Designierter Anglikaner-Primas: Religion darf nicht zum Hobby werden


Justin Welby, Photograph: Owen Humphreys/PA

Justin Welby warnt vor Entwicklung, dass Glaubensgemeinschaften gesellschaftlichen Nutzen nachweisen müssen

kathweb

Der künftige anglikanische Primas, Bischof Justin Welby, hat vor einem Abdrängen von Religion in die Freizeit gewarnt. Religion dürfe nicht zu einer bloßen Privatsache oder zu einem Hobby werden, zitieren britische Zeitungen (Donnerstag) aus einem Vortrag des designierten Erzbischofs von Canterbury. Es habe gravierende gesellschaftliche Auswirkungen, wenn Religion von einer Frage von Wahrheit und Autorität zu einer reinen Freizeitaktivität heruntergestuft würde, betonte Welby in seiner bisherigen Bischofsstadt Durham.

Im politischen Diskurs gebe es ein weit verbreitetes Vorurteil, dass wer einen religiösen Glauben habe, für ernsthafte politische Meinungsäußerungen disqualifiziert sei, so der Bischof weiter. Dabei sei die Vorstellung, dass Religion so weit privatisiert werden könne, dass es keinen Einfluss auf das eigene Verhalten mehr habe, „offenkundig absurd“.

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