Dodo Thierses polit-religiöse Agit-Prop

Bild: mainpost.de
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Thierse, das religiöse Schmuddelkind der SPD hat wieder zugeschlagen, der Retter des deutsch-christlichen Abendlandes darf auf drei Seiten des Wochenmagazins „DIE ZEIT“ seiner katholisch-politischen Visionen verkünden. Der Chefredakteur DER ZEIT wird angesichts der verkündeten Bibel-Botschaften des Bundestagsvizepräsidenten Tränen der religiösen Rührung in den Augen haben. Lassen wir den Polit-Kasper und Gottesknecht zu Wort kommen.

Zum Thema Besuch des Bundespräsidenten bei der römischen Spukgestalt sagte er:

Thierse

Ich selbst habe als Katholik weder vor dem Papst das Knie gebeugt noch seinen Ring geküsst. Warum sollte ausgerechnet Pastor Gauck es tun? Als Christ, auch als Katholik, beugt man sein Knie nur vor Gott, vor sonst niemandem!

Fällt mir ganz spontan Ambrose Bierce ein.

A.Bierce

Camel and Christ accept their burdens kneeling

Weiter im Text.

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Dodo Herman scheitert am Bundesverfassungsgericht

Eva Herman
Keine Chance beim höchsten deutschen Gericht: Eva Herman muss mit dem Artikel des „Hamburger Abendblatts“ leben. Foto: Thomas Holbach / Wikipedia

Ex-„Tagesschau“-Sprecherin Eva Herman ist im Streit um ihre Äußerungen zur Familienpolitik der NS-Zeit auch vor dem höchsten deutschen Gericht gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht verweigerte am Dienstag die Annahme ihrer Verfassungsbeschwerde.

pro Medienmagazin

Hermann geht seit 2007 vergeblich gegen einen Artikel im „Hamburger Abendblatt“ vor, weil sie sich darin falsch wiedergegeben sieht. Das Blatt hatte damals berichtet, Herman habe während der Vorstellung ihres Buches „Das Prinzip Arche Noah. Warum wir die Familie retten müssen“ einen „Schlenker zum Dritten Reich“ gemacht. „Da sei vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut. Zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter“, gab das „Hamburger Abendblatt“ Hermans angebliche Äußerungen wieder. Wortwörtlich hatte Herman gesagt: „Es war ’ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft.“

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Grüne und Kirche: Die neue C-Partei

Bild: localbook.de

Katrin Göring Eckardt steht weniger für einen Rechtsruck der Grünen als vielmehr für eine Veränderung gesellschaftlicher Werte.

Von Dieter RulffCicero

Als die Abgeordnete Katrin Göring-Eckardt als Siegerin aus der Urwahl der Grünen hervorging, hatte augenscheinlich noch nicht einmal die Führung der Partei eine annähernde Vorstellung davon gehabt, was ihre Basis so umtrieb. Ihre Wahrnehmung der Partei, wie auch die der meisten professionellen Beobachter, war geprägt von zwei Strömungen: Darin manifestieren sich basisorientierter Beginn und machtorientierter Status quo, sozialpolitisches Links und marktpolitisches Rechts – und deren jeweilige Stärke, Rückschlüsse auf Wahlkampfführung und Bündnisoptionen zulassen.

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P. Robertson: Es gab eine Zeit, vor der Bibel – Young Earth Creationists are wrong

Pat Robertson, umstrittener Fernsehprediger aus den USA und Gastgeber der Sendung „700 Club“ im Christian Broadcasting Network versetzte in der letzten Sendung seine Zuschauer in Angst und Schrecken. Er räumte die Idee der Jungen Erde Kreationisten aus, dass die Erde ca. 6000 Jahre alt sei. Das sei von den biblischen Kreationisten zwar lieb gemeint, man sollte aber nicht als Christ die wissenschaftlichen Beweise dafür vertuschen, dass die Erde viel älter sei.

Dieses Eingeständnis kommt von einem Mann, der die Schwulenbewegung in den USA für Erdbeben, Tornados und Meteoriten-Einschläge verantwortlich macht. Ein richtiger evangelikaler Hassprediger also. Für den Homosexuelle Anhänger Adolf Hitlers sind und die er den Satanisten zurechnet. Der Feminismus ermutige Frauen ihre Ehemänner zu verlassen, ihre Kinder zu töten, den Kapitalismus zu zerstören und lesbisch zu werden.

Ausgangspunkt für die unglaubliche Entgleisung des Predigers war eine Anfrage, einer Zuschauerin an ihn, deren grösste Angst es ist, im Königreich Gottes nicht ihren Ehemann und die Kinder dabei zu haben, weil die Bibel nicht die Existenz der Dinosaurier erklären kann. Und die Kinder genau diese Frage geklärt haben wollen.

Robertson antwortet: „Schauen Sie und ich weiß, dass die Menschen versuchen werden mich dafür zu lynchen. Bishop [James] Ussher war nicht vom Herrn inspiriert als er sagte, dass alles nur 6000 Jahre gedauert habe. So einfach ist das nicht. Wir haben die Radiocarbon-Datierung und können in der Zeit zurückgehen und die versammelten Dinosaurier wurden zu ihrer Zeit in Dakota eingefroren. Sie sind da draussen.  Es gab also eine Zeit, als diese riesigen Reptilien auf der Erde waren und es war die Zeit vor der Bibel. Versuchen sie nicht diese 6000 Jahre zu decken. Das ist nicht die Bibel.“

Er fuhr fort: „Wenn wir die Wissenschaft bekämpfen werden wir unsere Kinder verlieren. Wir müssen ihnen erzählen wie es war.“

Die Konsequenzen der Aussage dürften in den USA beachtlich sein. Indirekt bestätigt Robertson die Evolutionstheorie, den evangelikalen Kreationisten dürfte das sauer aufstossen. Ken Ham, der Betreiber des Kreationismus-Museums in Kentucky wird sich mit Sicherheit zu dem Gesagten äußern, Sitzen doch dort, Adam und Eva auf einer Wiese und nebenan grast friedlich ein T-Rex, zu dieser Zeit Pflanzenfresser, erst mit dem Sündenfall wurde er zum Fleischfresser. Nach Robertson ist das ganze Museum bullshit. Na denn, warten wir auf den Aufschrei.

Bennys Pontifikat: Eine Abfolge von Eklats und Pannen

Vatileaks und Regensburger Rede, Missbrauchsskandal und Piusbrüder. Im Pontifikat Benedikts XVI. und seiner öffentlichen Wahrnehmung spielt Krisenmanagement eine gewisse Rolle. Entsprechend lebhaft und kontrovers ist auch der Deutungsstreit vor allem in den italienischen Medien um das Pontifikat. Nach dem bekannten Vatikanisten Andrea Tornielli hat auch sein Kollege Marco Politi ein Buch über den Papst geschrieben und jetzt aktualisiert auf Deutsch vorgelegt: „Benedikt – Krise eines Pontifikats“.

Von Johannes Schidelko kipa-apic

Während Tornielli unter dem Titel „Angriff auf Ratzinger“ von einem „Kreuzzug der Desinformation“ sprach, dem Benedikt XVI. ausgesetzt sei, sieht Politi den Schlüssel für Probleme und Missverständnisse eher beim Papst selbst. „Joseph Ratzinger hätte nicht Papst werden dürfen“; als „Anti-Kandidat“ hätte er aufgrund seiner polarisierenden Persönlichkeit eigentlich nicht gewählt werden können.

Das Buch ist kenntnisreich und interessant geschrieben, es stellt vieles zusammen, was Politi bereits früher als Vatikanist in der linksliberalen „Repubblica“ veröffentlicht hat. Er zeigt die Schwächen des Pontifikats, dessen Motor immer wieder unrund lief und stockte, kommt dann aber zu überzogenen Schlussfolgerungen, die in der nicht belegten Charakterisierung Benedikts als „tragischer“ Figur gipfeln.

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CDU Gröhe: „Grüne“ sind unaufrichtig und doppelzüngig

Hermann Gröhe, Bild: News Republic

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe wirft den Grünen ein doppeltes Spiel in der Kirchen- und Religionspolitik vor: „Es ist unaufrichtig und doppelzüngig, wenn die Grünen Kirchenfreunde ins Schaufenster stellen, in der Programmwerkstatt aber erbitterte Kirchengegner den Ton angeben“, sagte Gröhe der „Welt“.

News Republic

Nach Ansicht des CDU-Generalsekretärs ist es ein Widerspruch, dass die Grünen mit EKD-Synodenpräses Katrin Göring-Eckardt und dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, gläubige Christen in Spitzenpositionen rücken, aber im Programm zahlreiche kirchenkritische Positionen vertreten. Aktueller Anlass ist für Gröhe ein auf dem grünen Bundesparteitag am 17. November in Hannover gefasster Beschluss, wonach der arbeitsrechtliche Dritte Weg der Kirchen nur für solche Betriebe in kirchlicher Trägerschaft gelten soll, die, so der Beschluss, „mehrheitlich vom jeweiligen Träger finanziert werden“.

Tatsächlich aber werden kirchliche Kindergärten, Krankenhäuser oder Pflegeheime überwiegend vom Staat oder durch Leistungen der Sozialkassen finanziert. „Der Beschluss der Grünen ist ein schwerer Angriff auf die bewährte Partnerschaft von Staat und Kirchen in Deutschland“, sagte Gröhe der Zeitung. Der Staat fördere „zu Recht die ganz erheblichen kirchlichen Beiträge im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich“ und sichere damit auch „ein plurales Angebot“. Dies werde durch die Grünen gefährdet. Gröhe: „Die grüne Politik wäre das Aus für profilierte christliche Kindergärten, Schulen, Beratungsstellen und Krankenhäuser, die unserer Gesellschaft gut tun.“

DIE WELT CDU wirft Grünen „doppelzüngige“ Politik vor

Darrel R. Falk: Evolution für Evangelikale

Bild: evbuho

Fachlich fundiert behandelt der Autor die naturwissenschaftlichen Aussagen zum Ursprung des Lebens auf der Erde und die Fragen und Anmerkungen aus christlicher Sicht.

Evangelische Buchhandlung Holstenstraße

Der Biologieprofessor und evangelikale Christ Darrel R. Falk liefert damit einen bemerkenswerten Diskussionsbeitrag zur immer wieder aufbrausenden Kontroverse zwischen Schöpfung und Evolution. Es gelingt ihm, sachlich und gleichzeitig unterhaltsam die Erkenntnisse der Naturwissenschaften mit vielen Beispielen aus dem alltäglichen Leben zu erklären. Dabei baut er auch immer wieder Brücken zum christlichen Glauben und den Aussagen der Bibel über den Schöpfer und seine Schöpfung, die zu einem vertieften Verständnis des Wesens und der Wege Gottes führen. Er versucht, Christen trotz verschiedener Standpunkte zusammenzubringen, anstatt Trennungen zu provozieren.

Zum Buch >>>

Tomas Halik(Theologe): „Etwassismus“ ist die am weitesten verbreitete Religion

Tomas Halik, Bild: KNA

Der Prager Theologe Tomas Halik fordert ein Umdenken beim Thema Atheismus. „Meine Erfahrung aus Tschechien ist: Viele, die sich als Atheisten bezeichnen, negieren ihre Vorstellungen von Gott“, sagte er am Montagabend in Hamburg. „Wenn ich nachfrage, sagen viele: Ich bin kein dummer Materialist, ich weiss, dass etwas über uns ist“, so Halik, der an der Prager Karls-Universität Soziologie lehrt.

kipa-apic

„`Etwassismus` ist die am meisten verbreitete Religion unserer Zeit. Dieses `Etwas` ist eine Herausforderung für die Christen, ein Anknüpfungspunkt für den Dialog“, betonte Halik. Heute sinke sowohl die Zahl der überzeugten Christen als auch die der Atheisten, sagte der Wissenschaftler. Die Grenze verlaufe nicht zwischen Gläubigen und Atheisten, sondern zwischen denjenigen, die gegenüber der Frage nach Gott gleichgültig oder auf der Suche seien. Diese gebe es sowohl unter konventionell Gläubigen als auch leidenschaftlichen Atheisten, erklärte der katholische Priester.

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Ägypten: Gericht veurteilt 7 Kopten zum Tode, wegen Film „Die Unschuld der Muslime“

Bild: youtube

Ein Kairoer Gericht hat 7 ägyptische Christen(Kopten), wegen Beteiligung am Film „Die Unschuld der Muslime“, in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

Richter Saif al-Nasr Soliman begründet die Todesstrafe wie folgt:

Die sieben angeklagten Personen wurden verurteilt wegen Beleidigung der islamischen Religion, darüber hinaus ihre Beteiligung an der Produktion und einen Film darzubieten der die islamische Religion und seinen Propheten Mohammed beleidigt.

CNBC

Zirkumzision: 4 Wochen altes Baby verblutet – Gerichtsverhandlung

Demonstration gegen Beschneidung bei der San Francisco Pride Parade im Jahr 2008. (nerdcoregirl | Flickr | CC BY-SA 2.0)

Im April 2010 nimmt eine Krankenschwester, in einer Wohnung in Manchester, eine Beschneidung, eines 4 Wochen alten Jungen vor. Einen Tag später stirbt Goodluck Cauberg, so der Name des Jungen.

Die Krankenschwester, Grace Adeleye, brauchte für die Beschneidung nur eine Schere und Olivenöl. Die gesamte Prozedur wurde ohne Betäubung durchgeführt. Nun steht sie vor Gericht und weist den Vorwurf der grobfahrlässigen Tötung zurück. Die Eltern des Jungen und die Krankenschwester stammen aus Nigeria, wo es christliche Tradition ist, Jungen zu beschneiden.

Für ihre Dienste an der christlichen Tradition wurde der Krankenschwester eine Summe von 100£ gezahlt.

Grace Adeleye ließ eine ausgefranste Wunde unversorgt.  Die post-operative Versorgung wird als unzureichend eingeschätzt.

Die Obduktion ergab, dass Goodluck Cauberg schlicht und einfach verblutete.

Angesichts der Beschneidungsdebatte in Deutschland ein schier unglaublicher Vorfall. Argumentiert die Politik, im Gesetzgebungsverfahren, das Beschneidungen unkompliziert seien und keine größere Gefahr für die Jungs darstelle. Grace Adeleye ist Krankenschwester und Hebamme, verfügt also über erforderliche medizinische Kenntnisse. Und trotzdem musste der Junge in diesem Fall sterben, völlig unnötig, so wie es das Gericht in Manchester auch sieht.

Hier geht es um „christliche Traditionen.“ In Deutschland um Traditionen des Judentums und des Islams. Kritiker religiöser Kulthandlungen, wie die Zirkumzision sie darstellt, wurden ganz schnell zu Antisemiten und Islamophobe gestempelt. Dabei ist längst klar, dass es politische Entscheidungen sind und nicht die Tatsache der Beschneidung an sich. Es kann nicht Aufgabe eines säkularen Gemeinwesens sein, rituale Kulte rechtlich auszugestalten, Gleichheitsgrundsätze zu verletzen und damit die gebotene staatlich-weltanschauliche Neutralität. Es ist Sache der Religionsgemeinschaften ihre Kulthandlungen an eine säkulare Welt anzupassen. Veränderungen diesebzüglich können nur von ihnen ausgehen. Genauso unsinnig ist die Forderung, das Strafrecht an die ritualen Kulte anzupassen. Solche Postulate öffnen  Privilegien für Religionsgemeinschaften und zerstören den Grundsatz der Rechtsgleichheit aller Individuen der Gesellschaft.

Der Fall in Manchester: Manchester baby boy ‚bled to death after circumcision‘

Baby ertränkt – es war angeblich des Teufels

Chase Harrelson, 5 Wochen alt. Ertränkt von der Mutter.

Mutter tötet ihren 5 Wochen alten Sohn durch Ertränken. Sie glaubt er sei vom Teufel besessen gewesen.

Die Personifizierung des Bösen, so jedenfalls im Verständnis der christlichen und islamischen Theologie. Bekannt ist, dass Menschen vom Teufel besessen sind, weil sie an ihn glauben.

Betrifft es die eigene Person sollte die Besessenheit in Ordnung sein. Schlimm wird es, wenn Unbeteiligte  den Teufelswahn anderer Menschen erleben müssen und die Konsequenzen zu ertragen haben. In diesem Falle hier, hat eine Mutter ihr 5 Wochen altes Baby ertränkt. Die Mutter hat den Teufel ertränkt, der angeblich Besitz von ihrem Sohn ergriffen hatte.

Die Polizei fand das Baby in der Badewanne, im Wasser schwimmend. Der Junge konnte nicht mehr gerettet werden. Der Gotteswahn der Mutter hat mal eben ein am Anfang des Leben stehendes Menschlein ausgelöscht. Wegen Mordes ersten Grades und schwerem Kindesmissbrauch wurde die Mutter verhaftet. Sie brachte zum Ausdruck, dass ihr Baby bereits im Krankenhaus gestorben sei und sie den Teufel mit nach Hause nahm.

Familienangehörige sagten gegenüber der Polizei, dass die Mutter eine gute Mutter gewesen sei, na ja, sie war so gut, dass Sohnemann nun tot ist. Bekannt war, dass sie vor Jahren einen Nervenzusammenbruch hatte und über Halluzinationen klagte. Es wird wohl immer Menschen geben, die den theologischen Blödsinn der Pfaffen für bare Münze nehmen. Nicht zu akzeptieren sind die eventuellen Folgen, die hier so dramatisch sind und Unbeteiligte treffen.

http://www.myfoxtampabay.com/video?autoStart=true&topVideoCatNo=default&clipId=7973098

kreuz.net Hassprediger bleibt im Amt

Foto: Stoppt kreuz.net

Das Bistum Mainz hat einem Pfarrer wegen des Kontakts zur Internetseite kreuz.net Beschädigung der Kirche vorgeworfen, lässt ihn aber im Amt. Auf dem vermeintlichen Nachrichtenportal erscheinen homophobe, muslimfeindliche und antisemitische Äußerungen.

Kölner Stadt-Anzeiger

Der hessische Pfarrer, dem Kontakte zur extremistischen Internetseite kreuz.net vorgeworfen werden, bleibt im Amt. Das Bistum Mainz warf ihm zwar Beschädigung der Kirche vor, teilte aber mit, der bitte um Vergebung entsprochen zu haben. Es gebe keinen Zweifel, dass diese Kontakte inakzeptable Verletzungen von Menschen mit sich gebracht hätten, die eines Priesters unwürdig seien, teilte das Bistum am Dienstag nach einem Gespräch mit dem Pfarrer mit.

Der Pfarrer habe entgegen seiner früheren Darstellung auch Texte geliefert. Dabei sei es um Kirchenpolitik und kirchliche Personen gegangen. Pfarrer Hendrick Jolie sich für „unkluges und unüberlegtes Handeln“ entschuldigt und um Vergebung gebeten.

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655 Jahre nach Mord – gierige Kirche will immer noch 70 Franken Sühne

Kirche von Näfels, Bild: wikipedia/Roland Zumbühl

Im Jahre 1357 beging Konrad Müller aus Niederurnen einen Mord. Um der Todesstrafe zu entkommen, spendete er der Kirche Mollis ewiges Licht und verpflichtete sich, das Öl für dessen Betrieb zu liefern. Dazu verpflichten sich bis heute auch die Besitzer seiner Liegenschaft.

Blick.ch

Denn damals wurde vereinbart, dass die zukünftigen Besitzer von Müllers Liegenschaft die Sühne weiterhin erbracht werden soll. Heute handelt es sich um die Parzellen 67 und 72 in Näfels. Da sie keine Nussbäume mehr haben, müssen sie jährlich siebzig Franken zahlen.

Einem der Grundeigentümer wurde das jetzt zu blöd. Er sagt, es bestehe keine rechtliche Handhabe und er sehe nicht ein, warum er für diesen alten Mord büssen soll.

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Dodo Singhammer und Sterbehilfe: Gesetz nach kirchlichem Gusto

Unionsfraktionsvize Johannes Singhammer fordert Änderungen beim geplanten Gesetz zum Verbot gewerbsmäßiger Sterbehilfe. In dieser Woche berät der Bundestag die umstrittene Initiative.

domradio.de

„Wir sollten über Verbesserungen an dem Gesetz offen in der Koalition reden. Man kann schon jetzt absehen, dass das Gesetz in seiner jetzigen Form umgangen werden kann und wird“, erklärte Singhammer der „Passauer Neuen Presse“ (Dienstag). Über den Entwurf von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) berät der Bundestag am Donnerstag in erster Lesung.

„Die beiden großen Kirchen haben vorgeschlagen, die organisierte Sterbehilfe zu verbieten. Das halte ich für einen richtigen Ansatz“, so der CSU-Politiker weiter. „Wir sollten dieses Modell genau prüfen.“ Allein die gewerbsmäßige Sterbehilfe zu verbieten, reiche nicht aus, sagte er der Zeitung.

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Dämonen-Sex macht schwul

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Beim täglichen Lesen der Neuigkeiten aus dem Universum der Götterwelten kommen die krudesten, lächerlichsten Mitteilungen vor. Manche sind so was von schräg, dass man meint sie können nicht von dieser Welt sein. Gottes Zoo ist groß. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Erstaunlich ist es wiederum nicht, welche Sorgen sich die Götterwelt um Sex, Sexualität, Fortpflanzung, Liebe usw. macht. Die zölibateren Opas wollen ja auch mitreden, weil es ihnen Einfluss und Macht sichert.

Die folgende Geschichte wird vom Magazin Charisma angeboten, die natürlich genau wissen, wie Homosexualität entsteht.

Im wissenschaftlichen Konsens zum Thema Homosexualität ist klar, dass diese  eine erbliche, biologische Eigenschaft  ist. Über Wechselwirkungen, Auslöser sind nur Vermutungen bekannt. Noch!

Aber die Welt der Christen ist, wenn es um die Erklärung gewisser Phänomene geht, natürlich nie um eine Antwort verlegen. O.g. Magazin nun hat eine eigene Studie durchgeführt und ist nun in der Lage, dem Rest der Welt, die Enstehung von Homosexualität genauestens zu erläutern.

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Sanal Edamaruku: Wunder entwundert – Blasphemie

Der Bürgerrechtler Sanal Edamaruku drohen bis zu drei Jahre Haft wegen „Blasphemie“. Foto: afp

Als Wasser von einer Christusstatue in Indien tropft, freut sich die Gemeinde über ein Wunder. Bis ein Skeptiker das Phänomen entzaubert. Nun drohen ihm bis zu drei Jahren Haft.

Von Jonas NonnenmannFrankfurter Rundschau

Als Wasser von der Christusstatue im indischen Velankanni tropfte, schien das für die katholische Gemeinde der Jackpot zu sein. Ein Wunder! Jesus weint! Die Gläubigen der Kirchengemeinde in Mumbai sammelten laut Guardian (Englisch) das „heilige Wasser“ und posaunten die frohe Botschaft ins Land. Es winkten Ansehen und Geld.

Alles schien gut für die Gemeinde – bis zu dem Tag, am dem Anfang 2012 Sanal Edamaruku kam.

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Gottvergessenheit und der Atheismus im Alltag

Viele Ansätze religiöser Sprachfähigkeit (Bild: picture alliance / dpa / Friso Gentsch)

Sich heute Atheist zu nennen, ist ein Bekenntnis zum gesellschaftlichen Status quo. Nicht religiös zu denken, ist zur Gewohnheit geworden. Dennoch entstehen jenseits von gelebter Religiosität und Glaubenspraxis neue Formen eines Kulturchristentums.

Von Thomas KlattDeutschlandfunk

„Dass Menschen Gott vergessen und ohne seiner inne zu sein ihren Alltag verbringen, ist nichts, was erst heute oder mit dem Beginn der sogenannten Neuzeit zu beobachten ist. Die Klage begleitet das jüdisch-christliche Zeugnis schon immer. Ihr habt mich vergessen!“

Klagten schon im Namen Gottes die alttestamentlichen Propheten. Der evangelische Theologe Wolf Krötke weist darauf hin, dass gerade der jüdisch-christliche Monotheismus erst die menschliche Gottvergessenheit möglich gemacht hat.

„Das scheint die Schattenseite der neuen Epoche von Gotteserfahrung zu sein, die Israel in der Religions- und Weltgeschichte eingeläutet hat. Die polytheistischen Götter und göttlichen Naturgewalten, die konnten nicht vergessen werden. Sie walteten in der religiösen Vorstellungswelt der Antike überall und aufdringlich in ihrem Alltag und mussten ständig beachtet werden, damit es einem wohl ergeht. Der Glaube an den einen, der Welt jenseitigen Gott hat die Welt entgöttert.“

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Merkel beklagt Antisemitismus

Graumann überreicht Merkel einen Chanukka-Leuchter.(Foto: dapd

In Zeiten einer hitzig geführten Beschneidungsdebatte und eines zunehmenden Antisemitismus besucht erstmals ein Kanzler die Ratsversammlung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Merkel beklagt die Intoleranz gegenüber Religionen und fordert mehr Toleranz.

n-tv

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat „ein großes Maß an Antisemitismus“ in Deutschland beklagt. Als Beispiele führte Merkel Angriffe auf Rabbiner, aber auch Meinungsäußerungen in der Debatte über Beschneidungen an. Das müsse alle dazu bringen, darüber nachzudenken, was Toleranz gegenüber Religionen bedeute, sagte Merkel am Rande der jährlichen Ratsversammlung des Zentralrats der Juden in Deutschland in Frankfurt am Main.

„Der Respekt für die Lebbarkeit religiöser Rituale ist ein hohes Gut“, sagte die Kanzlerin weiter. Religionsfreiheit drücke sich auch darin aus, dass Religion ausgeübt werden könne, betonte Merkel. Sie freue sich, dass es ein „lebendiges jüdisches Leben“ in Deutschland gebe. Zuvor hatte noch nie ein Kanzler dieses wichtigste Gremium der jüdischen Gemeinden besucht.

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