Studie: Die Bundeswehr und der Klimawandel

Braut sich im Nahen Osten und Nordafrika etwas zusammen? Eine Studie der Bundeswehr sieht wegen des Klimawandels Gefahren für Frieden und viele Großprojekte.

Von Christian SchwägerlFrankfurter Allgemeine

Die politische Aufmerksamkeit für den globalen Klimawandel befindet sich auf einem neuen Tiefpunkt. Im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf ist das Thema tabu. Bei europäischen Politikern steht die Schuldenkrise im Vordergrund. Und China sorgt sich hauptsächlich um sein Wachstum.

Der klimapolitische Stillstand ruft nun einen neuen Mahner auf den Plan, der auf den ersten Blick wenig mit dem Klimawandel zu tun hat: die deutsche Bundeswehr. Eine bisher unveröffentlichte Bundeswehr-Studie mit dem Titel „Umweltdimensionen von Sicherheit“, die dieser Zeitung vorliegt, warnt vor erheblichen sicherheitspolitischen Risiken, sollte die Welt ihre Sucht nach billigem Erdöl nicht überwinden und der Klimawandel sich ungebremst entfalten.

weiterlesen

Rom räumt Piusbruderschaft mehr Zeit für Antwort ein

Bild: Katholisches Magazin

Der Umgang mit der Piusbruderschaft brauche „Geduld, Ernsthaftigkeit und Durchhaltevermögen“. So heißt es in einer offiziellen Stellungnahme der päpstlichen Kommission Ecclesiae Dei zum Dialog mit der Bruderschaft. Der Vatikan veröffentlichte den Text an diesem Freitag.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Damit reagiert die Kommission auf die Antwort der Bruderschaft vom 6. September, in der diese ankündigt, für eine angemessene Reaktion auf die Vorschläge des Vatikans mehr Zeit für Reflexion und Studium zu benötigen. Der Vatikan habe durch die Kommission nach drei Jahren des Dialoges über die Lehre der Kirche und insbesondere über Fragen zu einigen Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils im Juni ein Dokument vorgelegt, das eine Normalisierung der Beziehungen in Aussicht stellt. Im Augenblick warte der Vatikan auf eine Antwort, so die offizielle Stellungnahme.

weiterlesen

Oxymoron: Im Thinktank mit dem Dalai Lama

Foto: brightsblog

Clemens Wergin saß einen Konferenz-Tag lang neben dem geistlichen Führer der Tibeter, der sich mit Schalk in den Augen einen „buddhistischen Marxisten“ nennt. In Wahrheit ist er wohl eher eine Art erleuchteter Liberaler.

Von Clemens WerginDIE WELT

Der Dalai Lama ist ein Anfasser. Unangenehm ist das nicht. Das Anfassen ist seine Art, einen zwischenmenschlichen Kontakt herzustellen. Als Distanz gewohnter Westler musste ich mich erst einmal daran gewöhnen. Der Zufall (oder die Hausherren des Legatum-Instituts) hatten mich an einem Londoner Konferenztisch fast einen Tag lang zur Linken des 77-jährigen Mönches platziert. Eine bemerkenswerte Erfahrung.

Es hat etwas Kindliches, fast Naives, wie der Dalai Lama die Hand seines Sitznachbarn immer wieder zwischen seine Hände nimmt, eine oben, eine unten. Sich der Ausstrahlung dieses Mannes zu entziehen fällt schwer. Man will es aber eigentlich auch gar nicht. Denn der oberste Führer der tibetischen Buddhisten tut alles, um nicht als überwältigende Autoritätsperson wahrgenommen zu werden.

weiterlesen

Navid Kermani: „Religion ist Pflicht!“

Navid Kermani Frankfurter Buchmesse 2012, Bild: wikipedia

Der Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani hat einen „um sich greifenden religiösen Analphabetismus“ beklagt. Gläubige aller Religionen sollten mit mehr Ernsthaftigkeit ihren Glauben vorleben, forderte Kermani am Freitagabend in Münster.

domradio.de

„Religion ist Pflicht“, sagte der Deutsch-Iraner. Den Kirchen warf der Autor und diesjährige Preisträger des Kleist-Preises vor, sich mittlerweile mehr als Gewerkschaften zu verhalten. Stattdessen sollten sie wieder stärker Glaubenserlebnisse vermitteln, sagte Kermani auf der Abschlussveranstaltung der Veranstaltungsreihe „Dialoge zum Frieden“, die an den Westfälischen Frieden von 1648 erinnert.

weiterlesen

Steinigung des Teufels in Mina

Die Säule in Mina symbolisiert den Teufel (Keystone)

Mina – Zum Abschluss der islamischen Pilgerfahrt in Saudi-Arabien haben am Samstag über drei Millionen Muslime aus aller Welt an der rituellen Steinigung des Teufels teilgenommen. Das Ritual in der Ebene von Mina bei Mekka verlief ohne Zwischenfälle.

blick.ch

Aufgeteilt in Gruppen nach ihrer Nationalität drängten sich Männer, Frauen und Kinder, um Steine auf drei Stelen, eine Art Obelisken, zu werfen, die den Teufel verkörpern. Das Ritual erinnert laut der Tradition daran, wie Abraham drei Mal den Teufel mit Steinen bewarf, als dieser ihn davon abzubringen versuchte, seinen Sohn Gott zu opfern.

weiterlesen