Kreuz.net-Hetze gegen Dirk Bach ist keine Ausnahme


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Die katholische Rechte in Deutschland sammelt sich um die menschenverachtende Seite kreuz.net. Durch einen ekelerregenden Artikel über den Tod des Komikers Dirk Bach rückt dies nun wieder in den Fokus medialer Beachtung. Doch kreuz.net ist nicht die Ausnahme.

Von Philip SaßPublikative.org

Nach der Veröffentlichung eines kreuz.net-Artikels zum Tode des Komikers und Moderators Dirk Bach ging eine Welle der Empörung durchs Internet: Entsetzen mischte sich mit Wut und ungläubigem Staunen. Konnte der „Nachruf“ namens „Jetzt brennt er in der ewigen Homo-Hölle“ tatsächlich ernst gemeint sein, oder handelte es sich bei kreuz.net nicht doch eher um eine Satireplattform? Dass sich die Deutsche Bischofskonferenz nach Bekanntwerden des beleidigenden kreuz.net-Artikels über Dirk Bach postwendend von der Seite distanzierte, ist gut, aber zu wenig. Die neuen Versuche, die Verantwortlichen des rechtsradikalen Portals ausfindig zu machen, dürften unterdessen zum Scheitern verurteilt sein

Auf Facebook wurden in wenigen Tagen dutzende neue Gruppen mit Titeln wie „Kreuz.net wird dicht gemacht“ oder „Abschaltung des Portals kreuz.net in Deutschland“ erstellt, überregionale Zeitungen berichteten und auf Twitter gaben einige User/innen bekannt, Strafanzeige gegen kreuz.net gestellt zu haben. Dieser Aktionismus mag gut gemeint sein, er wird indes vermutlich fruchtlos bleiben: Denn schon seit Jahren wird eifrig versucht, die Verantwortlichen der Seite ausfindig zu machen und vor Gericht zu stellen. Da die Server nicht in Deutschland stehen und völlig unklar ist, wer kreuz.net betreibt, waren die Erfolgsaussichten bislang sehr übersichtlich. Inwiefern sich das mit dem „Kopfgeld“ ändert, das der Bruno Gmünder Verlag auf Informationen über die kreuz.net-Macher ausgesetzt hat, bleibt abzuwarten.

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