Felix Baumgartner: Red Bulls Hitler-Verschnitt

Felix Baumgartner bei seinem Testsprung aus fast 22 Kilometern Höhe (Quelle: dpa)

A klaner Hitler

Von Hans RauscherderStandard.at

Felix Baumgartner kandidiert für Frank Stronach? Könnte man meinen, nach dem Interview, das er der Kleinen Zeitung gegeben hat: „Wir würden eine gemäßigte Diktatur brauchen, wo es ein paar Leute aus der Privatwirtschaft gibt, die sich wirklich auskennen“. Passt, oder? Stronach mit seiner herrischen Art, in der Privatwirtschaft kennt er sich auch aus.

Baumgartner will trotzdem nicht, obwohl sein Stratosphärenköpfler ihm einen gewaltigen Bekanntheitsgrad verschafft hat. Denn: „Nein, man hat das am Beispiel Schwarzenegger gesehen: Du kannst in einer Demokratie nichts bewegen“.

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Lässt Gott seine Diener psychsisch leiden?

Foto: Michael Kleinrensing

Acht Stunden. Zehn Stunden. Zwölf Stunden. Der Zeitumfang ist nicht die Antwort auf den Fragebogen des Erzbistums Paderborn, der jüngst in den Briefkasten von Dechant Dieter Osthus flatterte.

Von Mike FiebigWAZ

Die Studie soll erheben, in welcher psychischen und physischen Verfassung sich die heimischen Priester befinden. Osthus sieht in diesem Zusammenhang weitreichendere Probleme, vor denen nicht nur die Geistlichen im Einzelnen, sondern die gesamte Institution Kirche steht.

Dieter Osthus könnte lamentieren. Über zu wenig Personal. Über immer größer werdende Zuständigkeitsgebiete. Über stetig steigende Anforderungen an die Geistlichen. Er betreut vier Gemeinden in Hagen, ist noch dazu Dechant. Insofern wäre der vom Hagener Pastoralpsychologen Christoph Jacobs entworfene Fragebogen, der die emotionalen Befindlichkeiten der Priester abklopft, eine willkommene Gelegenheit zu lauterer Kritik.

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Kirchenaustritt: Katholische Bischöfe pöbeln?

Nicht pastoral, sondern juridisch“: Pfarrer Jürgen Rentrop. Foto: rm-

Wer aus der katholischen Kirche austritt, bekommt jetzt ein geharnischtes Schreiben, das ihn auf die Rechtsfolgen seines Schrittes hinweist. Viele Pfarrer distanzieren sich von dem Musterbrief. Auch Dechant Jürgen Rentrop missfällt der Tonfall.

RP ONLINE

Der Kirchenaustritt „ist eine schwere Verfehlung gegenüber der kirchlichen Gemeinschaft „. So belehrt ein „Pastorales Schreiben“ der katholischen Kirche Gemeindemitglieder, die ihren Kirchenaustritt beim Amtsgericht erklärt haben. Der Brief – Folge eines Dekrets der Deutschen Bischofskonferenz – schlägt in vielen Gemeinden hohe Wellen. Manche Pfarrer wollen den Musterbrief nicht unterschreiben. So weit will Dr. Jürgen Rentrop, Pfarrer der Gemeinde St. Josef und Martin und Dechant für Langenfeld/Monheim, nicht gehen, aber auch er kritisiert: „Der Tonfall ist nicht pastoral, sondern juridisch. Wir werden deshalb ein eigenes Begleitschrieben formulieren.“

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Mit Koran und Kalaschnikow gegen das Assad-Regime

Bild:Qantara.de

Laut einer aktuellen Studie der „International Crisis Group“ ist der bewaffnete Widerstand gegen das Assad-Regime von militanten Islamisten unterwandert. Darüber sprach Kersten Knipp mit Peter Harling, Projekt-Direktor der „International Crisis Group“ für Irak, Libanon und Syrien.

Von Kersten KnippQantara.de

Herr Harling, Sie sind Projekt-Direktor der „International Crisis Group“ für Irak, Libanon und Syrien und haben jüngst ein Dokument mit dem Titel „Tentative Jihad: Syria’s fundamentalist Opposition“ veröffentlicht. Darin dokumentieren Sie die Präsenz unterschiedlichster islamistischer Gruppen in Syrien. Um wen handelt es sich dabei?

Peter Harling: Zum einen handelt es sich um Kräfte, die überwiegend aus einer konservativen Schicht der syrischen Gesellschaft stammen. Sie stellt den Großteil der heimischen Kämpfer. Der dort entstandene Widerstand ist eher informeller Art und organisiert sich überwiegend selbst. Die Anhänger neigen zu einem äußerst konservativen Weltbild. Und das hat zum Charakter der bewaffneten Oppositionen beigetragen.

Dann gibt es aber auch dezidiert islamistische Gruppen. Beispielsweise die „Jabhat al-Nusra li-Ahl al-Sham“ („Unterstützungsfront für das syrische Volk“). Dieser, steht in dem Papier, gehe es nicht nur um das Ende des Assad-Regimes. Vielmehr wolle sie auch eine militante salafistische Agenda durchsetzen. Außerdem wird sie für Selbstmordanschläge auch in überwiegend von Zivilisten bewohnten Gebieten verantwortlich gemacht. Die Gruppe, schreiben Sie, gleiche eher „Al-Qaida im Irak“ als der originären syrischen Opposition. Wie stehen die syrischen Kämpfer zu dieser und anderen dschihadistisch ausgerichteten Gruppen?

Harling: Viele Kräfte sind eher säkular eingestellt. Sie haben an Religion kein allzu großes Interesse. Dennoch haben sie sich in Richtung der bewaffneten islamischen Kräfte bewegt, da sie von ausländischen islamischen Netzwerken Unterstützung erhalten. Diese kommt vor allem aus der Golfregion. Man muss darauf hinweisen, dass sich diese Leute im Kampf befinden. Sie brauchen Waffen und Munition.

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Polit-Bullshistic: Wenn Politiker überall beten können

Andrea Nahles im Fraktionssitzungssaal der SPD zusammen mit ihrem Parteikollegen Dietmar Nietan (re.) und dem Moderator der „Tage der Begegnung“, David Ehl.
Foto: pro

Bekannte Politiker verschiedener Parteien sprechen offen über ihren Glauben. Diese Erfahrung haben zwischen Mittwoch und Freitag rund 180 Jugendliche bei den 21. „Tagen der Begegnung“ in Berlin gemacht. Schirmherr der Veranstaltung ist Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Neben ihm kamen die Teilnehmer auch mit Renate Künast, Andrea Nahles oder Hermann Gröhe zusammen.

pro Medienmagazin

Der Generalsekretär der CDU, Hermann Gröhe, sagte am Freitag im Gespräch mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen: „Christliche Werte sind nichts für das Bücherregal“. Sie brauchten „einen gelebten Glauben als Fundament“. „Die Werte müssen so authentisch geglaubt werden, dass sie auch andere überzeugen und von anderen nachvollzogen werden können.“ Er bedauerte, dass er manchmal nicht genügend Zeit für sein Glaubensleben habe. Er selbst sei evangelisch und seine Frau und seine vier Kinder seien katholisch. Das Engagement in der Gemeinde sei Bestandteil im Familienalltag.

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