Vatileaks: Beati pauperes spiritu – Selig sind die geistig Armen


Kammerdiener Paolo Gabriele, im Hintergrund der Papst , ©AFP

Vor Gericht gibt der päpstliche Kammerdiener Gabriele freimütig Auskunft über gestohlene Papiere – das ist wohl auch seiner geringen Intelligenz geschuldet. Was da zu Tage tritt, ist abenteuerlich.

Von Paul BaddeWELT ONLINE

Als Kammerdiener war Paolo Gabriele (46) der verschwiegene Mann im Hintergrund des päpstlichen Haushalts, der stumm den Tee eingoss, die Koffer für die Reisen packte, vorne rechts im Auto saß, immer still.

Doch eigentlich ist er, wie nun vor Gericht offenbar wurde, eine ausgemachte Plaudertasche. Das wurde ihm noch mehr zum Verhängnis als das riesige Intelligenz- und Bildungsgefälle, das den ehemaligen Putzmann des Petersdoms vom intelligentesten und gebildetsten Mann des Vatikans und anderen Mitarbeitern des Papstes trennte. Dies machte den Geheimnisträger zu einer höchst willkommenen Quelle auf zwei Beinen für jeden, der ihm in die Arme lief – und umgekehrt.

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2 Comments

  1. Wie die den armseligen Paolo fertigmachen ist seit ca. 2000 Jahren bewährteTradition. Der Junge hat noch Glück, er darf jetzt wegen seiner „geringen Intelligenz“ in den Knast. Vor noch nicht allzulanger Zeit hätte man ihn angezündet. (Wenigstens wurden wir jetzt alle mal wieder daran erinnert, dass alle die gegen den Klerus sind, nur dumm und von „geringer Intelligenz“ sein können. Ganz im Gegensatz zu denen, welche in der Herde mittrampeln.;-) Interessant wäre es mal zu erfahren, welcher Intelligenzbolzen den, wohl seiner Meinung nach minderbemittelten Putzmann, eingestellt hat. 🙂

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  2. Hä?
    Da macht einer vatikanische kriminelle Machenschaften öfentlich, und dann nennt ihn die „Welt“ einen ungebildeten Dummkopf, der halt nur bissl ordentlich aussieht?
    DAS ist eine journalistische meisterleistung von unterirdischer Befähigung.

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