Die monotheistischen Zombie-Kulte

Zombies, fiktive Figuren von zum Leben erweckten Toten oder aber ihrer Seele beraubten, willenlosen Wesen. Der Begriff hat seinen Ursprung in Zentralafrika und gemeinhin wird angenommen, Zombies sind Gegenstand „wilder“ Religionen aus Afrika oder aber des Voodoo-Kultes.

Noch bis ins 18. Jahrhundert herrschte auch in der mitteleuropäischen Bevölkerung große Angst vor der Wiederkehr Verstorbener. So war eine Aufgabe der Totenwache, einen vermeintlichen Verstorbenen zu erschlagen, wenn er sich von dem Totenbett erheben sollte. Dies kam durchaus vor, denn die Methoden, den Tod festzustellen, waren unzuverlässiger als heute.

Weiterlesen „Die monotheistischen Zombie-Kulte“

Die Süddeutsche Zeitung: Der mediale „Antichrist“

Bild: sz/google+

In dem Artikel “Methoden an evangelischer Privatschule” vom 19.10.2012 lässt die Süddeutsche Zeitung eine Journalistin (wichtig, denn bei Frauen ist die Beißhemmung geringer, und daher wurden in der Vergangenheit regelmäßig Frauen mit solchen Artikeln losgeschickt) indirekt ein Verbot des Christentums fordern.

TheoKonservativBlog für biblisch fundierte Politik

Es geht in dem Plädoyer, das im Gewand eines Berichtes über eine einzelne christliche Privatschule daher kommt, um die Kritik an Christen, für die die Bibel maßgeblich ist, die an Himmel und Hölle glauben, an Gott und den Teufel, an Gott den Schöpfer und an eine christliche Sexualethik (gerade das geht natürlich gar nicht). Natürlich verbietet sie nicht direkt und ausdrücklich das Christentum, weil sie sonst ein Fall für den Verfassungsschutz wäre, aber wer den Artikel aufmerksam liest, merkt, dass es keine andere Deutungsmöglichkeit gibt, als das Verbot des Christentums:

Der Artikel endet mit der drohend in der Schwebe gelassenen Zielsetzung des Vereins “Die Wende“, der sich die “geistig-kulturelle Erneuerung Deutschlands” vorgenommen habe. Interessant ist, wie dieses Zitat rhethorisch eingebettet wird: Der Schulleiter “musste zugeben” (wie ein Ganove, der beim Handtaschenklau erwischt wurde), dass er auch Vorsitzender dieses Vereins ist, was offenbar in den Augen der SZ kritikwürdig ist. Oder anders gesagt: die SZ vertritt die Meinung (in einem Bericht), dass Christen keinen Einfluss nehmen dürfen. Es wäre also naiv zu glauben, es gehe wirklich um diese Schule.

weiterlesen

Humanismus und Rechtskultur

Bild: diesseits.de

Es gibt keinen Humanismus ohne Humanität, ohne Barmherzigkeit. Der Begriff „Menschenwürde“ wurde in der Antike entdeckt, in der Renaissance wieder angeeignet, Ende des 18. Jahrhunderts erstmals in individuelle „Menschenrechte“ gegossen. Hier setzte dann das Streben nach Humanisierung des Rechts ein. Eine Konferenz geht dem nach.

Dr. Horst Groschoppdiesseits.de

Goethe berichtet um 1820 in den Wanderjahren vom Streben nach „menschlicher Behandlung der Gefangenen“, dem Streben, „gegen Schuldige gelind, gegen Verbrecher schonend, gegen Unmenschliche menschlich zu sein“. Das klingt wie in aktuellen Debatten, was den Umgang mit Gefangenen überall auf der Welt und auch hierzulande betrifft, denken wir nur an das Thema „Sicherungsverwahrung“.

Woran misst sich hier das Menschliche? Was sind die Kriterien? Welche Rechtsfelder wären zu bearbeiten, wenn es um humane Lösungen gesellschaftlicher Widersprüche geht – über das Problem des Umgangs mit Verurteilten hinaus? Wie steht es heute um die Menschenwürde in unserer Rechtskultur? Wie sind Grenzfälle zu bewerten im Streit der Ethiken? Ist das Ziel gar ein humanistisches Recht? Letzteres ist sicher strittig und dürfte nicht verwechselt werden mit „humanem“ Recht.

weiterlesen

Mutter Theresa: Todesengel von Kalkutta in der Washington National Cathedral

Bild: National Cathedral

Am gestrigen Tage wurde in einer besonderen Abendandacht, in der Washington National Cathedral, die Statue der verstorbenen Mutter Theresa feierlich eingeweiht.

Nun steht sie im Portal der „Menschenrechte“ der Kathedrale, gemeinsam mit Erzbischof Óscar Romero, der ehemaligen First Lady Eleanor Roosevelt, dem ehemaligen Dom Dechanten und Bischof von Washington John T. Walker und der Bürgerrechtskämpferin Rosa Parks. Für letztere dürfte melancholische-hundstreue Blick des Todesengels eine Beleidigung sein. Selbst Befreiungstheologe Oscar Romero, der von der Junta in El Salvador ermordet wurde, passt schlecht ins Bild.

Zu Rosa Parks eine kleine Erinnerung:

wikipedia

Die Afroamerikanerin wurde am 1. Dezember 1955 in Montgomery, Alabama verhaftet, weil sie sich weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen. Dies löste den Montgomery Bus Boycott aus, der neben den Protesten im Fall Emmett Till als Anfang der schwarzen Bürgerrechtsbewegung gilt, die das Ende der sog. Jim-Crow-Gesetze herbeiführte.

Zum Todesengel von Kalkutta der Epilog von Christopher Hitchens:

Atlanta: Prediger wird in einer Mega-Kirche erschossen

World Changers Church, Bild: Augustin L./yelp.com

Blutbad in einer der größten Kirchen der USA: Ein Ex-Mitarbeiter der „World Changers Church“ in Atlanta hat während eines Gottesdiensts einen Mann getötet. Dann floh er im Getümmel der Rettungswagen.

DIE WELT

Eine US-Gemeinde steht unter Schock: Der 52 Jahre alte Floyd P. soll im Bundesstaat Georgia seelenruhig mit der Waffe in eine Kirche spaziert sein und einen 39-Jährigen erschossen haben, als dieser gerade einen Gottesdienst leitete. Danach habe der Täter das Gebäude in Atlanta ebenso ruhig verlassen, wie er gekommen sei, und verschwand.

Der Mann stieg in seinen schwarzen Subaru und konnte im Getümmel der heranfahrenden Polizei- und Rettungswagen flüchten. Erst mehrere Stunden nach der Schießerei wurde er festgenommen, berichten US-Zeitungen wie die „Baltimore Sun“ und „Atlanta Journal Constitution„.

weiterlesen