Geheime Handbücher der Romney-Religionsgemeinschaft


Bild: telepolis

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney gehört der Church of Jesus Christ of Latter Day Saints an – einer Religionsgemeinschaft, die besser als „Mormonen“ bekannt ist. Für sie war er unter anderem als Missionar in Frankreich und betreute später als Bischof Gläubige. Die Mormonen glauben, dass ein Engel namens Moroni ihrem Religionsgründer Joseph Smith ein Buch offenbarte, in dem unter anderem steht, dass Jesus nach seiner Kreuzigung in Amerika wiederauferstand. Dieses Buch Mormon vertreiben adrett gekleidete Missionare an der Haustür.

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS
Daneben gibt es aber auch Schriften wie die Handbooks of Instructions. Sie sind nicht offen zugänglich. Als Wikinews 2008 einen Artikel über die Mormonenkirche veröffentlichte, schickte die Firma Intellectual Reserve Inc., die das „geistige Eigentum“ der Religionsgemeinschaft verwaltet, der Wikimedia Foundation eine Aufforderung, einen Link auf einen Quellenverweis zu löschen. Begründet wurde dieses Ansinnen damit, dass eine Rechtsverletzung vorliegen würde, wenn der Text auf die Kopie zweier solcher Handbücher bei der Whistleblower-Organisation WikiLeaks verweist.

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  1. Nachtrag zu den Phantasien des Hochstaplers Joseph Smith

    Im Buch Mormon sind die semitischen Vorfahren der pro-kolumbianischen Indianer nach Amerika ausgewandert. Nachdem Gott beim Turmbau zu Babel ihre Sprachen verwirrte, sind die Jarediten etwa um 2200 v.C. in Booten nach Amerika gerudert. Damit waren alle Indianer Amerikas jüdischer Abkunft mit Vorvätern aus dem antiken Jerusalem des Königreichs Judäa, obwohl es dies Königreich nicht gegeben hat. Das göttliche Paradies von Adam und Eva war in Missouri, total unlogisch wie alles. Als kanonische Schriften gelten den Mormonen neben Teilen der Bibel mit Altem und Neuem Testament das Buch Mormon, Lehre und Bündnisse und die Köstliche Perle. Diese Schriftenreihe ist nicht abgeschlossen, da die Mormonenkirche fortgesetzt göttliche Offenbarungen erhält, die eventuell als Erweiterung einfließen.

    Die hebräischen Amerikasiedler brachten ihre gesamte Kultur mit, dabei gab zu der Zeit weder Hebräer noch Althebräisch als ihre Schrift und Sprache, die erst 1200 Jahre später entstand. Nach 1000 Jahren in Amerika wurden alle Völker bis auf die Lamaniten vernichtet, nach Joseph Smith die Vorfahren aller amerikanischen Indianer. Kein Indianerstamm in Amerika hatte eine Sprache, die Ähnlichkeiten mit Althebräisch aufweist noch hat es je solche Gravuren in Ton oder Stein gegeben. Im Jahre 2007 zwangen wissenschaftliche Beweise die Mormonen obige Aussage wie folgt zu ändern: Nach Tausenden von Jahren wurden alle vernichtet, bis auf die Lamaniten, und sie befinden sich unter den Vorfahren der amerikanischen Indianer.

    Der Stamm der Lamaniten frei erfunden von Joseph Smith hat in Amerika Tempel und befestige Städte gebaut, deren Ruinen nie gefunden wurden. Die Lamaniten kannten das Rad und das Pferd, obwohl beides erst durch die Spanier in die Neue Welt kam. Sie hatten Schafe, Rinder und Mastvieh, obwohl diese Tiere in Amerika unbekannt waren. Sie bauten Weizen, Gerste und andere Getreidearten an, obwohl die realen Indianer Nordamerikas Jäger und Sammler waren und wenige Stämme im Südwesten den Mais anbauten.

    Sie kannten neben Kupfer und Messing auch Schwerter und Stahl, obwohl Schwerter unbekannt waren und Stahl erst mittels Steinkohle bei Temperaturen über 1450 °C erschmolzen werden kann. Holzkohleschmelzen mit maximal 1000 – 1200 °C je nach Belüftung reichen nur für einfaches Eisen. Die Lamaniten kannten Seide und Leinen, obwohl Seidenraupen oder blau blühende Leinengewächse unbekannt waren. Bei der Menge dieser und weiterer absurder Phantasien nutzt es wenig, wenn Mormonen wie John Welch später erklären – Leinen wurde aus Fasern der Agaven und Seide aus Hasenhaaren gewonnen. Es bleibt nur die traurige Erkenntnis, dass hier zwar Aufklärung in Geschichte angebracht wäre, aber vollkommen sinnlos ist. Eine Stellungnahme vom renommiertesten Institut der Vereinigten Staaten bewirkte nichts:

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  2. Ich einem Disput um den wissenschaftlichen Wert der absurden Phantasien des veruteilter Hochstaplers Joseph Smith hat das Smithsonian Institute 1996 eine Erklärung abgegeben

    1. Das Smithsonian Institut hat das Buch der Mormonen in keiner Hinsicht als wissenschaftliche Quelle benutzt. Smithsonian Archäologen sehen keinen direkten Zusammenhang zwischen der Archäologie der neuen Welt und dem Thema des Buches.

    2. Die körperlichen Eigenheiten der Indianer sind generell mongoloid und am nächsten mit den Völkern von Ost-, Zentral- und Nordost-Asien verwandt. Archäologische Funde zeigen, dass die Vorfahren der Indianer der neuen Welt vermutlich während der letzten Eiszeit um 35.000 – 25.000 v.C. über eine Landbrücke der Beringstraße in einer fortlaufenden kleinen Migration in die neue Welt kamen.

    3. Gegenwärtige Beweise gehen dahin, dass die Normannen um 1000 n.C. als erste Menschen aus dem Osten Nordamerika erreichten. Sie besuchten aus Grönland kommend nur kurz den nordöstlichen Teil. Es gibt keine Hinweise, dass sie je Mexiko oder Zentralamerika erreichten.

    4. Die wichtigsten Beweise unterstützen die wissenschaftliche Feststellung, Kontakte mit der alten Welt waren – wenn es sie je gab – von sehr geringer Bedeutung für die Entwicklung einer Amerikanisch-Indianischen Kultur. Keine der grundlegenden Pflanzen oder Tiere der alten Welt wurden in vorkolumbianischer Zeit domestiziert, vielleicht ausgenommen der Hund. Die Indianer Nordamerikas kannten vor 1492 n.C. keinen Weizen, Gerste, Hafer, Hirse, Reis, Rind, Schwein, Huhn, Pferd, Esel, Kamel waren in Nord- und Südamerika zusammen mit dem Mammut und Mastodon bereits vor 10.000 v.C. ausgestorben, als frühe Großwildjäger durch den amerikanischen Kontinent streiften.

    5. Eisen, Stahl, Glas, und Seide waren in der neuen Welt vor 1492 n.C. unbekannt, ausgenommen gelegentliche Funde von Raseneisen. Kupfer wurde in vorkolumbianischer Zeit an verschiedenen Orten verhüttet, die Metallurgie beschränkte sich auf das südliche Mexiko und die Anden, wo Vorkommen von Gold, Silber, Kupfer und deren Legierungen in später vorkolumbianischer Zeit genutzt wurden.

    6. Es besteht die Möglichkeit der Verbreitung von kulturellen Kontakten über den Pazifik, Mittelamerika und die nordwestliche Küste von Südamerika über Hunderte von Jahren vor der christlichen Zeit. Jedoch sind solche inter-hemisphärischen Kontakte nur zufällige Reisen gewesen ausgehend vom östlichen und südlichen Asien. Es ist nicht sicher, dass derartige Kontakte je aufgetreten sind; ganz sicher gab es keinerlei Kontakte mit den alten Ägyptern, Hebräern oder anderen Ethnien aus dem westlichen Asien oder dem Nahen Osten.

    7. Keine renommierter Ägyptologe oder andere Spezialisten der Archäologie der alten Welt und kein ausgewiesener Experte der Vorgeschichte der neuen Welt haben je eine Beziehungen zwischen archäologischen Funden in Mexiko und in Ägypten bestätigt.

    8. Schriften der alten Ägypter, Hebräer und anderen Ethnien der alten Welt mit einem Kontext zur neuen Welt in vorkolumbianischer Zeit finden sich häufig in Zeitungen, Zeitschriften und Sensationsbüchern. Keiner dieser Texte hat einer Prüfung durch renommierte Wissenschaftler standgehalten. Keine Inschriften in der typischen Form der alten Welt geschrieben wurden je in Süd- und Nordamerika gefunden, ausgenommen einige wenige Germanische Runen Steine in Nordostamerika, wie sie ähnlich auch in Grönland gefunden wurden.

    Ich vermute Erich von Daeneken ist ein Nachkomme von Joseph Smith

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  3. „Joseph Smith, der Erzgauner aus Utha“ hat es einst geschafft, arme Irre für seinen Schwachsinn zu gewinnen. Auf die Anhänger trifft heute zu: „Wer mit der Herde geht, kann nur Ärschen folgen.“ Und die tun das, mit der für Religioten selbstverständlichen, vollen Begeisterung. Smith und Romney sind übrigens vom gleichen Kaliber. Das kann ja heiter werden, wenn der „Heilige Mitt der letzten Tage“ an den Drücker kommen sollte.

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