Progressisten und Traditionalisten liegen der selben Anstalt


Konzil muss als Hermeneutik der Reform, Verbindung von Kontinuität und Erneuerung interpretiert werden

Von Jan BentzZENIT

Im Rahmen der 13. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode im Vatikan hatte ZENIT Gelegenheit, mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch, zu sprechen.

ZENIT: Haben Sie in der Vergangenheit bereits an Synoden teilgenommen? Wie sehen Sie den bisherigen Verlauf, gab es positive oder negative Überraschungen?

Kardinal Kurt Koch: Dies ist bereits die vierte Synode, an der ich teilnehme. An zwei Synoden habe ich als Bischof von Basel teilgenommen, nämlich an der außerordentlichen Synode über Europa und dann an der Synode über das Wort Gottes 2008. In meiner neuen Aufgabe habe ich an der Synode über den Mittleren Orient teilgenommen und jetzt an derjenigen über die Neuevangelisierung. Es ist eigentlich immer der gleiche Ablauf, aber bei einer Weltbischofssynode ist es außerordentlich interessant, die ganze Welt anwesend zu haben. Die Erfahrungen aller Bischöfe wahrnehmen zu können, ist schon etwas Besonderes, und dabei zu erfahren, wie verschieden die Kirche in der Welt ist und wie ähnlich dennoch die Problematiken sein können.

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