Die Rechristinianiserung des Peer Steinbrück – Igitt!


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Der nominierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück (Foto) hat in der ARD-Sendung „Günther Jauch“ seinen Wiedereintritt in die evangelische Kirche mit ihrer stabilisierenden Funktion in der Gesellschaft begründet.

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Der nominierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat seinen Wiedereintritt in die evangelische Kirche mit ihrer stabilisierenden Funktion in der Gesellschaft begründet. Der 65-Jährige war mit 18 Jahren ausgetreten, weil er der Ansicht war, dass die Kirchen zu oft auf der Seite der Mächtigen gestanden hätten und außerdem die Aufklärung behinderten. Etwa 40 Jahre später revidierte er seinen Schritt nach Gesprächen mit einem führenden Kirchenvertreter, wie er am 7. Oktober in der ARD-Sendung „Günther Jauch“ berichtete. Steinbrück: „Ich habe festgestellt, dass die Kirche über die Glaubensstiftung hinaus eine enorm wichtige, nicht nur karitative, sondern auch stabilisierende Funktion in dieser Gesellschaft ausübt, und ich würde gerne eine solche Institution stützen wollen.“

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2 Gedanken zu “Die Rechristinianiserung des Peer Steinbrück – Igitt!

  1. Argus7

    Wir erleben am Beispiel Steinbrück einmal mehr die geballte Macht des Namenschristentums und der religiotischen Dekadenz. Ich habe nämlich so meine Zweifel, ob sich Steinbrück und viele andere Politiker – auch in der CDU/CSU – tatsächlich als gläubige Christen einstufen lassen. Solange aber das Wahlvolk mehrheitlich ein Bekenntnis zum Christentum als positive Eigenschaft eines Politikers wertet, werden sich alle diese Volksvertreter zweckmäßigerweise eben zum Christentum bekennen. Lippenbekenntnisse sind schließlich billig. Steinbrück und andere Politiker könnten sich aber auch darauf berufen, dass der Zweck die Mittel heiligt. Die Welt legt es anscheinend aber auch darauf an, belogen und betrogen zu werden, folglich wird sie auch belogen und betrogen.

    Es liegt letztlich aber auch an uns, den Nichtgläubigen und nicht von religiotischen Hirngespinsten verseuchten Wählern, den Politikern in unserem Lande klarzumachen, dass sie ihre Religion gefälligst zu Hause lassen und als reine Privatsache verstehen sollen. Man kann nämlich auf eine entsprechende Frage eines Journalisten auch mal darauf hinweisen, dass eine solche Frage die ureigenste Privatsphäre beträfe und in einem säkularen Staat niemanden zu interessieren habe. Wenn unsere Volksvertreter nämlich irgendwann erkennen, dass ihr öffentlich bekundetes Glaubensbekenntnis dazu führt, dass man sie gerade deshalb nicht wählt, dürften sich die öffentlich abgelegten (häufig verlogenen) Glaubensbekenntnisse in der Zahl deutlich reduzieren.

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  2. Harry

    Was man nicht alles tut für ein paar Stimmen mehr bei der kommenden Wahl. Bin gespannt mit welchen anderen Gruppierungen er sich jetzt noch identifiziert, um seine Prozente zu erhalten. Das warn Zeiten, als es noch Parteien mit Programm gab!

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