Ruhrbischof Overbeck: Reformen als unglaubwürdige Wunder


Franz-Josef Overbeck beim 97. Deutschen Katholikentag 2008 in Osnabrück, Bild: wikipedia

Frauenpriestertum, Pille, Zölibat – die starre Haltung des Vatikan gegen Reformen lässt viele Katholiken verzweifeln. „Warum soll ich mich festkämpfen an Punkten, die auf absehbare Zeit nicht zu ändern sind?“, fragt Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck. Ein Interview.

WAZ

Er wurde in Marl geboren, studierte in Rom Theologie und Philosophie und wurde 1989 von Kardinal Joseph Ratzinger, dem heutigen Papst, zum Priester geweiht. Franz-Josef Overbeck (48) ist seit fast auf den Tag drei Jahren Bischof von Essen. Walter Baus prach mit dem Ruhrbischof über die wachsende Kluft zwischen Amtskirche und Gläubigen – und wie er diese Entfremdung stoppen will.

Herr Overbeck, braucht die Katholische Kirche 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil einen neuen Reformschub, so wie 1962?

Franz-Josef Overbeck: Einspruch! Das II. Vaticanum war kein einfaches Reformkonzil, sondern ein Konzil, das die Lebenskraft der Kirche mit Blick auf das Heute stärken und entfalten wollte.

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2 Comments

  1. Overbeck krampft sich fest, allerdings nicht am Glauben oder der Leere im Vatikan. Nein, für ihn zählt nur der 9.000 € Job und die spätere Pension wie bei Mixa etwa 7.000 €. So etwas gibt man nicht aus Gewissensgründen auf sondern lügt dafür wie ein Weltmeister ganz ohne Gewissen.

    Bischof Overbeck: „Die Anwendung von Gewalt bedürfe eines gefestigten Gewissens und eines klaren Charakters sowie Gottvertrauen.“
    Ich würde an seiner Stelle einmal in den Spiegel schauen – nicht etwa die Zeitung

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  2. „Warum soll ich mich festkämpfen an Punkten, die auf absehbare Zeit nicht zu ändern sind?“
    Recht hat er.
    Und warum soll ich mich mit so einer Kirche abgeben? Und tschüss…

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