14 Comments

  1. @Rolo:

    Noch ein Gedanke: Der kleinste gemeinsame Nenner ist ja jetzt augenscheinlich mit dem geänderten Grabstein gefunden. Der Beschreibung nach ist der immer noch ausgesprochen geschmacklos, aber zumindest stört er den restlichen Friedhof nicht. Zu kritisieren sind an der Aktion nur die eltern, die mit der Sache an die Presse gegangen sind, die Kirche hat sich vorbildlich verhalten.

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  2. @Gelmir:

    Naja, wurden im Fall Jens Pascal die Angehörigen der Grabnachbarn befragt? Wohl eher nicht – wie auch?
    Daher ist es gut und richtig, dass die Kirche durch ihr Einschreiten eben diese und die Gesamterscheinung des Friedhofs schützt, um das Miteinander der Angehörigen friedvoll zu gestalten. Bei aller Gemeinschaft im Kampf gegen die Kirche: In diesem Fall hat sie einfach Recht!

    @Rolo:

    Vielleicht nehmen meine Angehörigen mich ganz schön wichtig, zumindest für die nächsten zehn, zwanzig Jahre nach meinem Tod? Entscheidest du, ob das „zu“ wichtig ist? Haben die nicht auf ein Recht auf ein Umfeld ums Grab, dass kein geschmackloser Fußball-Fanartikel-Laden ist? Mich als Angehörigen würde ein solcher Grabstein nebenan eben doch unglücklich machen, eben im Unterschied zu deiner Behauptung.
    Und wer besagt, dass Jens Pascal da im Konflikt mit meinen Wünschen das Vorrecht bekommt? Weil er die anrührigere Geschichte hat?

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  3. @Gnirx
    Nein, glaube ich nicht. Schon deswegen nicht, weil sich viele Menschen viel zu wichtig wähnen und dabei hoffnungslos überschätzen. Milliarden sind vor uns gegangen und Milliarden werden nach uns gehen und nur ganz wenige, sogenannte -Große-, egal ob im positiven oder negativen Sinne, sind den Nachfolgegenerationen noch ein Begriff. Den Grabnachbarn übrigens, sind die Denkmäler sowieso ziemlich egal und die Friedhofsbesucher sind in spätestens 100 Jahren genau so vergessen wie der kleine Jens und sein Grabstein. Warum sollte man dem Jungen seinen anrührenden, letzten Wunsch nicht erfüllen ? Durch das Versprechen es zu tun, hat man ihn zu Lebzeiten noch sehr glücklich gemacht. Die allermeisten Friedhofsbesucher macht es bestimmt nicht unglücklich. Und ein kleinster, gemeinsamer Nenner mit den -Angehörigen auf dem Friedhof- liese sich sicher auch leicht finden, wenn diese die eigene Selbsteinschätzung nicht allzuhoch ansiedeln würden.

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  4. Der letzte Wunsch des neuenjaehrigen Jens Pascal sollte erfuellt werden, denn es ist ganz normal und gesund als Junge Sport zu lieben.

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  5. Ein Hirntumor ist schrecklich, erlaubt es dem Jungen aber nicht, die Würde meines Grabes nebenan zu stören, wo meine Angehörigen ungestört von BVB-Fanartikeln trauern möchten. Sollen die von meinem Grab wegbleiben, weil die Geschichte von Jens Pascal tragischer ist als die meines Todes?

    Meine Güte, bei soviel Hirndurchfall bleibt mir ja fast die Spucke weg.

    Was hindert dich, Gnirx, denn eigentlich daran, in deinem letzten Willen zu verfügen, auf keinen Fall neben dem Grab eines an Hirntumor gestorbenen 9-jährigen BVB-Fans beerdigt zu werden, dessen letzter Wunsch eben so ein Grabstein war?

    Nicht das deine Nachkommen bei ihren Pflichtbesuchen an deinem Grab etwa noch in ihrer Langeweile gestört werden…

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  6. @Rolo:

    Und glaubst du nicht, dass ein bisschen Konservativismus dort angebracht ist, wo viele Menschen auf kleinem Raum miteinander auskommen müssen (sprich: die Angehörigen auf einem Friedhof)? Dort sollte dann auch – in gewissen Grenzen – ein Gedanke des kleinsten gemeinsamen Nenners herrschen (oft belächelt, in diesem Fall aber durchaus gut und nötig).

    Ein Hirntumor ist schrecklich, erlaubt es dem Jungen aber nicht, die Würde meines Grabes nebenan zu stören, wo meine Angehörigen ungestört von BVB-Fanartikeln trauern möchten. Sollen die von meinem Grab wegbleiben, weil die Geschichte von Jens Pascal tragischer ist als die meines Todes?

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  7. @Gnirx
    Konservatismus ist meistens ganz schön laaaaangweilig. (Da sind ja die Chinesen schon weiter. Bei denen ist inzwischen der Mao-Look, durch farbenfrohe Klamotten abgelöst.)

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  8. @Kyp
    Wer immer Kyp sein mag. Kapiert hat er rein gar nichts. Weder die Zusammenhänge der Kommentare hier, noch die Zusammenhänge von Menschenverarschung und Religionen. Aber genau das sind die armseligen Kreaturen, von denen Religionen und vor allem ihre institutionellen Anführer leben. -Bedauernswerter Typ, der Kyp-

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  9. Also, hier heißt es ja immer: Kirche ist böse und Religioten und so weiter. Aber mal ganz ehrlich: Ich möchte nicht, dass meine Verwandten mein Grab besuchen müssen, das neben einem BVB-Grab liegt. Ein solcher Grabstein ist vielleicht aus kirchlicher Sicht unchristlich, aus meiner Sicht aber ganz klar „unsittlich“. Um ein gewisses, wünschenswertes Friedhofsbild sicherzustellen, muss es (durchaus enge) Grenzen bei der Wahl der Grabmäler geben. Genauso, wie in Bebauungsplänen die Farbe von Hausdächern vorgeschrieben wird, um ein einheitliches Stadtbild sicherzustellen. Nur weil der Junge mit neun gestorben ist (was tragisch ist), muss man jetzt ja aber auch nicht im Reflex jede Scheißidee von ihm gutheißen.

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  10. @Sospetto – Welcher Gedanke hier für wen zu hoch ist, basiert auf dem Blickwinkels des Betrachters.

    Schön gesagt, nur der Verblichene gibt die Spielregeln vor. Eine entfernte Bekannte wollte ihre Asche im Meer verstreut wissen. Dabei hat sie ausdrücklich verfügt, dies soll nur im August geschehen, weil dann das Meer nicht so kalt ist.

    Über was oder wenn soll man da noch lachen dürfen. ?

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  11. @Kyp: Welcher Gedanke hier für wen zu hoch ist, basiert auf dem Blickwinkels des Betrachters. Du glaubst offensichtlich auch, die grünen Wiesen des Paradieses schauen zu dürfen.
    Als ob es für einen Toten einen Unterschied machte was auf seiner Ruhestätte steht. Hier geht es doch einzig und allein um den Schmerz der noch lebenden Eltern, die dieses letzte Versprechen an ihren Jungen nicht einhalten können. Das aber rührt euch Religioten nicht, es geht nur um die plakative Einhaltung der Regeln der Ewiggestrigen.

    Ich hoffe, dass diese Aktion wieder einige Schafe aufweckt und zum Austritt aus Eurem Verein veranlasst. 😈

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  12. Wie hirnverbrannt bist du eigentlch, ein Grabsteinverbot DER KIRCHE als „ewiges, wahres Gesicht der Religion“ anzusehen? Hätten „Christen“ 1933-1945 nach dem gelebt, was in ihrem religiösen Buch steht, hätte es keine Machtergreifung Hitlers und keinen Weltkrieg gegeben. Aber dieser Gedanke ist wohl zu hoch für Antireligions-Idioten.

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