Kinderchirurgen kritisieren Pläne zu Beschneidungen

Bild: © 2012 AFP

Das Eckpunktepapier des Bundesjustizministeriums für eine rechtliche Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen ist bei der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) auf Ablehnung gestoßen.

donaukurier.de

Das Eckpunktepapier des Bundesjustizministeriums für eine rechtliche Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen ist bei der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) auf Ablehnung gestoßen. Das Papier verharmlose einen mit unnötigen Risiken für das Kind verbundenen Eingriff, erklärte die Gesellschaft. Der Entwurf des Ministeriums ordne Kinderrechte Elternrechten unter und beeinträchtige den Kinderschutz, anstatt beides zu stärken.

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Jamie DeWolf: Urgroßvater(Hubbard) war König der Hochstapler

Jamie DeWolf, Urenkel von L. Ron Hubbard, packt über seinen Urgroßvater aus: Der Sekten-Chef sei ein König der Hochstapler, der nur aus Geldgier Scientology gegründet habe.
Bild: http://www.jamiedewolf.com/about/

Er hat Hunderttausende Menschen mit seiner Pseudo-Religion verführt, sie überwacht und ihnen das Geld aus deJamie DeWolfr Tasche gezogen. L. Ron Hubbard († 74) gründete 1954 die Psycho-Sekte Scientology. Nicht aus religiösen, sondern finanziellen Motiven. Das sagt sein Urenkel und bezeichnet den Sekten-Chef als König der Hochstapler.

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In der britischen Zeitung „The Sun“ rechnet Jamie DeWolf (35) mit seinem Urgroßvater und Scientology ab. Auf seiner Internetseite stellt der Künstler und bekannte Stand-up-Comedian klar, niemals bei Scientology gewesen zu sein.

„Mein Urgroßvater war der König der Hochstapler, ein Betrüger, der ein gigantisches Schneeballsystem geschafften hat“, sagt DeWolf.

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Ex-Verfassungsrichter Udo die Fabio für Autonomierechte der Kirchen

Udo Di Fabio, 2012 in Frankfurt am Main, Bild: wikipedia

„Zunehmend kämpferischer Laizismus“

domradio.de

Die Kirchen stehen unter Druck: Als die wohl größten privaten Arbeitgeber in Deutschland beschäftigen allein ihre Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie rund eine Million Mitarbeiter. Doch das gesonderte kirchliche Arbeitsrecht steht mehr denn je auf dem Prüfstand. Ein Fürsprecher ist der frühere Bundesverfassungsrichter Udo die Fabio.

In Kürze wird das Bundesarbeitsgericht über das Streikrecht bei der evangelischen Diakonie entscheiden. Beobachter erwarten, dass letztlich das Bundesverfassungsgericht angerufen wird. Auch die katholische Kirche sieht sich herausgefordert: Anders als bei den Protestanten geht es nicht um Streikrecht und Lohnfindung, sondern um die besonderen Loyalitätspflichten, die die Kirche von ihren Mitarbeitern fordert: Es geht darum, dass sie auf die Privatsphäre und die persönliche Lebensführung ihrer Arbeitnehmer zugreift und etwa Abtreibung oder neue zivile Ehe nach Scheidung mit Kündigung bestrafen kann.

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„Wessen das Land, dessen die Religion“

videostill: waterside contemporary, london
Die Semantik des Protests analysieren Karen Mirza und Brad Butler im Medienturm.

Ästhetischer Kampf mit der Krise
Politische Ausstellungen im Steirischen Herbst: Kunstverein, Rotor und Medienturm

Von Anne Katrin FeßlerderStandard.at

„Wessen das Land, dessen die Religion.“ Diese Faustformel für den Begriff der Toleranz fand ein Jurist im 17. Jahrhundert. Das Problem dabei: Toleranz ändert nichs an den Herrschaftsverhältnissen, ist kein Akt der Befreiung, sondern wirkt konservierend, erfährt man in Ralf Homanns 55-minütigem Radioessay Alles für Alle in der Ausstellung Intoleranz/Normalität im Grazer Kunstverein.

Die einfache Formel deutet noch ein weiteres Problem an: Religion und Kultus wird zu sehr im Zusammenhang mit Territorien, also Herrschaftsgebieten, gedacht, wodurch sich auch der Begriff des „Kulturkreises“ hartnäckig hält.

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