Beseelte Tiere?


Kürzlich wurde von Biologen, wie sie in PloS One berichten, eine noch unbekannte Affenart im Regenwald Ostkongos entdeckt. Cercopithecus lomamiensis hat ein ganz erstaunlich ausdrucksstarkes Gesicht, das irgendwie weise und melancholisch in die Welt blickt. Foto: Maurice Emetshu/Creative Commons Attribution License (CCAL)

Die Geschichte der philosophischen Thesen über Tiere ist eine Geschichte des Geistes, des Geistes der Tiere, die entweder begeistern oder auf den Geist gehen – und dementsprechend sprechen die Philosophen den Tieren entweder einen Geist zu oder ab.

Von Stefanie VoigtTELEPOLIS

Allein der Mensch hat eine unsterbliche vernunftbegabte Seele, meint zum Beispiel Augustinus; das sehe man schon daran, dass immer nur Menschen Tiere dressierten und niemals umgekehrt – was natürlich als Einschätzung weit entfernt ist von der heutigen Epoche, in der mehr die Hunde ihre Herrchen durch die Gegend zerren als umgekehrt. Wer da wen zieht und wer da wen erzogen hat, ist fraglich.

Augustinus zufolge ist jene Seele, die dem Menschen eignet, immateriell, und das ist auch gut so: Als Kenner der Beziehungen zu Frauen und zu Gott ist Augustinus erleichtert darüber, dass zumindest bei letzterem Größe keine Rolle spielt, da sonst Elefanten gegenüber dem Menschen gewisse Vorteile in der Größe ihrer Seele hätten. Die nachfolgende Diskussion bis Thomas von Aquin kommt zu dem Ergebnis, dass Tiere zwar auch eine Seele haben, das aber ist eine sterbliche Seele, da Tiere sich nicht mit ewig-unsterblichen geistigen Wahrheiten befassen. Als beseeltes Lebewesen steht der Mensch demnach noch auf demselben Boden wie die Tiere, ragt aber das kleine entscheidende Stück weit daraus hervor.

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3 Comments

  1. Der wunderbare Heilige des Christentums ist ein schwurbelnder Irrer, den hätte man mit seiner Macke heute sofort zum Papst gemacht. Damals hat der Papst noch eifrig selber gemordet, heute hat er sein Leute dazu wie die Mönche und Priester beim Genozid in Kroatien

    Als Staatsreligion unter Kaiser Theodosius 380 n.C., Nachfolger des Flavius Valerius Constantin, verbrennt die Kirche was ihren Dogmen widerspricht wie Texte des Adamantius (185 – 254 n.C.) oder 389 n.C. die Serapeion-Bibliothek, christliche Mönche wollen nur einen Tempel daneben abbrennen. Priester wie Markus von Arethusa, Kyrill von Heliopolis, Augustinus usw. werden als Mörder heilig gesprochen. Augustinus von Hippo (354 – 430 n.C.) entwirft die Sünden-, Sitten- und Verdammnis-Lehre, das Diesseits wird dabei als Durchgang für die jenseitige Welt abgewertet. Die Menschen landen alle ewig in der Hölle, da die Flammen des Fegefeuers nicht reinigen: böse ist jegliche Sexualität, ein freier Wille ist nicht existent, Bildung ist nutzlose Eitelkeit und nur Ablenkung auf dem Weg ins glorreiche Paradies. Das der Typ nur einen Joint zuviel geraucht hat, das scheint keiner bemerken zu wollen.

    Mein Hunde hat eine Seele und eine ausgeprägte Persönlichkeit. Sie (Susi) bestimmt oder erinnert uns im Detail wann ich aufstehen muss, wann es Kaffe gibt, wann das Licht anzuschalten ist und wann es für mich Zeil ist abends den Fernseher abzuschalten usw. Das macht sie mit so viel Eifer und Hingabe und wir danken es ihr, indem wir sie hemmungslos verwöhnen.

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  2. So ein Quatsch ! Es stimmt einfach nicht, dass immer nur Menschen Tiere dressierten und nicht umgekehrt. Wer so einen Stumpfsinn verzapft, der kennt meine Katze Maja nicht. Im übrigen bin ich felsenfest davon überzeugt, dass mich meine Katze liebt. Bei einer Frau wäre ich mir eher weniger sicher !

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