Islamische Staaten geben Pläne für Blasphemie-Gesetze auf

Westliche Opposition hat es für islamische Staaten unmöglich gemacht, ein Verbot für Blasphemie, inklusive anti-islamische Videos und Karikaturen, durchzusetzen.

Der Leiter der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) hat bekanntgegeben, dass Bestrebungen zur Einführung eines weltweiten Blasphemiegesetzes durch die UN aufgegeben wurden.

Ekmeleddin Ihsanoglu sagte seine Vereinigung, bestehend aus 57 Staaten, werde nicht mehr Unterstützung der Vereinten Nationen gegen Beleidigungen von Religionen suchen. Der Widerstand westlicher Staaten – insbesondere den USA und Europa – machten die Erfolgsaussichten sehr gering.

„Wir konnten sie nicht überzeugen“, sagte Ihsanoglu. „Die europäischen Staaten stimmen nicht mit uns, die USA stimmt nicht mit uns.“ Die OIC hatte seit 1998 versucht ein UN-gestütztes Verbot von Blasphemie zu etablieren.

Das Umdenken kam, nachdem der tunesische Präsident Moncef Marzouki davor warnte, dass militante Islamisten eine große Gefahr für den Maghreb seien. Vorausgegangen war eine Welle von gewalttätigen Ausschreitungen – für die Salafisten verantwortlich gemacht werden – die gegen Videos, Karikaturen und die US-Botschaft gerichtet waren.

Quelle: National Secular Society

»Ad aspera ad astra« Sternenstaub oder Erdenstaub

Hubble Deep Space, zu sehen sind keine Sterne, sondern Galaxien, mit Milliarden von Sternen. bild: nasa

In perfekt klarer Nacht lassen sich am Himmel etwa 3.000 bis 6.000 Sterne mit bloßem Auge ausmachen. Für Jahrtausende war es das Abbild des gesamten Kosmos, und es erschien unvorstellbar, dass moderne naturwissenschaftliche Erkenntnisse eine ganz andere Realität zeigen würden. Es ist noch nicht lange her, da galt unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, als einzige Galaxie des gesamten Kosmos.

Ein Kommentar von Wolfgang JähnigAG Evolutionsbiologie

Im Jahre 1923 erkannte der amerikanische Astronom Edwin Hubble mit Hilfe eines neuartigen, riesigen Spiegelteleskops, dass es sich beim Andromedanebel um eine eigene Galaxie handelt mit unzähligen Sternen.

Mittlerweile stehen den Astronomen neben den landgestützten Teleskopen auch hochleistungsfähige Weltraumteleskope, wie z.B. das berühmte Hubble-Teleskop, zur Verfügung. Mit Hilfe der Rechenleistung von Supercomputern kann die Entstehung des Universums zurückverfolgt werden bis an den Rand des beobachtbaren Kosmos. Vorausgesetzt, die Lichtgeschwindigkeit mit annähernd 300.000 km pro Sekunde ist tatsächlich konstant, so muss die gerade noch beobachtbare äußerste Region mindestens 45 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt sein. Damit hat allein der beobachtbare Kosmos ein unvorstellbares Ausmaß. Astronomen schätzen, dass allein in unserer Galaxie über 100 Milliarden Sterne existieren, und es wird die Existenz von über 100 Milliarden Galaxien geschätzt (1). Bei alledem macht es der enorme Erkenntniszuwachs im Internet-Zeitalter für den wissenschaftlich interessierten Laien allerdings immer schwieriger, noch durchzublicken.

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Ingo Rust(SPD): Besondere Rechte der Kirchen nicht als Privilegien bezeichnen

Ingo Rust (SPD), Bild: diesseits.de

Ingo Rust, Landtagsmitglied in Baden-Württemberg und Staatssekretär im Finanzministerium des Bundeslandes, hat sich dagegen ausgesprochen, Sonderrechte der Kirchen Privilegien zu nennen.

diesseits.de

„Leistungen oder Sonderbehandlungen für die Kirchen haben ihre gesetzlichen oder vertraglichen Grundlagen, die ihren Sinn und Zweck für die Gesellschaft im Ganzen haben“, zitierte der epd am Sonntag den 34-jährigen Staatssekretär, der seit dem vergangenen Jahr auch das Gebetsfrühstück von Stuttgarter Landtagsmitgliedern leitet. Laut Rust sei es daher falsch, wenn die besonderen Rechte der Kirchen in Deutschland als Privilegien bezeichnet werden.

Hintergrund von Rusts Forderung ist die laufende Debatte um die zahlreichen Sonderrechte und Ansprüche, die den Kirchen in der Vergangenheit eingeräumt wurden. Dazu gehört unter anderem die Aufhebung von Grundrechten der Angestellten von Einrichtungen in Trägerschaft von Diakonie und Caritas, die staatliche Besoldung von Bischöfen und Kardinälen oder die Möglichkeit, Religionsunterricht ab der ersten Klasse auch in staatlichen Schulen durchzuführen.

Kreuzzug gegen den Vatikan: Modernisten vs Erzkonservative

Bild: profil.at

Nach dem ertrotzten Rücktritt des designierten Bischofs Gerhard M. Wagner haben die Modernisierer Oberwasser: Widerstand lohnt sich – selbst gegen den Papst. Der konservative Kirchenflügel ist in Aufruhr.

Von Herbert Lackner und Otmar Lahodynskyprofil online

Eigentlich wollte man über Psalmen und deren spirituellen Gehalt diskutieren, aber die Tagesordnung war schon Makulatur, bevor sich die zwei Dutzend Aktivisten von „Wir sind Kirche“ in der Pfarre St. Gertrud überhaupt zusammensetzten. Statt frommer Gesänge durchwehte vergangenen Mittwoch ein Hauch von Aufstand den Bibelabend der Laien- und Priesterbewegung im tiefbürgerlichen Wiener Bezirk Währing. „Es ist ja auch einmalig in der Kirchengeschichte, dass sich das Kirchenvolk gegen den Papst durchsetzt“, meint ein Aktivist, Zivilberuf Personalberater, verhalten triumphierend. Jetzt müsse man die Gunst der Stunde nützen: „Es ist ja wie der Kampf David gegen Goliath, aber jetzt haben wir die Chance auf tief greifende Veränderungen“, glaubt eine kämpferische Pensionistin.

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Positive Energien und das Recht auf Dummheit

Jürgen Friedmann schlägt die Schale: Auch die Klangschalen-Therapie wird auf der Messe für Lebensförderung vorgestellt.Foto: Denis de Haas

Ob Orakel, Pendel oder Räucherstäbchen – mit Esoterik möchte Jürgen Friedmann nichts zu tun haben. Der 51-jährige Verlagskaufmann arbeitet nebenberuflich als Energetischer Therapeut und veranstaltet am 28. Oktober die erste Gesundheits-Messe für alternative Heilmethoden im Schloß Broich .

Von Kristina Mader – DERWESTEN

Hochzeiten, Konzerte oder Geburtstage werden häufig im Schloß gefeiert. Dass nun eine Messe in dem alten Gemäuer aufschlägt ist eine Premiere. „Auf der kompletten oberen Etage stellen 25 Aussteller aus“, erklärt Jürgen Friedmann. In Heißen hat der 51-Jährige seine Praxis, in der er Klienten einmal in der Woche, immer samstags, behandelt. Das macht er neben seinem Job als Verlagsangestellter. Wie kam er darauf?

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Malala Yousafzai: Taliban verteidigen Attentat

Demonstration in Islamabad für angegriffene Schülerin Yousafzai: Taliban rechtfertigen sich. AFP

„Sie hat den Tod verdient“: Die Taliban in Pakistan haben ihre Attacke auf eine 14-Jährige gerechtfertigt. Malala Yousafzai, der die Islamisten in den Kopf schossen, sei eine Spionin des Westens. Die Regierung in Islamabad setzte ein Kopfgeld aus.

SpON

Die pakistanischen Taliban haben ihren Angriff auf eine 14-jährige Kritikerin der radikal-islamischen Bewegung verteidigt. Malala Yousafzai sei eine Spionin des Westens, hieß es am Dienstag in einer Erklärung. „Der Islam befiehlt den Tod für Spione des Feindes.“ Man habe sie ins Visier genommen, „weil sie sich gegen die Taliban aussprach, während sie mit schamlosen Fremden saß und den größten Feind des Islam, (US-Präsident) Barack Obama, verherrlichte“.

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