Kirche will Mehrheit von Uruguays Abgeordneten exkommunizieren


foto: reuters/stappf
Senatoren stimmen für das neue Abtreibungsgesetz, die Kirche will sie exkommunizieren

Die katholische Kirche in Uruguay erwägt nach einem Bericht der Tageszeitung „El Observador“ (Donnerstag) die Exkommunizierung von Parlamentariern, die für das neue Abtreibungsgesetz gestimmt haben.

derStandard.at

„Die automatische Exkommunizierung erfolgt, wenn eine Person eine Abtreibung direkt unterstützt, und dies ist eine direkte Unterstützung“, zitiert das Blatt den Generalsekretär der Uruguayischen Bischofskonferenz, Bischof Heriberto Bodeant.

Der Senat Uruguays hatte am Mittwoch einem Abtreibungsgesetz zugestimmt. Uruguay ist damit nach Kuba und Guyana das dritte Land innerhalb Lateinamerikas, das einen Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten zwölf Wochen legalisiert hat.

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1 Comment

  1. Es lebe die Römisch-Katholische (Doppel)Moral!

    1.) Die Priester, der kleine Kinder sexuell missbrauchen, werden – wie bei uns heute noch üblich – von den Bischöfen geräuschlos versetzt – oder wie in den USA, wegen der aufgebrachten Öffentlichkeit finanziell abgefunden. Obwohl diese Verbrechen innerhalb der RKK seit 1600 Jahren aktenkundig sind, werden die Täter von der Kirche immer noch sozial umsorgt, aber immer ’niemals exkommuniziert‘.

    2.) Ein vom Volk gewählter Abgeordneter, der auch Frauen die vollen Menschenrechte zuerkennen will – um z. B. nach einer Vergewaltigung die Not zu mildern, wird von der gleichen mittelalterlichen vatikanischen Mannerclique – die beim Kindsmissbrauch bisher weggeschaut hat – mit Exkommunikation bedroht….für Gläubige, so eine Art moderner, virtueller Scheiterhaufen. 😉

    Bei den gestrauchelten eigenen Männern ist man seit Jahrhunderten nachsichtig; aber wenn’s um mehr Rechte für Frauen geht – die ja nach Meinung der Kirche nur dienen sollen- hört die Nachsichtigkeit auf. Ob das wohl Sexismus ist ?

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