Moralverfall durch Säkularisierung?


Hans Joas, Bild: Uni Erfurt

In säkularen Gesellschaften werden religiöse Werte oft über ihren moralischen Nutzen verteidigt. Der Soziologe Hans Joas widerspricht der These, dass der Atheismus zwangsläufig zum Moralverfall führt.

Frankfurter Allgemeine

Brauchen Werte Gott? Mündet eine transzendenzlose Gesellschaft in Zweckrationalismus und Ersatzglauben? Dient eine säkulare Ethik einem kleinmütigen Menschenbild? Die These vom moralstabilisierenden Charakter der Religion taucht regelmäßig auf, wenn es um den Machterhalt und die finanzielle Ausstattung kirchlicher Institutionen geht, und sich der Glaube durch den evolutionären Denkstil des neuen Atheismus oder die individualistische Marktdoktrin herausgefordert sieht. Dostojewskij hat sie auf die Formel gebracht: „Ohne Gott ist alles erlaubt.“ Selbst religiöse Skeptiker wie Gregor Gysi schließen an sie an, wenn sie ihre Furcht vor einer gottlosen Gesellschaft bekunden.

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1 Comment

  1. Das ist doch ein alter Hut, die religios dominierten Gesellschaften sind schlimmsten von allen mit den höchsten Verbrecherraten

    Der Soziologe Gregory Paul veröffentlicht 2005 im Journal of Religion and Society im Vol.7 eine Studie über die gesellschaftlichen Auswirkungen der Bigotterie in wohlhabenden Demokratien. Die reiche USA ist die dysfunktionalste Demokratie und schneidet in vielen Vergleichen fatal ab. Die Diskrepanz zwischen der irreal bigotten Moral und der Realität des Lebens in einer Wissens- und Leistungsgesellschaft führt zur Ausgrenzung, Fanatismus, Psychosen, Gewalt, Rassismus und sehr hoher Kriminalität. Etwa 67% der Bevölkerung glaubt kreationistischen Thesen trotz rückläufigen klassischen Religionen.

    Die USA mit einer 300-fach höheren Rate bei Geschlechtskrankheiten hat mit 2,3 Mio. Gefängnisinsassen spezifisch das 9-fache der EU-27. Nach dem Soziologen Paul Kellermann kostet ein Gefängnisplatz je nach Sicherheitsstufe 25.000 – 50.000 US$/Jahr, deutlich mehr als ein Universitätsplatz. Das vermittelte Wissen der Schüler religiöser Bildungsanstalten reicht nicht für ein Universitätsstudium.

    Religios dominierten Gesellschaften sind nicht lernfähig, alles ist und bleibt immer so wie einst von Gott geschaffen. Das Christentum war nie eine friedliche und weise Religion, der die Menschen mit Freuden zuströmen, es wird mit extremer Brutalität aufgezwungen. Auf dem Konzil von Arles (314 n.C.) belegte die Kirche Deserteure des Heeres mit dem Bann. Kaiser Konstantin (285-337 n.C.) ist ein leuchtendes Beispiel christlicher Tugenden, er verlässt die 1.te Frau Minervina, ermordet den Sohn Crispus, die Frau Fausta und vergiftet den Schwiegervater und die Mutter Helena. Die Christen usurpieren die Macht mit Gewalt und eine brutale Vernichtung von Menschen beginnt mit Kaiser Theodosius I.

    Geändert hat sich seitdem wenig, heute sind es die 12.000 Kinderficker der RKK, die Menschen zerstören und sich dabei gegenseitig beschützen und unterstürzen .

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