Evangelisation: Missionieren bis der Arzt kommt – gansheitlich


Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) hat ihr Verständnis von Evangelisation in einer neuen Erklärung ihrer Theologischen Kommission erläutert.

Die Evangelische Allianz in Deutschland

Darin betont die Dachorganisation von rund 600 Millionen Evangelikalen in 128 Ländern den „ganzheitlichen“ Charakter von Evangelisation – also die Verknüpfung von der Verkündigung des Heils durch den Glauben an Jesus Christus mit dem Handeln für das Wohl der Menschen. Evangelisation sei das „Markenzeichen“ aller Evangelikalen, heißt es in dem Papier, das am 9. Oktober in New York veröffentlicht wurde. „Wir bekräftigen, dass es nicht möglich ist, ohne radikales Eintreten für Evangelisation wahrhaft evangelikal zu sein“, so die Erklärung. WEA-Generalsekretär Geoff Tunnicliffe wird, wie in einer Pressemitteilung angekündigt wird, aus dem Papier bei einer Rede im Vatikan im Laufe des Oktobers zitieren.

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20 Comments

  1. @Argus7
    Ich stimme Dir ohne jede Einschränkung zu. Es gibt keine Toleranz für diese Typen

    Die christlich Religion hat einst als Gewaltorgie angefangen. Das Edikt von Thessalonike 380 n.C. bedroht jeden mit dem Tod, der nicht Katholik wird. Christliche Heilige Markus, Kyril, Augustinus usw. waren Teil dieser Mörderbuben. Der wunderbare Christenkaiser Konstantin als moralisches Vorbild verlässt die 1.te Frau Minervina, ermordet den Sohn Crispus, die Frau Fausta und vergiftet den Schwiegervater und die Mutter Helena.

    Ein Damasius I verjagt den gewählten Past mit einer Gladiatorentruppe, ruft sich zum Papst aus und läßt das Märchenbuch Bibel schreiben. Ungläubige werden danach zu Nichtmenschen, die man wie Vieh verkaufen, ausbeuten oder ermorden kann.

    Daran hat sich wenig geändert. Über die Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, heilige Inquisition, endlos heilige Kriege sowie den Betrieb von KZ-Vernichtungslager durch Priester und Mönche haben etwa 12.000 katholische Kinderficker über 100.000 Opfer selisch kaputt gemacht, zwangssterilisiert und sogar ermordet. Natürlich sind das alles nur Einzelfälle.

    Dann kommen diese Berufsmoralisten mit ihrer „Friede-Freude-Eierkuchen“ Rhetorik daher und wollen die Menschen zwangweise durch Gehirnwäsche zu Mordhelfern machen. Natürlich wird das verschwiegen, auch wenn der Kriegsdient per Dogma der RKK unverzichtbar für das Seelenheil eines Gläubigen ist.

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  2. @ nickpol

    Sorry, aber ich bleibe bei meiner Wertung, dass man sich Toleranz verdienen muß. Toleranz kann es für nachweislich an Verbrechen beteiligten Organisationen wie die christlichen Kirchen nicht geben. Diese fordern selbst Toleranz ein, sind aber nicht bereit, sie auch Andersdenkenden zu gewähren. (Das ist schon mal ein überaus gewichtiges Argument !)

    Es übersteigt nun mal meine Toleranzbereitschaft, wenn sich die Christenheit (insbesondere die Berufschristen) unserer Zeit mit keinem Wort an diese seit Jahrhunderten begangenen Verbrechen erinnern wollen und eine Mitschuld daran schlichtweg ignorieren und leugnen. Diese Leute gehen sogar so weit, dass sie uns ihre von blutigen Verbrechen durchzogene Tradition gar als Leitkultur verkaufen wollen. Für mich war das Ende der Toleranzgrenze spätestens mit der Propagierung des Begriffes „christliche Leitkultur“ erreicht. Dieser Versuch, der deutschen Bevölkerung eine verbrecherische Vergangenheit als moralisches Vorbild darzustellen, ist an Unverschämtheit und Dummheit nicht mehr zu überbieten. Eine solche faustdicke geschichtliche Lüge verdient keine Toleranz sondern tiefempfundene Verachtung..(Stichwort: Geschichtsfälschung !)

    Tut mir leid, wenn ich mich auch mit Albert Einsteins Wertung, dass „auch Verständnis und Einfühlung dabei sein soll“ nicht identifizieren kann. Uneinsichtige Mittäter sind keinen Deut besser als ihre Vorbilder auf die sie sich beziehen und somit haben auch sie samt und sonders das Recht auf Toleranz verspielt. Im übrigen geht mir die Fähigkeit, mich zu einer scheinheiligen Toleranz zu bekennen völlig ab. Ich kann keine Toleranz üben, wenn ich mich mit der Tatsache konfrontiert sehe, dass auch heute noch Leute aus interessierten christlichen Kreisen ihre Mitmenschen mit denselben Lügenmärchen füttern, wie dies schon über rund 2.000 Jahre lang praktiziert wird.

    Das war mein letzter Kommentar in diesem Blog, Ich war offenbar – ohne es zu bemerken – über eine längere Zeit im falschen Blog.

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    1. @Argus7, wenn du Popper gelesen hättest, wäre dein Kommentar anders ausgefallen. Keine Toleranz den Intoleranten!
      Und es gilt zu unterscheiden, zwischen persönlichen Glauben/Religion und institutioneller. Letztere ist intolerant genug um nicht toleriert zu werden. Ansonsten kann jeder glauben was er will.

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  3. Jesaja55

    6 Suchet den HERRN, solange er zu finden ist; rufet ihn an, solange er nahe ist.
    7 Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter seine Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.

    Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; 9 sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken.

    10 Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahinkommt, sondern feuchtet d
    ie Erde und macht sie fruchtbar und wachsend, daß sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen, 11 also soll das Wort, so aus meinem Munde geht, auch sein. Es soll nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, was mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich’s sende..
    Viel Freude dabei wuensche ich euch.

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  4. @ Schirrmacher

    Toleranz muß man sich verdienen, die bekommt man nicht einfach so geschenkt. Wer aber über viele Jahrhunderte hinweg die Menschheit mit religiotischem Schwachsinn überhäuft und im Zuge dieses blutigen Christianisierungsprozeßes eine Vielzahl von Verbrechen begangen hat, (Inquisition, Hexenverbrennung, Versklavung, Missionierung und, und, und) der hat sich Toleranz, Respekt und Achtung sicher nicht verdient.
    Das gilt auch für Leute wie du, die sich dieser Mitverantwortung achselzuckend und stillschweigend entziehen.

    Ein Beispiel: Deutschland tat gut daran, sich der Nazivergangenheit bewußt zu sein und sich von dieser verbrecherischen Ideologie zu distanzieren. Diese Distanzierung ist weitgehend vollzogen und kaum ein Politiker versäumt es, dieser Verbrechen zu gedenken, sie zu ächten und vor einer Wiederholung derselben Fehler und Irrtümer eindringlich zu warnen. Was aber tun unsere liebe Christen ? Sie können und wollen offenbar nicht sehen, welch verbrecherischer Ideologie sie bis in unsere Zeit hinein nachlaufen ! Kein Wort des Bedauerns darüber, was die Christenheit im Verlaufe ihrer Geschichte so alles an Verbrechen begangen hat. Und das sollen für uns Vorbilder und Leitkultur für ethisches und moralisches Verhalten sein ? Allein schon beim Gedanken daran, überfällt mich unsägliche Übelkeit Hinzu kommt die totale Verlogenheit einer zusammen fantasierten Lehre, für die es auch nicht den geringsten Wahrheitsbeweis gibt.

    Fakt ist, dass nahezu alle Völker auf unserem Planeten sich ähnliche Vorstellungen von einem oder gar mehreren Gottwesen zusammen spintisiert haben. Alle diese menschlichen Fantasien zeigen in ihren Grundzügen ähnliche und vergleichbare Muster. Unterschiede zwischen theistischen und Natur-Religionen sind im Endeffekt nur geringfügig und vernachlässigbar. Das Unerklärbare erklärbar zu machen, war die große Triebfeder hinter allen Religionsgründungen. Das Endprodukt aller dieser Fantasien hält jedoch in keinem einzigen Fall der Realität stand. Neueste Forschungen und Erkenntnisse auf dem Gebiet der Astrophysik oder die Darwin’sche Evolutionstheorie widerlegten so einige der von Menschen produzierten Fantasien von Gott und der Entstehung unserer Welt. Selbst Papst Benedikt XVI sah sich vor geraumer Zeit gezwungen, die Vereinbarkeit zwischen der Evolutionstheorie und der Bibel zu konstatieren, was bei einigen Katholiken zu großen Irritationen geführt hat. Ein ziemlich schwacher Versuch des Papstes, die bestehenden und widersprüchlichen Aussagen der Bibel mit der Evolutionstheorie zu erklären und in Übereinklang zu bringen. Da passt nämlich so einiges in der Bibel mit der Wirklichkeit nicht zusammen.

    Gewissensfrage: Wie kann ich jemanden, der so felsenfest und unbeirrt am Wort Gottes festhält, überhaupt ernstnehmen, wenn ich weiß, dass sein Gottglaube auf so schwachen Fakten basiert ? Dieser moderne Mensch schöpft doch seinen Gottglauben letztlich aus derselben Fantasiequelle wie ein afrikanischer oder südamerikanischer Ureinwohner oder Schamane !? Unterschiedlich ist dabei nur das Endprodukt ihrer Fantasien.. Beim modernen Menschen ist es ein dem Menschen ähnlicher Gott, beim Ureinwohner ist es die Sonne, der Mond ein heiliger Fels oder ein Baum !

    Wenn die Abnehmer und Verkünder solcher religiösen Fantasien ihren Schwachsinn wenigstens für sich behielten und nicht den Rest der Welt mit ihren Hirngespinsten überziehen würden, könnte man deren Glauben tolerieren. Leider fühlen sich diese Heilsverkünder jedoch beauftragt, die Welt ungefragt mit ihrer „Botschaft“ zu beglücken. Und dann wundern sie sich noch voller Erstaunen darüber, dass ihre Missionierungskampagne beim aufgeklärten Teil der Menschheit nicht ankommt und man ihnen keine Toleranz entgegenbringt ! Solche Kampagnen waren schon zu Kolumbus-Zeiten bei den Ureinwohnern Südamerikas unerwünscht. Und an dieser Sachlage hat sich seitdem rein gar nichts geändert ! Soviel zum Thema Toleranz und wann man sie nicht erwarten darf.

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    1. @Argus7
      Toleranz muss sich niemand verdienen, sie ist in einer aufgeklärten Gesellschaft Grundvoraussetzung für das Nebeneinander unterschiedlicher Weltsichten. Damit verbunden ist der Grundsatz der freien Meinungsäußerung und die Tatsache des sachlichen Diskurses bei unterschiedlicher Weltsicht.
      Betrachte ich mir die Argumente, einiger Kommentatoren hier, so kann ich durchaus von intellektuellem Cäsarenwahn reden, soll heißen triumphalistische Selbstüberschätzung und abgründige Realitätsblindheit.

      Albert Einstein hat ein sehr schönes Zitat geprägt, besser kann man eigentlich Toleranz nicht erklären:

      Albert Einstein

      „Toleranz ist das menschenfreundliche Verständnis für Eigenschaften, Auffassungen und Handlungen anderer Individuen, die der eigenen Gewohnheit, der eigenen Überzeugung und dem eigenen Geschmack fremd sind. Toleranz heisst also nicht Gleichgültigkeit gegen das Handeln und Fühlen des oder der anderen; es muss auch Verständnis und Einfühlung dabei sein.

      Aus „Albert Einstein-The Human Side“ 1979, Princeton University Press, S154.

      Das als Grundlage weiterer Diskussionen hier im Blog. Thomas Schirrmacher hat ein Recht darauf seine Meinung zu äußern. Sie mag uns nicht gefallen, dann muß dem Nichtgefallen aber sachlich argumentativ entgegnet werden und zwar so, wie das unter kultivierten Menschen üblich ist.

      Der kritische Rationalist Karl Popper hat sich zur Thematik der Toleranz etwas ausführlicher geäußert und das ist die Messlatte der Kommentare hier im Blog.

      Karl Popper

      Weniger bekannt ist das Paradox der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.

      Damit wünsche ich nicht zu sagen, dass wir z. B. intolerante Philosophien auf jeden Fall gewaltsam unterdrücken sollten; solange wir ihnen durch rationale Argumente beikommen können und solange wir sie durch die öffentliche Meinung in Schranken halten können, wäre ihre Unterdrückung sicher höchst unvernünftig. Aber wir sollten für uns das Recht in Anspruch nehmen, sie, wenn nötig, mit Gewalt zu unterdrücken; denn es kann sich leicht herausstellen, dass ihre Vertreter nicht bereit sind, mit uns auf der Ebene rationaler Diskussion zusammenzutreffen, und beginnen, das Argumentieren als solches zu verwerfen; sie können ihren Anhängern verbieten, auf rationale Argumente – die sie ein Täuschungsmanöver nennen – zu hören, und sie werden ihnen vielleicht den Rat geben, Argumente mit Fäusten und Pistolen zu beantworten.

      Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen, die Unduldsamen nicht zu dulden. Wir sollten geltend machen, dass sich jede Bewegung, die Intoleranz predigt, außerhalb des Gesetzes stellt, und wir sollten eine Aufforderung zur Intoleranz und Verfolgung als ebenso verbrecherisch behandeln wie eine Aufforderung zum Mord, zum Raub oder zur Wiedereinführung des Sklavenhandels.

      In: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Mohr Siebeck, Tübingen. Zwei Bände. S.524 und 575.

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  5. Ich bin also eine „Arme bekloppte Sau“? Das ist also die von @nickpol gewünschte Versachlichung?

    @emporda: „Religiosität ist ein paranoider Wahn des limbischen Netzwerks … wälzen sich darin wie die Schweine in der Suhle mit Titeln wie Dr. und Professor und kommen doch nicht über den Intellekt eines wachen Erstklässler hinaus. Arme bepkloppte Sau trifft es wohl am besten.“ – Na, dann will dich als Erstklässler mal nicht weiter belästigen. Nebenbei: Meine Professur ist nicht in Theologie, sondern in Soziologie/Religionssoziologie, wo wir kritische Aspekte der Religionen aber etwas normaler und rationaler untersuchen, als du.

    Danke „Argus7“, dass Du wenigstens klar sagst, dass du mir gegenüber keine Toleranz kennen kannst. Gut, dass das Grundgesetz das anders sieht.

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  6. @Argus7
    Meine Rhetorik ist die eines pommerschen Bauernsohnes, der Vater hat als Gutsinspektor immer gesagt „Der Kerl ist dümmer als ein Schein scheisst“

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  7. @Argus7
    Deine Rhetorik ist beeindruckend, aber auch verräterisch

    Religiosität ist ein paranoider Wahn des limbischen Netzwerks mit Hoffnung, Liebe, Hass und dem Glauben an Visionen. Diese Begriffe hat man als „Kirchensprech“ neu definiert, damit der Betrug nicht so offensichtlich wird. Änderungen im emotional limbischen System verändern unser deklaratives Gedächtnis nur kurzfristig, der paranoide Wahn der religiösen Gehirnwäsche bleibt dominant präsent. Die häufige Verwendung von Begriffen wie Hass, Liebe und ähnlichem belegt recht deutlich eine frühe Gehirnwäsche.

    Mir tun diese Religioten einfach nur leid. Sie haben sich ihre Pseudo-Welt mit einer Pseudo-Wissenschaft der Theologe jenseits jeglicher Realität geschaffen, tummeln und wälzen sich darin wie die Schweine in der Suhle mit Titeln wie Dr. und Professor und kommen doch nicht über den Intellekt eines wachen Erstklässler hinaus. Arme bepkloppte Sau trifft es wohl am besten.

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  8. @ Schirrmacher

    Ich gebe zu, dass ich – und andere in diesem Blog – mit den Religonen oft recht hart ins Gericht gehen. Das mag dadurch begründet sein, dass hinter dieser erkennbar werdenden Aggression eine kaum zu bändigende Wut über die Irrationalität des Gottglaubens mischwingt, der dem Rest der nichtgläubigen Welt zudem ungefragt angedient wird. Hinzu kommt die arrogante Selbstgerechtigkeit der Religioten, die unser aller Leben wie selbstverständlich mit ihrer „Leitkultur“ beherrschen. In einem säkularen Staat wie Deutschland kommt dies bei Konfessionslosen (Atheisten, Agnostiker usw.) nun mal nicht gut an, wenn z.B. Politiker aus allen Lagern bei jeder sich bietenden Gelegenheit von ihrem lieben Gott faseln. Dass sich dahinter mehrheitlich lediglich opportunistische Scheinbekenntnisse verbergen, darf man getrost unterstellen. Politiker wollen schließlich gewählt werden und nehmen an, dass ihre offen zur Schau getragene Religiösität bei den Wählern gut ankommt. In dieser Annahme dürften sie sich allerdings, angesichts einer Mehrheit von konfessionslosen Wählern, gewaltig täuschen. Nicht zu vergessen auch die große Zahl sog. Taufchristen, die es aus gesellschaftlichen Gründen für schick und zweckmäßig halten, gottgläubig zu sein. Im Grunde genommen ist es doch nur noch eine verhältnismäßig kleine Kerntruppe von echten Gottgläubigen. (Stichwort frühkindliche Gehirnwäsche)

    Im übrigen bin ich mir der Tatsache voll bewußt, dass der durchschnittliche Christ auch nicht im entferntesten eine persönliche Mitschuld an den Kriegen und Verbrechen, die im Namen Gottes geführt wurden, sieht und eingesteht. Dass man aber auch dann mitschuldig wird, wenn man diese Verbrechen verdrängt und stillschweigend aus der christlichen Tradition ausklammert, wird von der Christenheit wohlweislich übersehen. Dieser Selbstschutz funktioniert offenbar perfekt, denn wie sonst kämen christliche Politiker auf die Idee, von einer christlichen Leitkultur zu schwafeln. Leidkultur wäre in diesem Falle wohl die zutreffendere Bezeichnung.

    Angesichts der hier angesprochenen historischen Fakten sollte es dich nicht verwundern, wenn der Ton gegenüber Christen – insbesondere aber gegenüber Berufschristen – nicht gerade zimperlich ist. Dahinter verbirgt sich eine Menge aufgestauter Wut, denn wer sich anmaßt, der Menschheit ein zusammen fantasiertes Fabelwesen namens Gott als real existierendes Wesen zu verkaufen darf sich über den Widerspruch wirklich nicht wundern. Denn, wer solche Stories verbreitet, ist letztlich nichts anderes als ein Volksverdummer und ein Verkäufer von durch nichts bewiesenen Märchen. Volkstümlich ausgedrückt: Er ist ein Lügenverkäufer ! Zugegeben, das klingt wenig respektvoll und auch die Toleranz sucht man in diesen Worten vergebens. Die Toleranz hat jedoch dort ihre Grenzen, wo sie sich mit der geballten verlogenen Arroganz religiotischer Traditionen konfrontiert sieht. mittels derer der dummgläubigen Menschheit schon seit vielen Jahrhunderten ein ganzer Rattenschwanz von Reli-Lügen als erwiesene Wahrheit verkauft wird. So etwas macht mich wütend und es wäre unredlich, wenn ich mich angesichts dieser Fakten und Erkenntnisse krampfhaft um Toleranz bermühen würde.

    Anmerkung: Im Internet ist es üblich, dass man sich duzt. Damit ist keine wie auch immer geartete Geringschätzung einer Person verbunden.

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  9. Die Buecher in der Bibel sind keine Luegenmaerchen. Ganz im Gegenteil weist uns die heilige Bibel auf Gott hin, der allein der Masstab des Guten ist.
    Jesus ist im wahrsten Sinne vollkomen Gott, darum sollten wir seine Worte sehr aufrichtig aus ganzem Herzen studieren.

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    1. @All, Leute ich bitte doch darum, die Diskussion zu versachlichen und ad hominems zu unterlassen. Streitkultur auf Sachebene. Danke.

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  10. Den Brightsblog lese ich immer komplett und finde ihn eine der besten Informationsquellen über Religion. Als Andersdenkender bringt mich manches ins Nachdenken.
    Aber die Kommentare darunter stehen meist im glatten Widerspruch zu der Aufforderung Bigottismus durch rationale Diskussion zu ersetzen. Da wird beleidigt statt diskutiert, ad personam statt rational argumentiert, gehasst und gespottet, pauschalisiert statt differenziert, beahuptet statt wissenschaftlich belegt, der Ton steht fundamentalistischen religiösen Gegnern in nichts nach.
    Ich schätze das Internet als Möglichkeit, dass Andersdenkende in einem Maß miteinander diskutieren können, wie nie zuvor, aber was hier so über einen ausgeschüttet wird und wofür man hier als haftbar gemacht wird, womit man nie was zu tun hatte, ist schon abenteuerlich.
    Deswegen bestätigt euch mal schön weiter gegenseitig, wie edel ihr seid und wie schlecht alle anderen, ich diskutiere lieber mit rationaleren Atheisten.
    Gut Nacht.

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  11. Wer ist Prof. Dr. Thomas Schirrmacher !?

    Prof. Dr. theol. Dr. phil. Thomas Schirrmacher (geb. 1960) ist Sprecher für Menschenrechte und Vorsitzender der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, die weltweit etwa 600 Mio. evangelische Christen vertritt und Direktor von deren 2006 gegründeten Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (Bonn, Kapstadt, Colombo)

    Das erklärt den Kommentar in diesem Blog. Ein Prof. Dr. der Theologie. Das ist die einzige „Wissenschaft“, in der das Forschungsergebnis längst feststeht: G O T T !

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  12. @ Schirrmacher

    Ich bedaure außerordentlich, dass mich deine akademischen Titel in keinster Weise beeindrucken. Einen Doktortitel behält man nämlich auch dann, wenn sich z.B. die Unrichtigkeit und Fehlerhaftigkeit einer Dissertation im Nachhinein (dank neuer Erkenntnisse) als überholt erweist. Ein akademischer Titel sagt zudem rein gar nichts über den Bildungs-, Wissens- und Erkenntnisstand eines Menschen aus. Mir sind in meinem Leben nämlich mehr akademische Volltrottel über den Weg gelaufen, als man annehmen könnte.

    Im übrigen würde ich mich niemals in einem öffentlichen Forum als Prof. Dr. vorstellen, um auf diese Weise den Lesern der Kommentare eine Kompetenz zu suggerieren, die möglicherweise gar nicht vorhanden ist. Für mich bist du daher nichts anderes als ein offenbar an Geltungssucht leidender Angeber.

    Zumindest was die Historie des Christentums anbetrifft, scheinen bei dir erhebliche Wissens- und Erinnerungslücken zu klaffen. Wenn du öfter mal in diesem Forum präsent wärst, müßte ich dir nämlich nicht auf die
    Sprünge helfen. Es ist nämlich Fakt, dass nahezu jeder Krieg in der Geschichte der Menschheit einen religiösen Hintergrund hatte. (Dazu einige wenige Stichworte: Inquisition, Hexenverbrennungen, 30jähriger Krieg usw.) Aber auch die verbrecherischen christlichen Missionierungskampagnen in Afrika und Südamerika stellen alles andere als ein Ruhmesblatt des Christentums dar. Im Zuge dieser Kampagnen würden ganze Volksgruppen ihrer Kultur beraubt und die bedauernswerten Opfer konnten von Glück reden, wenn sie zumindest die „Segnungen“ der Missionare überlebt haben. Alles in allem ist die Historie des Christentums mit Blut, viel Blut, geschrieben worden.
    Von Toleranz war in der Geschichte des Christentums nun wirklich rein gar nichts zu erkennen.

    Was das mit dem heutigen Christentum zu tun hat, höre ich dich fragen ? Nun, für mich ist klar, dass die Christen in unserer Zeit eine auch nur teilweise Mitschuld an allen diese Verbrechen weit von sich weisen. Mag sein, dass der Einzelne daran keine Schuld trägt, aber wie steht es denn mit der Mitverantwortung für diese blutige und verbrecherische Tradition ? Davon wollen die Nachfolger dieses Christentums allerdings nichts wissen. Sie tragen jedoch – ob sie es wahrhaben wollen oder nicht – an dieser unseligen chistlichen Historie eine Mitverantwortung und auch eine Mitschuld. Allein schon deshalb, weil sie ihr christliches Selbstverständnis auf diese Tradition zurückführen und außerdem völlig unkritisch stützen.

    Unheilbringend ist das Christentum allein schon deshalb, weil es zu allen Zeiten kriegerische Konflikte ausgelöst und provoziert hat. In unserer Zeit dürften es die fanatischen Moslems sein, die sich jetzt an diese früheren Konflikte (z.B. die Kreuzzüge) erinnern und es den Christen jetzt mit gleicher Münze heimzahlen.

    Arrogant ist das Bekenntnis zur christlichen Religion deshalb, weil es von Nichtgläubigen Toleranz einfordert, die das Christentum Andersdenkenden gegenüber nie zugestanden hat. Es ist darüberhinaus eine Anmaßung sondergleichen, von Nichtgläubigen zu erwarten, dass sie die biblischen Lügenmärchen für die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit halten. Weltweit soll es rund 4.000 Götter geben ! Vermutlich sind es aber noch weitaus mehr. Die Annahme der Christenheit, dass ihr Gott der einzige und wahre Gott sei, ist daher nicht nur eine Anmaßung, sondern eine total bekloppte Behauptung. Wenn dann noch ein (angeblicher) Akademiker wie du diesem Hirngespinst Glauben schenkt, dann muß er nach den Gesetzen der Logik – zu einem anderen Schluß kann man gar nicht kommen – vermutlich doch ziemlich bekloppt sein.

    Gewissensfrage an den Prof. Dr. S.: Schon mal was von frühkindlicher Gehirnwäsche gehört, die in christlichen Kreisen weit verbreitet ist ? Die im frühen Kindesalter erfolgte Prägung lässt durchaus die Entwicklung von normaler Lernfähigkeit und Intelligenz zu. Eine Intelligenz allerdings, die nicht in der Lage ist, die frühkindliche Gehirnwäsche auszulöschen. Das gelingt nur, wenn der unbeschädigt gebliebene Teil des Gehirn zufällig seine Fähigkeit zum kritischen Nachdenken entdeckt und dieses neu programmieren kann. Ein Erkenntnisprozeß der dir bisher vorenthalten blieb !

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  13. Lieber Herr Prof. Schirrmacher, es ist zunächst die Sprache der Evangelikalen, ihr dogmatischer Impetus und ihre unabweisbare missionarische Ausrichtung, die vielfältige Gedanken des Widerstands naheliegend herausfordert. Daß Sie sich als Christ weder „total bekloppt“ noch „Unheil“ bringend vorkommen, muss nicht weiter erklärt oder gar analysiert werden, dafür liegen einschlägige Texte zuhauf vor. Die Einteilung der Welt in gut uns böse ist historische Präferenz religiöser Überzeugungstäter, die Differenzierung einer komplexen menschlichen Realität gehört dagegen zu den weniger beackerten Wissensfeldern dieser Spezies. Was auffällt: Sie demontieren die Vorwürfe nicht wirklich, sondern entledigen sich ihrer vermeintlich, indem Sie sie wenig subtil auf die Gegner des offenbar auch von Ihnen restlos für Gut geheißenen Alpha-und-Omega-Dogmatismus abladen. Zu guter Letzt ergehen Sie sich noch in einer phrasenhaften Abbildung von Welt und Moral, und schon glauben Sie, halbwegs Ernstzunehmendes repliziert zu haben. War das jetzt göttlich eingewiesene Argumentationsführung oder schlichtweg die leider viel zu spontane Abwehr eines sich übel provoziert fühlenden Evangelikalen?

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  14. @Schirrmacher
    Von Wissenschaft ist in dem Dokument nicht die Rede, nur von Gehirnwäsche als zwanghafte Verkündung des Evangeliums.

    Wissenschaft ist eine Ergebnis neutrale Methodologie des Zweifels, sie nutzt Theorien, Tests, Hypothesen, Fakten und Fossilien wieder und immer wieder auf der Suche nach begründbaren Erklärungen für eine allen Beteiligten frei zugängliche und beliebig nachprüfbare Realität. Forschendes Denken im Zweifel als zentrales Element neuer Erkenntnis reduziert Theologie zur Pseudo-Wissenschaft, die gegenseitig aus 4350 Religionen kopiert und dabei nicht lernfähig ist.

    Theologen studieren 4-8 Jahre Zombielogie unter Ausblendung historischer Fakten und moderner Wissenschaft. Dämonen werden durch Exorzismen verjagt, seit Jahrzehnten tote Könige regieren weiter über nicht existente Städte, heilige Propheten beten in nicht existenten Tempeln, Blinde können sehen, Lahme wieder gehen, Arme und Beine wachsen nach, Lebensmittel entstehen aus Nichts, Auserwählte wandeln auf dem Wasser, Tote werden wiedererweckt und geistern als Untote Tausende Jahre umher, gläubige Kannibalen fressen als Eucharistie Untote, Gottes perfekter Schöpfung Mensch muss man die Genitalien verstümmeln.

    Die Evangelikalen berufen sich auf Leute wie Wilberforce und verschweigen ganz verschämt ihren Glaubensgründer Luther, der als paranoider Macho und Antisemit der große Vordenker von NAZI-Größen wie Himmler, Heydrich und Hitler war – ein geistiger Brandstifter allererster Klasse

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  15. Tja, Bildung schützt vor Torheit nicht. Wie sonst könnte ein gebildeter Mensch unwissenschaftliche Behauptungen zu glauben und als Wahrheit akzeptieren? Wissen kann man sich aneignen, einen gesunden Menschenverstand muss man besitzen.

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  16. Lieber Argus7, ob jemand, der eine solche Sprache wie Du spricht, wirklich der Welt mehr Toleranz, Frieden und Gerechtigkeit bringen wird? Fühle mich nämlich als Christ gar nicht „total bekloppt“ und „arrogant“ und „Unheil“ bringend. Ich finde es schlimm, wenn wer auch immer „unseren Planeten zu dominieren versuchen“, aber du klingst auch nicht gerade zurückhaltend und differenzierend, eher die Welt wieder einmal fundamentalistisch in zwei Teile teilend, gut und böse. Die Welt ist nun mal wie sie ist und nur zusammen und im Respekt voreinander kann man auf ihr leben. Dein/Ihr Thomas Schirrmacher

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  17. Haben die religiotischen Missionare denn immer noch nicht genug Unheil in der Geschichte der Menschheit angerichtet ? Die Arroganz und Selbstherrlichkeit mit der diese total bekloppten Märchenerzähler unseren Planeten zu dominieren versuchen, fordert den Widerstand geradezu heraus !

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