Die Gemeinsamkeiten von Halloween und Allerheiligen


Ein Engel befreit fünf Arme Seelen aus dem Fegefeuer; Stundenbuch der Catherine von Cleves, Morgan Library & Museum public domain

Die katholische Kirche kämpft um ihren Feiertag Allerheiligen
Halloween oder „All Hallows eve“

Bluttriefende Vampir-Gesichter, Sensenmann-Kostüme und schaurige Skelette im Tangoschritt: Dem Horrorfest Halloween sind keine Fantasiegrenzen gesetzt. Am Vorabend zu Allerheiligen am 1. November sind karnevalistisch angehauchte Partys angesagt – sehr zum Verdruss der Kirchen.

Von Andreas Ottodomradio.de

Die evangelische Kirche sieht ihren Reformationstag bedroht, die katholische das Gedenken an ihre Heiligen und Verstorbenen. Bei allem gibt es aber auch in den Kirchen Bestrebungen, das so unpassend wirkende Halloween-Treiben mit Allerheiligen zu verbinden. Weil Halloween viel mehr mit dem Fest zusammenhängt, als mancher glaubt.

Lange galt Halloween als ein Brauch, der einem keltisch-heidnischen Totenkult entstammt – und damit in schroffer Konkurrenz zum Christentum steht. Experten wie der Bonner Volkskundler Alois Döring halten diese Sicht aber für einen Mythos. Vielmehr lasse Halloween „Spuren des christlichen Allerheiligenfestes“ erkennen. Schon der Name Halloween verweise auf den christlichen Ursprung, auf „All Hallows eve“ oder „All Hallows evening“, was zu Deutsch Allerheiligenabend bedeutet. Allerdings, so Döring, habe sich Halloween im Laufe der Zeit immer weiter von seinem Ursprung entfernt.

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