Iran: Als Atheist in der Theokratie leben


Bild: news.bbc.co.uk

Atheisten droht im Iran die Todesstrafe. Aber immer mehr Iraner bekennen sich zu ihrem Nichtglauben – wenn auch nicht öffentlich.

Von Marcus LattonZEIT ONLINE

Den Tag, an dem Ali Ebrahimi* eingeschult wurde, bezeichnet er als den Beginn einer religiösen Gehirnwäsche. Koransuren, heroische Erzählungen über den Propheten Mohammed, rigorose Moralpredigten: In iranischen Lehrplänen nimmt der Islam viel Platz ein. Ebrahimis Eltern, säkulare Akademiker, hielten während der Islamischen Revolution 1979 loyal zum Schah-Regime. Sie schworen ihn früh darauf ein, vor seinen Lehrern keine Kritik an der Staatsreligion Islam zu äußern. „Erzähle ihnen das, was sie hören wollen“, sagten sie ihm. Und vor allem: „Sag niemals, dass du nicht daran glaubst.“

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