Käßmann, Merkel, Luther und jede Menge Bullshistic


Während sich die Kanzlerin zum Glauben bekennt und die Ex-Bischöfin für Stimmung sorgt, fragt sich die EKD, was man über die Reformation sagen könnte

Von Matthias KamannDIE WELT

Merkel hält ihre erste offizielle Rede vor einer EKD-Synode. Sie erhofft sich vom Reformationsjubiläum 2017 „missionarische Impulse“

Das evangelische Kirchenparlament sucht immer noch nach einer klaren theologischen Botschaft für die Feierlichkeiten in fünf Jahren

Das war mal ein Einzug: Nicht Popmusik vom Band wie bei Parteitagen, sondern Martin Luthers Choral „Nun freut euch, lieben Christen g’mein“ erklang, gesungen von den 120 Synodalen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), begleitet von Posaunen, als Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag die Synodentagung in Timmendorfer Strand besuchte. Von Synodenpräses Katrin Göring-Eckardt (Grüne) begrüßt „im Kreis Ihrer Glaubensgeschwister“, setzte die Pastorentochter und CDU-Vorsitzende zu Anfang ihrer ersten offiziellen Rede vor einer EKD-Synode zunächst eine ironische Spitze: „Man ist ja heute froh“, sagte Merkel, „wenn man von Kirchenseite freundlich behandelt wird.“

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2 Comments

  1. Warum singen die nicht das Luther Kirchenlied, das ihrem Denken und Handeln entspricht. Es hat nur 7 Strophen und wurde 1935 mit Abweichungen von Hermann Göring im Reichstag als Gesetz verkündet
    (1) Erstlich, daß man ihre Synagoga oder Schulen mit Feuer anstecke und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacken davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien und solch öffentlich Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilligt haben..
    (2) Zum anderen, daß man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben dasselbige drinnen, was sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun.
    (3) Zum dritten, daß man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein.
    (4) Zum vierten, daß man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren.
    (5) Zum fünften, daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe. Denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herrn noch Amtleute noch Händler oder desgleichen sind. Sie sollen daheim bleiben.
    (6) Zum sechsten, daß man […] nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold und lege es beiseite zum Verwahren. Und ist dies die Ursache, alles was sie haben haben sie uns gestohlen und geraubt durch ihren Wucher.
    (7) Zum siebten, daß man den jungen starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen. Man müßte ihnen das faule Schelmenbein aus dem Rücken vertreiben.

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  2. Die EKD fragt sich, was man über die Reformation sagen könnte ???
    Wenn die das nicht wissen, sollten sie mal den Papst danach fragen. 😉

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