7 Comments

  1. @emporda
    Was hat es mit „bodenständig“ zu tun, wenn man seine Vorfahren alle auf dem gleichen Friedhof beerdigt? Es hat etwas mit logistischem Vorteil zu tun, aber dahinter verbirgt sich doch keine positive Charaktereigenschaft.
    Und natürlich hinterfrage ich archaische Rituale (und genau das tust du auch).
    Die Verstorbenen leben nur in unserer Erinnerung, es gibt keine Seele oder irgendetwas was von dem Verstorbenen nach dessen Tod weiter existiert (bis auf seinen Körper für einige Zeit). Dieser Totenritus ist Teil jeder Religion, wer aber ein naturalistisches Weltbild hat, für den macht dieser Ritus auch keinen Sinn. Ich kann mir ein Foto von einem geliebten, verstorbenen Menschen als Erinnerung aufstellen/mit mir tragen, aber ein spezieller Ort an dem sein Körper vergraben wurde, hat doch keine Aussagekraft über diesen Menschen und verknüpft auch keine Erinnerungen an ihn (solange es ein Friedhof ist und nicht einer seiner Lieblings/Lebensplätzen).

    Gefällt mir

  2. @Karsten
    Es gibt in vielen Gegenden noch bodenständige Familien, die haben seit Generationen ihre Mitglieder auf dem immer gleichen Friedhof beerdigt.

    Unser Familiengrab der letzten 9 Generationen wurde 1945 umgepflügt. Ein Familienteil von mir hat ein Gemeinschaftsgrab in Dinslaken, der kleine Reste der Familie lebt zwischen 600 bis 20.000 km entfernt. Das Grab wird niemand besuchen. Meinen Vater haben die Russen 1945 als Rentner und WW-I Invaliden an den Baum gestellt und erschossen, er hatte zu viele wertvolle Goldzähne. Ich habe 65 Jahre gebraucht um aus 2500 km Entfernung an der Stelle einen Gedenkstein zu errichten, den ich nie sehen werde. Nach unserem Ableben im fernen Ausland wird allenfalls der Hund um uns trauern.

    Man sollte sich zurück halten die Gedenkrituale von Fremden zu kritisieren.

    Gefällt mir

  3. Das Problem besteht doch im Eigentlichen darin, dass die Eltern ein Andenken an ihren Sohn nach christlichem Gedankengut, auf einem christlichen Friedhof, aber nicht nach christlicher Symbolik errichten wollen. Das ist meiner Meinung nach sehr unkonsequent, was spricht dagegen auf einen städtichen Friedhof auszuweichen (vorrausgesetzt es existiert einer in nahem Umkreis, hierfür hat die Stadt Sorge zu tragen, um auch Nicht-Christen eine angemessene Beerdigung zu bieten oder das Bestattungsrecht zu liberalisieren)?
    Dem Jungen ist es eh egal, in diesem Fall kann ihm die Kirche kein Leid mehr antun.

    Gefällt mir

  4. …Immer noch wie im Mittelalter…….sozusagen gnadenlos christlich…..kirchlicher Amts/Machtmissbrauch…. .einfach unanständig…diskriminierend…eben ein Beispiel christlicher Moral im 21. Jahrhundert. ….Das Kind hat für die Kirche da zu sein und nicht die Kirche für das Kind…..

    Ein Paradebeispiel: Wir brauchen schnellstens die Trennung von Kirche und Staat…. wie in Frankrech seit 1905, dort Laizismus genannt.

    Gefällt mir

  5. Worin besteht das Problem, einen anderen Anbieter für ein Grab auszuwählen?
    Kirche – Abstimmung mit den Füßen…

    Gefällt mir

  6. Es fehlen einem die Worte und man kann sich nur noch für das barbarische Verhalten von diesen Artgenossen schämen. Durch diesen unfassbaren, traurigen Bericht, müsste jedem Religioten klar werden, mit welchen menschenverachtenden Charakterschweinen er es im Zusammenhang mit seiner sogenannten „Religion der Liebe“, in Wirklichkeit zu tun hat.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.