„Gott ist als eine Person mit einer Biografie zu denken“


Der evangelische Theologe Stephan Schaede kritisiert, dass in seiner Kirche immer mehr die zentrale Botschaft verdunkelt wird: Gott muss als Person mit einer Biografie gedacht werden.

Von Matthias KamannDIE WELT

Fünf Jahre sind es noch bis zum großen Jubiläum der Protestanten: 2017 jährt sich zum 500. Mal der Beginn der Reformation durch die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen gegen den kirchlichen Ablasshandel im Jahr 1517. Doch das Reformationsjubiläum bereitet den Evangelischen Schwierigkeiten. Nicht nur weil sie nicht recht wissen, wie sie Luthers Kernbotschaft von der Rechtfertigung des sündigen Menschen durch die göttliche Gnade den Bürgern nahebringen sollen in einer Zeit, in der zumal die ostdeutschen Kernregionen des Protestantismus immer mehr entkirchlichen. Vielmehr fällt es auch vielen evangelischen Christen selbst schwer, offen und im Einklang mit der biblischen Überlieferung von Gott zu reden.

Die Welt: Herr Schaede, in Europa und besonders in Ostdeutschland schwindet der Glaube an den persönlichen Gott der Juden und Christen. Verschwindet die Religion?

Stephan Schaede: Religiosität ist nicht daran gebunden, dass man an einen persönlichen Gott glaubt. Religiosität zeigt sich bei vielen Menschen heute etwa auch dadurch, dass sie an eine höhere unpersönliche Kraft oder Energie glauben.

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8 Comments

  1. Gott handelt. Gott redet. Gott liebt. Gott hoert. Gott sieht. Gott heilt. Gott vergibt. Gott segnet. Gott straft. Gott flucht. Gott ist immer gerecht!

    Sorry Joe, aber du bist anscheinend tatsächlich mehr als reif für einen Besuch beim Psychiater, wenn du das alles tatsächlich ernst meinst.

    Nirgendwo auf der Welt ist dein Hampelmann-Gott bisher jemals sichtbar in Erscheinung getreten. So zu tun, als wäre dem aber so, grenzt wirklich an abgrundtiefen Schwachsinn.

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  2. Stimmt nickpol und das ist, wie bei den meisten Religioten, auch bei den meisten „Heiligen der letzten Tage“ so. Es ist auch nicht zu erwarten, dass nach dem Ablauf der mormonischen, zweijährigen Vollzeitmission, bei unserem Josef irgendeine Besserung eintritt.

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  3. Jesus ist die Wahrheit in Person. Als Geist der Wahrheit ist er selbst weiterhin bei seinen Jüngern. Der Herr steht mir zur Seite und mich unterstuetzt.

    Allein mit meiner Kraft könnte ich in dieser Welt nicht bestehen. Ich brauche einen Anwalt, einen Beistand, einen Helfer und Tröster. Und den haben ich auch. Ich stehe nicht allein, denn im Heiligen Geist steht Jesus neben mir als lebendiger liebender gnaediger Gott.

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  4. Science doesn’t make God unnecessary at all. On the contrary it supports the biblical testimony that God is wonderous and praiseworthy.

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  5. Ein unglaubliches Geschwafel, eine Aneinanderreihung willkürlich ausgedachter Behauptungen über seinen phantasierten bronzezeitlichen Übervater. Ich habe es inzwischen aufgegeben, mit solchen Leuten zu diskutieren. Es ist aussichtslos. Man kann sie um des gesellschaftlichen Friedens willen nur tolerieren im Sinne von ignorieren. (Meine Befürchtung allerdings ist, dass sie nie aussterben werden, sie sind ja kraft ihrer Ideologie unsterblich!) Versuchen sollte man allerdings, möglichst viele seiner potentiellen Opfer zu informieren im Sinne von aufklären. Aufklären erstens über die Unglaubwürdigkeit und in weiten Strecken die Inhumanität der Bibel als Grundlage seines Glaubens. Zweitens: Die archaische Opfermythologie der christlichen Botschaft, die zu akzeptieren eines heutigen Menschen unwürdig ist. Drittens: Die desaströse Bilanz der Geschichte der Kirche bis heute (Kindesmissbrauch, kirchliches Arbeits(un)recht z.B.), die ihr jede moralische Glaubwürdigkeit nimmt. Christentum und Kirche bilden daher meiner Überzeugung nach – und er scheint es selbst auch zu ahnen – ein Auslaufmodell, verbunden mit einem Auslaufprozess, der sich leider über viele Jahrzehnte noch hinschleppen wird.

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  6. Zum Jubileum wird wie üblich Bilanz gezogen, was hat der Antisemit und paranoide Irre Luther in 500 Jahren erreicht

    Martin Luthers Schriften und christliche Kriege sind extreme Hassorgien von den frommen Jubelchristen der EKD usw. wissentlich verschwiegen:
    “In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, daß Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.”
    „Denn die Hand, die das Schwert führt und tötet, ist dann auch nicht mehr eines Menschen Hand, sondern Gottes Hand, und nicht der Mensch, sondern Gott henkt, rädert, enthauptet, tötet und führt den Krieg. Das alles sind seine Werke und sein Gericht. …….“

    Martin Luther formuliert erstmalig 1546 n.C. im Pamphlet „Von den Jüden und ihren Lügen“ den christlichen Antisemitismus unwissentlich als Vordenker von NAZI Reichsleiter Heinrich Himmler und Reinhardt Heydrich für deren Programm zur „Endlösung der Judenfrage“:
    „(1) Erstlich, daß man ihre Synagoga oder Schulen mit Feuer anstecke und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacken davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien und solch öffentlich Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilligt haben..
    (2) Zum anderen, daß man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben dasselbige drinnen, was sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun.
    (3) Zum dritten, daß man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein.
    (4) Zum vierten, daß man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren.
    (5) Zum fünften, daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe. Denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herrn noch Amtleute noch Händler oder desgleichen sind. Sie sollen daheim bleiben.
    (6) Zum sechsten, daß man […] nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold und lege es beiseite zum Verwahren. Und ist dies die Ursache, alles was sie haben haben sie uns gestohlen und geraubt durch ihren Wucher.
    (7) Zum siebten, daß man den jungen starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen. Man müßte ihnen das faule Schelmenbein aus dem Rücken vertreiben.

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