Rupert Sheldrakes Abrechnung mit dem „Wissenschaftswahn“


Rupert Sheldrake: Der Wissenschaftswahn. Warum der Materialismus ausgedient hat. Droemer/Knaur Verlag, München, 491 Seiten, ISBN 978-3.426-29210-5

Der britische Biologe Rupert Sheldrake ist Häretiker aus Passion. In seinem neuen Buch „The Science Delusion“ rechnet er mit dem Materialismus der etablierten Wissenschaft ab – und erntet dafür überraschend respektvolle Aufmerksamkeit.

Von Ingrid StaehleSCIENCE ORF.at

Das Buch entwickelt sich zum Bestseller und kann als implizite Antwort auf den Apologeten des Darwinismus, Richard Dawkins, gelesen werden. Letzterer hat vor ein paar Jahren seinerseits eine große Abrechnung abgeliefert, und zwar mit der Religion: Nach Dawkins‘ „Gotteswahn“ folgt nun Sheldrakes „Wissenschaftswahn“.

„Feind der Vernunft“

„Ein Buch für den Scheiterhaufen“ nannte das Wissenschaftsmagazin „Nature“ im Jahr 1981 Rupert Sheldrakes Erstling „Das schöpferische Universum“. Darin hatte er seine provozierende Hypothese allgegenwärtiger „morphogenetischer Felder“ als Grundlage der Entstehung der Formen in der Natur vorgestellt. Fortan war der als brillanter Kopf in Cambridge und Harvard ausgebildete und promovierte Forscher ein Ausgestoßener der Wissenschaftsgemeinde und wurde als mystischer Schwärmer und „Feind der Vernunft“ (Dawkins) denunziert.

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