangen haben, der Heilige Geist liegt im Koma. Die Anhängerschaft Ninas hat die multiple Persönlichkeit des Christengottes zu hart gefordert. Da Gott keine Imperfekte gebaut hat, sondern nur Perfekte, will sie, wenn sie im Himmel ist Bibeln regnen lassen, statt Korane.

Der Mitschnitt der Sendung ist nur etwas für harte Charaktere. Nina Hagen ist der lebende Beweis, dass der Mensch nicht die Krone der Schöpfung ist.

Beschneidungsdebatte: Vom humanistischen Gutmenschentum

Bild: diesseits.de

Auch bei Humanistinnen und Humanisten hatte das kontroverse Urteil des Landgerichts Köln zur Jungenbeschneidung von Anfang an eine große Aufmerksamkeit erfahren. Der Jurist und Humanist Holger Fehmel hatte sich im Juli mit einem nachdenklichen Kommentar als einer der ersten moderierenden Stimmen in der Kontroverse zu Wort gemeldet. Gemeinsam mit Sigrun Stoellger, Vertreterin der gbs-Regionalgruppe Hannover, verfasste er jetzt ein selbstkritisches Plädoyer gegen die verbale Vehemenz und für mehr Besonnenheit.

Von Sigrun Stoellger und Holger Fehmeldiesseits.de

Die Beschneidungsdebatte tobt nun seit drei Monaten mit ungebrochener Heftigkeit. Wie konnte ein Urteil, dass vermutlich die allerwenigsten gelesen haben (hätten sie das, so würden wohl sowohl Befürworter als auch Gegner wesentlich zurückhaltender sein), dazu führen, dass Menschen mit den besten Absichten verbal derart wutentbrannt aufeinander einprügeln? Eine abschließende Analyse können wir natürlich nicht liefern. Aber wir denken, der Tonfall auf beiden Seiten hat erheblich zur den nun sichtbaren emotionalen Verwerfungen beigetragen

Jeder kehre vor seiner eigenen Tür, heißt es so schön. Daher soll zum Diskussionsstil unserer Kontrahenten in dieser Debatte, zu dem sicherlich auch so einiges zu sagen wäre, kein weiteres Wort mehr verloren werden.

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IKEA-Katalog: Für die Saudis retuschiert man Frauen einfach – weg

Bild: derstandard.at

Schwedische Handelsministerin: Saudi-Arabien hat noch weiten Weg bis zur Geschlechtergleichstellung

derStandard.at

Der schwedische Möbelhersteller Ikea hat in der Ausgabe für Saudi-Arabien seines weltweit erscheinenden neuen Katalogs sämtliche Frauen und die Mehrzahl der Mädchen wegretuschiert. In der saudi-arabischen Version ist außerdem das Foto einer Designerin verschwunden, und auf einem Foto wurde eine Frau per Bildbearbeitung in einen Mann umgewandelt, berichtete die Stockholmer Gratiszeitung „Metro“ am Montag.

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Das Geheimnis der heiligen Vorhaut Jesu Christi

Stuckrelief aus der Kirche des „Allerheiligsten Namen Jesu“ in Calcata: Es zeigt die Beschneidung des acht Tage alten Jesus. Die katholische Kirche feiert das Ereignis seit dem 6. Jahrhundert am 1. Januar.

Die Reliquie zur Beschneidungsdebatte: In einem italienischen Dorf wurde jahrhundertelang ein „kleiner Hautring“ verehrt. Sogar die Faschisten huldigten der Vorhaut Jesu.

Von Paul BaddeWELT ONLINE

Fellini und Pasolini hätten sich den Film nicht besser ausdenken können. Der Set: das etruskische Calcata. Der Ort aus einem einzigen Tuffklotz herausgeschnitten. Ein Städtchen ohne Gärten, das sich aus einem Urwald empor in die Höhe streckt. Freaks und Hexen und Männer mit hennaroten Pferdeschwänzen leben hier, als Hippiehausen on the hill. Ein „Künstlerdorf“ mit 70 Einwohnern, darunter viele Ausländer, und nur einem einzigen Eingang.

In der Trattoria „Zur schwarzen Katze“ werden Hochzeiten ebenso ausgerichtet wie „Trennungsfeiern“. Hinter der „Kirche vom allerheiligsten Namen Jesu“ hängt in der Bar ein Michelangelo-Poster, wo Gott Adam nach seiner Erschaffung als Erstes einen Joint hinreicht.

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Bangladesch: Muslime zünden buddhistische Tempel an

Verbrannte Koranreste. Foto: sob/sonntagsblatt-bayern.de

Aus Zorn über ein als herabwürdigend empfundenes Foto des Korans auf Facebook haben Muslime in Bangladesch mindestens zehn buddhistische Tempel und 40 Wohnhäuser in Brand gesteckt.

WELT ONLINE

Die Ausschreitungen, an denen sich Tausende Menschen beteiligten, hätten am Samstagabend begonnen und bis in die Nacht angedauert, erklärte ein Polizeisprecher im Küstenbezirk Cox’s Bazar am Sonntag. Mindestens 20 Menschen seien verletzt worden. Die Zahl der Sicherheitskräfte sei erhöht worden, öffentliche Versammlungen in dem betroffenen Gebiet seien verboten worden. Die Muslime machten einen buddhistischen Jungen für das Foto eines verbrannten Korans verantwortlich.

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