Krankenhäuser: „Orte der Verkündigung des Himmelreichs“


Eine Seelsorgerin im Gespräch mit einer Patientin in einem Aargauer Spital (Bild: Reformierte Landeskirche Aargau)

Führende Vertreter der katholischen Kirche haben im Vatikan die grosse Bedeutung von Spitälern für die Glaubensvermittlung herausgestellt. Überall dort, wo Menschen angehört und mit all ihren körperlichen und seelischen Leiden umfassend betreut würden, entstünden „Orte der Verkündigung des Himmelreichs“, sagte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone am Donnerstag in seiner Predigt zur Eröffnung des 27. Internationalen Kongresses des päpstlichen Gesundheitsrates.

kipa-apic

Bertone hob während der Messe im Petersdom zudem hervor, dass ethische Massstäbe in der Medizin heute nötiger denn je seien. Es bestehe die „grosse Gefahr“, dass der Mensch zum blossen Mittel der Forschung werde, das keinerlei Würde besitze, so der Kardinalstaatssekretär. Zugleich verwies er auf den engen Zusammenhang zwischen körperlicher Gesundheit und geistlichem Heil. Die Hoffnung auf eine Heilung oder Genesung von physischen Leiden beinhalte unausgesprochen stets auch die Hoffnung auf Heil.

weiterlesen

3 Comments

  1. Bertone und Konsorten werden immer mit der Angst vor der Zukunft versuchen ihre Schäfchen einzulullen, besonders wenn sie sich in körperlichem und seelischem Notstand befinden.
    Wir Atheisten wissen es besser und kommen nicht mehr in Versuchung. Diejenigen, die es aber interessieren sollte, wollen es nicht hören. Mein soziales Umfeld demonstriert mir das jeden Tag. Selbst meine allernächsten Freunde, welche meine Ansichten sehr genau kennen, passen mit einem Augenzwinkern auf, nicht in ein Thema abzurutschen, das sie zu einer direkten Aussage über Religiotie nötigen könnte. Leben und leben lassen ist meine Devise. Damit lebe ich ganz gut und halte es wie Nikos Kazantzakis, der sich folgende Worte auf den Grabstein meißeln lies:

    Ich erhoffe nichts.
    Ich fürchte nichts.
    Ich bin frei.

    Und meine eigene Erweiterung lautet: Ich bin glücklich.

    Gefällt mir

  2. Da besteht durchaus Aufklärungsbedarf. Die Schwurbelrkünstler der Religion müssen erklären, warum
    eine Frau besser an Blutvergiftung stirbt und warum ihr abgestorbener Fötus nicht abgetrieben werden darf,
    ein Zeuge Jehovas elendig verblutet muß, weil keine Bluttransfusion verabreicht werden darf
    ein Junge zwangssterilisiert wird, weil nach Weisung des Priesters nur so seine homosexuelle Neigung so bekämpft werden kann
    ein Quacksalber an Gottes absolut perfekter Schöpfung die Genitalien zurecht schnippeln muß
    Olivenöl verabreicht mit Knoblauch und roten Beeten AIDS heilt und jede HIV Therapie somit überflüssig ist
    Schutzimpfungen gegen Polio und den Krebs erregenden Papilloma Virus sinnlose Scharlatanerie des Relativismus sind
    usw. usw.

    Gefällt mir

  3. „Die Bedeutung von Spitälern für die Glaubensvermittlung“ ? „Orte der Verkündung des Himmelreichs“ ?
    Eher das große Geschäft mit menschlicher Verzweiflung und Angst einerseits, sowie unhaltbar-verlogener Versprechungen und gefraselter Würde andererseits. Wo der Tod lauert ist die Kirche seit jeher und in jeder Beziehung, oft genug auch exekutiv, allgegenwärtig.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.