Zahl der Konfessionslosen in den USA stark gestiegen


foto: epa/michael reynolds
Obwohl die meisten Kirchen einen Mitgliederrückgang zu beklagen haben, bezeichnen sich noch immer vier von fünf US-Amerikanern als einer Religionsgemeinschaft zugehörig.

Erstmals weniger als die Hälfte der Amerikaner Protestanten

derStandard.at

Abkehr von den großen Kirchen: In den USA ist die Zahl der Konfessionslosen in den vergangenen zwei Jahrzehnten laut einer Studie stark gestiegen. Einer von fünf US-Bürgern fühlt sich demnach keiner althergebrachten Religionsgemeinschaft zugehörig. Diese Menschen seien jedoch nicht alle Atheisten, so die am Dienstag veröffentlichte Studie des Pew Research Center. Viele würden trotzdem an Gott glauben oder beten.

Im Jahr 1990 hätten sich noch etwa acht Prozent als konfessionslos bezeichnet, heute seien es 19,6 Prozent. Bei jungen Menschen unter dreißig sei die Zahl der Konfessionslosen mit knapp dreißig Prozent besonders hoch. Dabei könne es sich um eine Reaktion auf den Aufstieg der religiösen Rechten handeln, sagte der Politikwissenschaftler Robert Putnam der „Washington Post“ am Dienstag.

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