Vatikan warnt vor nicht anerkannten Ritterorden


Bild: eigel.net

Klarstellung, weil es zu Täuschungen u.a. durch „Templer“ kam

kathweb

Der Vatikan hat die Katholiken vor kirchlich nicht anerkannten Ritterorden gewarnt. Der Heilige Stuhl erkenne die eigenen vatikanischen Ritterorden an – Orden der Christusritter; Orden vom Goldenen Sporn; Piusorden; Gregoriusorden; Silvesterorden -; darüber hinaus gebe es die Anerkennung nur für zwei weitere Orden: den Souveränen Malteser-Ritterorden und den Orden vom Hl. Grab in Jerusalem (Grabesritter), heißt es in einer Mitteilung des vatikanischen Staatssekretariats.

Alle anderen Rittergemeinschaften besäßen keine kirchliche Anerkennung, ihre Dokumente und Auszeichnungen hätten keine kirchliche Gültigkeit, sie dürften keine Spenden sammeln. Prinzipiell sollten ihnen keine Kapellen oder Kirchen zu sogenannten Investiturfeiern zur Verfügung gestellt werden.

weiterlesen

1 Comment

  1. Die Deutschen Ordenritter waren nach 1250 n.C. nach ihrem Rauswurf aus Palästina ein vorbildlicher kirchlicher Zusammenschluß von Räubern, Dieben und Mördern, deren einziges Ziel es war den kleinen Mann auszuschlachten (Regesten des Ritterordens)

    Bei der Huldigung (Audienz) für den Hochmeister Ludwig von Erlichshausen auf der Tagfahrt (Inspektionsreise) zu Elbing sagt der Hochmeister zu,
    – alle bei ihren Rechten zu lassen und gegen Gewalt zu schützen;
    – jährlich einen Richttag abzuhalten mit Prälaten, Landen und Städten;
    – Privilegien und Freiheiten der Untertanen zu mehren, nicht zu mindern.

    Dies wurde nicht eingehalten; vielmehr wurden die Stände vor den Kaiser geladen; dort von den Gebietigern beleidigt, ohne dass der Hochmeister einschreitet. Zudem sind sie als Eidgenossen bezeichnet und mit Unehre behandelt worden; den Gesandten ist Raub und Mord geschehen. Die durch den Komtur von Graudenz angekündigte Besetzung der Ordenshäuser eben doch aus Misstrauen, der Hochmeister soll sie abstellen. Es ist eine Unterstellung, dass sie sich bewaffnet zu Graudenz versammeln wollten. Verweisung an den Kaiser geschieht ihnen zu Schmach und Hohn.
    1. Heinrich von Plauen: plant 1411 Vorgehen gegen Untertanen in Thorn
    2. Heinrich von Plauen setzt Thorner Rat ab.
    3. Heinrich von Plauen zwingt Ritter, Knechte und Städte zur Abgabe von silbernem Geschmeide.
    4. Thorner Hauskomtur Wilhelm vom Stein ertränkt Bürger, um Frauen zu haben.
    5. Kellermeister Schönsee, Herr Ambrosius, ermordet Hans Osterwitz.
    6. Vergehen gegen Frauen von Untertanen, die im Auftrag des Meisters unterwegs waren (Pomersheim)
    7. Vergehen gegen Kinder guter Leute, Geldstrafe gegen Eltern (Tuchel, Rabenstein)
    8. Ermordung Johanns von Dalen aus Livland in Einsiedel, im Stall begraben.
    9. Komtur von Elbing inhaftiert Bürger wegen Appellation an den HM.
    10. Bürger von Konitz gegen Recht und Entscheidung Sigismunds verurteilt
    11. Ermordung von Danzigern auf dem Schloss, die im Vertrauen darauf dorthin gingen: Conradt Letzkow, Arndt Hecht, Bartolomeus Grose (Bürgermeister und Ratsherr)
    12. Studenten aus Livland wegen Streit mit Rigaer Domherren an lit. Küste ermordet
    13. Geplanter Überfall auf Ritter und Knechte aus dem Kulmer Land
    14. Ermländischer Bischof (einst Propst) trägt Schuld am Verbrennen des K.L., da er nicht den Waffenstillstand unterzeichnete
    15. Kellermeister von Roggenhausen (von Elnisch) entführt eine Jungfrau
    16. In Graudenz steigt ein Ordensherr (Camerawer) zum Dach ein und stirbt.
    17. Pfleger zu Neidenburg (Kynsberger) ließ einem Mann die Hände abhauen, obwohl
    der Betroffene nicht geklagt hatte
    18. Derselbe lässt Koch wegen Diebstahls hängen, obwohl dieser Beweise bringen will
    19. Rechtsbrüche des Ordens; wer appelliert, wird in den Turm geworfen
    20. Hohe Bußen genommen
    21. Güter in Pommerellen nach Magdeburgischem Recht der Familie entzogen, obwohl noch männliche Erben (Brüder, „Magen“, Vetter) da sind
    22. Orden gibt Güter an Diener und ziehen nach deren Tod das Erbegeld ein
    23. Rittern ohne Erben wurde nicht erlaubt, ihr Gut zu verkaufen
    24. Unrecht gegen die Untertanen, so gegen Nitze von Rehnitz, Niclos Pfeilsdort, Eberhard Kuneszecke, Crawze Otto, Sbelute, einen von Pommerheim zu Konitz Geköpften, zu Danzig CL, AH, BG (getötet) und andere (zu Unrecht inhaftiert)
    25. Zu Fischau wird Rutcher gefangen und ertränkt, weil er an die Kurie appellieren w.
    26. Unrechte Gefangennahme: Hans Hezelecht; Schulze von Neidenburg
    27. Tham von Sponheim, Ktr von Danzig, setzt seinen Kämmerer in das Gut Close, vertreibt unmündige Erbin
    28. Kirszkorb. Ktr Danzig, nimmt Gut Beschaw für 50 statt 300 m., an Kämmerer
    29. Hansel, Ktr Schwetz, dgl. Pnewen, Töchter ermordet bzw. prostituiert
    30. Paul von Rusdorf, dgl. Dolsko, Erbin 70 m. versprochen, nicht bezahlt
    31. Michael Küchmeister erhöht Zehnten für pommerellische Ritter und treibt sie in einen neunjährigen Bann und Kosten von rund 100000 Gulden.
    32. Paul von Rusdorf nimmt Gut Zelislaw von Tochter weg
    33. Kulmer Handfeste sagt silberne Münze und flämische Elle zu; unter Heinrich von Plauen und MiKü wurde diese Münze kupfern, während der durch die Stände erweitere „Hauptstuhl“ vom Münzmeister für Wucher genutzt wurde
    34. Flämische Landelle verkürzt, so dass aus vier fünf Hufen wurden, höhere Abgaben
    35. Fischereirechte entgegen Kulmer Handfeste eingegrenzt (kleines-großes Fangzeug)
    36. Fortzahlung von Schalwenkorn und Wartgeld nach Ende des Krieges gg. Litauen
    37. Mahlfreiheit und freier Mehlverkauf durch PvR gestattet, nicht eingehalten
    38. Fischereirechte der Elbinger im Elbingfluss, Drausen und Haff verkürzt
    39. Orden bemächtigt sich eines Teils der Mauer, eines Turms und Tors von Elbing
    40. Zollfreiheit der Elbinger in Pommerellen missachtet
    41. Orden dingt Johann Szernowski gegen Hans und Gabriel von Baysen
    42. Orden nimmt Hans von Klein Komorzky ein Dorf und 12 Hf. eines anderes Dorfs
    43. … und bauen auf seinem Grund eine Mühle, gegen seine Handfeste.
    44. Orden nimmt Otte (von Czeise?) Stute (?) und Heide.
    45. Orden nimmt Tucholke Güter und Wald bei Dirschau, geben anderes Gut.
    46. Orden nimmt Sander ein von ihm geerbtes Gut und 4 Hf. zu Oderaw
    47. Orden nimmt Malachin ein Gut, das Verwandten von einem Diener kaufen mussten.
    48. Orden nimmt Steffan Poszkotz eine Mühle bei Saborn.
    49. Orden nimmt Kartzewski ein Gut im Schwetzer Gebiet.
    50. Pommersheim ließ den Bruder Jacobs von Nawenhofe zu Unrecht köpfen und nahm Vater und Bruder in die Pflicht.
    51. Orden nimmt Hans vom Schonberge 900 Schafe, Wiese, beweglichen Besitz.
    52. Orden nimmt Samerth Bienenstöcke im Hegewald, dazu einen Bach.
    53. Orden nimmt Weitstock die Fischerei.
    54. Orden nimmt Scarpa ein Gut Mocke und setzen Schwiegervater in den Turm.
    55. Orden nimmt Jorge Trebenitz eine halbe Mühle und einen Hammer an Fließ.
    56. Trotz Huldigungszusagen der Hochmeister wurden nur unter Paul von Rusdorf Richttage gehalten, nicht unter Ludwig von Erlichshausen.
    57. Entgegenkommens Pauls von Rusdorf im Streit der Konvente schafft Ungleichheit und stärkt die Komture von Elbing und Christburg
    58. Deshalb klagen Gebietiger und Konvente vor den Ständen, fordern Gleichheit.
    59. Diese sagen Hilfe zu, fordern Leitung des Ordens und der Lande durch zwei Pers.
    60. Auch der Hochmeister bittet um Hilfe, die ihm Ritter und Städte zusagen.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.