Ex-Verfassungsrichter Udo die Fabio für Autonomierechte der Kirchen


Udo Di Fabio, 2012 in Frankfurt am Main, Bild: wikipedia

„Zunehmend kämpferischer Laizismus“

domradio.de

Die Kirchen stehen unter Druck: Als die wohl größten privaten Arbeitgeber in Deutschland beschäftigen allein ihre Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie rund eine Million Mitarbeiter. Doch das gesonderte kirchliche Arbeitsrecht steht mehr denn je auf dem Prüfstand. Ein Fürsprecher ist der frühere Bundesverfassungsrichter Udo die Fabio.

In Kürze wird das Bundesarbeitsgericht über das Streikrecht bei der evangelischen Diakonie entscheiden. Beobachter erwarten, dass letztlich das Bundesverfassungsgericht angerufen wird. Auch die katholische Kirche sieht sich herausgefordert: Anders als bei den Protestanten geht es nicht um Streikrecht und Lohnfindung, sondern um die besonderen Loyalitätspflichten, die die Kirche von ihren Mitarbeitern fordert: Es geht darum, dass sie auf die Privatsphäre und die persönliche Lebensführung ihrer Arbeitnehmer zugreift und etwa Abtreibung oder neue zivile Ehe nach Scheidung mit Kündigung bestrafen kann.

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