Giordano Bruno: Ein würdiger Namensgeber


Micha Brumlik, 2012, Bild: wikipedia

In deutschen Großstädten kurven derzeit Autos mit einem großen Plakat herum, auf dem ein kindlicher Unterleib zu sehen ist, dessen Schritt von mitleidheischenden Patschhändchen bedeckt wird; ein Gesicht des Kindes ist nicht zu sehen. In großen Lettern steht auf dem Plakat: „Mein Körper gehört mir – Zwangsbeschneidung ist Unrecht – auch bei Jungen.“

Von Micha Brumlik taz

Gerne würde man wissen, wie und mit welchen guten Worten die Initiatoren ein Kind dazu bekommen haben, sich so fotografieren zu lassen; ob es Eltern eines Kindes waren, die die Kampagne unterstützen, oder ob das Bild in Auftrag gegeben wurde. Aber das ist nebensächlich, interessanter ist es, sich mit den Initiatoren der fahrbaren Plakatwerbung auseinanderzusetzen. Die Giordano Bruno Stiftung versucht sich seit geraumer Zeit im Kampf gegen Religion hervorzutun, die für sie dasselbe wie Obskurantismus ist. Wer aber war Giordano Bruno, der Namensgeber der Stiftung?

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4 Comments

  1. Anhand der medizinischen, psychologischen und rechtlichen (Kinderschutzkonvention der UNO!) Faktenlage gegen eine blutige bronzezeitliche Folklore an Säuglingen, scheinen Herrn Brumlik die Argumente auszugehen. Er glaubt -das inzwischen in ganz Europa umgesetzte Recht auf kôrperliche Unversehrtheit für kleine Jungen- mit dem Schlachtruf „Leute die kleine Jungen schützen, seien wohl versteckte Antisemiten“ bei uns doch noch sabotieren zu können.

    Ob Herr Brumlik wirklich das Judentum auf die Vorhaut von Säuglingen reduzieren möchte? So dürfte Herrn Brumlik wohl auch bekannt sein, nicht jeder Jude ist religiös und wohl auch nicht alle Gläubigen Männer sind beschnitten. Wie aber schon der grosse jüdische Philosoph, Arzt und Rabbi Moses Maimonides im 12. Jahrhundert herausfand, nehme der Widerstand der Jungen gegen das „Familienfest“ der Beschneidung mit dem Alter des Kindes zu…am einfachsten sei es kurz nach der Geburt.

    Der verstorbene Christopher Hitchins, Sohn einer jüdischen Mutter, hat sich in den Jahren vor seinem Tod mit jedem Rabbi angelegt, der für die brutale Folklore an Säuglingen eintrat. Das Internet ist voller vergnüglicher Filmschnipsel ûber die Debatten.

    http://fearofignorance.wordpress.com/2007/11/02/hitchens-on-circumcision/

    Eine wachsende Zahl amerikanischer Juden will das gräusliche Kinderspektakel mit lokalen Gesetzen unterbinden lassen, da die USA (und Somalia) die Kinderschutzkonvention nicht ratifiziert haben.

    Wie hält es Herr Brumlik wohl mit dem Argument der Gruppe “ Juden gegen Beschneidung“: 1/3 % der Weltbevölkerung habe jüdische Wurzeln; da aber auch 33 % aller Nobelpreisträger jüdische Wurzeln hätten, vermutet man wohl auch smart genug zu sein, zu erkennen, „eine Jungenbeschneidung sei heute nicht mehr akzeptabel“……
    Antisemitismus? 😉

    http://www.jewsagainstcircumcision.org/

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  2. Ich könnte mir vorstellen, dass Giordano Bruno deshalb die Juden nicht besonders mochte, weil er durchschaute, dass der ganze religiöse Schwindel, auf dem letztlich sowohl das Christentum als auch der Islam aufbauen, den Gehirnen von fantasierenden und haluzionierenden, dabei natürlich auch immer auf ihre eigenen Vorteile bedachten, jüdischen Nomadenführern der Steinzeit, entsprungen ist. Eigentlich ist dies alles in der Bibel nachzulesen und deshalb ist es um so verachtenswerter, dass Giordano Bruno, auf Geheiß der Mächtigen, an seinem Mut und wegen seiner realistischen Voraussicht, zugrunde gehen musste. Aber der Machthunger der Drahtzieher (welche ja ohne die jüdischen Vortänzer, in dieser Form überhaupt nicht existent wären), war und ist eben immer viel ausgeprägter, als deren Interesse an der Wahrheit. Was unserer Welt heute braucht sind mutige Menschen, so wie einst Giordano Bruno. Man kann sie heutzutage zwar nicht mehr verbrennen, sie haben es aber trotzdem immer noch ziemlich schwer gegen all das Beschriebene anzugehen. Die aktiven Mitglieder der Giordano Bruno Stiftung werden wohl ein Lied davon singen können. Dafür haben sie meine Achtung.

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