Dodo Hahne über Gott in Auschwitz


Wo war Gott in den letzten Tagen in der Ostküste in den USA, wo in Fukushima in Japan, wo, als ein Bus voll fröhlicher Kinder ungebremst gegen eine Tunnelwand raste, wo, als ein 12-jähriges Mädchen in einem Wald brutal vergewaltigt und grausam getötet wurde?

Radio Vatikan

Mein Gott, warum ? klagte die Wochenzeitschrift „Die Zeit“ nach dem schrecklichen Erdbeben in der Türkei? Ja, und die Frage aller Fragen: wo war Gott in Auschwitz? Diese Frage stellt sich immer wieder neu. Peter Hahne, prominenter und profilierter Fernseh-Korrespondent, Bestseller-Autor, Spitzen-Journalist beim ZDF und gelernter Theologe bietet keine Patentantworten an, sondern Lebenshilfe. Er ist Kommunikator für ethische Wertvorstellungen in den modernen Medien in den Bereichen Politik, Gesellschaft und Religion. In der Neuauflage seines Bestsellers „Leid – warum lässt Gott das zu?“ geht Peter Hahne auf diese Thematik ausführlich ein.

Herr Hahne, worin besteht Ihre Hauptbotschaft, wenn Sie reden, wenn Sie schreiben, wenn Sie kommunizieren?

„Eigentlich ist mein Hauptanliegen: Hoffnung machen. Hoffnung, das ist für mich so etwas wie der Sauerstoff des Lebens. Wenn die Hoffnung weg ist, dann bleibt nur Verzweiflung. Deswegen bin ich auch in meinem journalistischen Engagement gegen diese Düsternis, die oft mit dem Tremolo der Betroffenheit verbreitet wird. Wir müssen Hoffnung machen und dazu möchte ich beitragen.“

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6 Comments

  1. @Josef Sefton
    „Liebe ist immer bereit zu verzeihen, stets vertraut sie, sie verliert nie die Hoffnung und hält durch bis zum Ende.“
    Soviel menschenverachtenden Zynismus ist man auch von Peter Hahne gewohnt. Jaja, die armen Juden in Auschwitz auf denen die Gaskammer wartete, haben halt einfach nur aufs falsche Pferd gesetzt, nicht wahr? Hätten sie mal nur rechtzeitg vom jüdischen Glauben abgelassen. Nun wird von vielen gesagt „es haben aber doch auch welche überlebt?“ Das waren also die, die ihre Hoffnung nicht aufgaben? Bei soviel Ignoranz kommt mir leider mein Frühstück wieder hoch.
    Hoffnung ist nichts als ein tröstender Blick in eine nicht reale Zeit, die Zukunft nämlich. Nützen tut sie keinem. Schon gar nicht dem Menschen auf der Erde, der sie konstruiert hat. Aber bequem ist die Hoffnung allemal. Wesentlich bequemer, als in die Hände zu spucken und die Probleme anzugehen.
    Die Juden in Ausschwitz hatten, wenn sie halbwegs stark waren, nur noch die Hoffnung, weil sie genau wußten, dass sie Sterben werden würden. Hoffnung ist das Valium eines Sterbenden.

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  2. Das Wichtigste ist die Liebe. Liebe ist immer bereit zu verzeihen, stets vertraut sie, sie verliert nie die Hoffnung und hält durch bis zum Ende. Im 1. Johannesbrief 4,8 lesen wir: „Gott ist die Liebe“.

    laube und Hoffnung verankern die Liebe. Die Liebe erwächst aus dem Glauben an Jesus Christus. Das Vertrauen zu Jesus Christus ist der Schlüssel zu einem neuen wertvollen Leben.

    Solange diese Erde besteht gilt der Vers aus 1.Timotheus 2,4: „Gott will, dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“

    Es ist mir ein Anliegen, Glaube, Hoffnung und Liebe weiterzugeben an die Menschen, mit denen ich lebe. Ich wünsche es für dich und für uns alle.

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  3. Zum Gott in Auschwitz ein wesentlicher Fakt der Geschichte

    Im dritten Reich waren 10% der 80 Millionen Deutsche Mitglieder der NSDAP, bei den beiden Amtskirchen waren von den Priestern, Pfarrern und sonstigen 50% NSDAP-Mitglieder, und zwar von der besonders strammen Sorte. Darauf haben die Kirchen-Oberen bis hin zum Papst geachtet. Wer stramm dafür war bekam eine friedliche Gemeinde mit heizbarer Kirche, wer Kritik übte wurde Batallionspfarrer an der Ostfront (Lebensdauer 3 – 6 Monate)

    In den KZs der NAZI-Diktatur sterben 1034 Priester, darunter 868 aus Polen. Sie sind zur falschen Zeit am falschen Ort, ihrer Kirche ist Geld viel wichtiger. Es war eine gezielte Methode zur Ausrottung aller Nicht-Arier im Klerus. Das ließ sich nach Kriegsende hervorragend als Widerstand verkaufen – wir waren schon immer dagegen.

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  4. Hoffnungen zu verbreiten ist wichtig und somit das Hauptgeschäft aller Religionen

    Depressionen oder Angst gefährden die Gesundheit. Eine Studie im British Medical Journal an 70.000 Menschen belegt selbst leichte psychische Probleme lassen Menschen früher sterben. Mit dem heutigen Stand in Wissenschaft, Medizin und Pharmazeutik sind die Zahlen wie folgt:
    Lebenserwartung Land (Eurostat Jahresbericht 2010)
    82,7 Jahre Japan
    81,5 Jahre Australien
    79,2 Jahre EU-27, USA
    72,3 Jahre Brasilien
    72,8 Jahre Saudi Arabien
    71,8 Jahre Türkei
    66,5 Jahre Russland
    63,5 Jahre Indien
    51,6 Jahre Süd Afrika

    Was ist los mit dem himmlischen Zombie, versteht er das Portugiesisch der eifrig betenden Brasilianer oder das Russisch der Russen nicht? Kennt Allah als Hüter supergeiler Jungfrauen das Leid der Türken nicht? Was machen die Christen in Südafrika nur verkehrt? Da verteilen katholische Priester eifrig HIV infizierte Kondome um die 800 AIDS-Tote je Tag zu garantieren. Oder ist Beten nur Zeitvergeudung und psychischer Stress? Im Himmel hört niemand zu, Bakterien und Viren lachen sich über die Gebete kaputt und vermehren sich ungebremst.

    Fiktive Götter und Dämonen machen keine heiligen Kriege, Vulkanausbrüche, Tsunamis, Erdbeben, Tornados, Pandemien, haben kein Paradies und kein ewiges Fegefeuer der Hölle. Zufriedene Menschen gehen nicht in Kirchen um sich die Genitalien zu verstümmeln, dabei die Erbsünde eucharistisch wegzubeten und belohnen die Kinderficker Sekte mit viel Geld.

    Kardinal Meisner als größte RKK Dumpfbacke prunkvoll mit Gold besticktem Gewand als Zeichen seiner Menschenverachtung erklärt das Leid seiner Christen als Geschenk Gottes um den Glauben zu stärken:
    „Es ist etwas sehr Schönes, wenn man sieht, wie die Armen ihr Kreuz tragen. Wie die Passion Christi, ist ihr Leid ein großes Geschenk für die Welt“
    Schuld durch absurde Moralvorgaben macht den religiösen Humbug notwendig. Damit der allerletzte Einfaltspinsel überzeugt wird, braucht es Drohungen mit Not, Elend, heiligen Kriegen und Scheiterhaufen.

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  5. Was ist das für ein Leben, welches immer nur aus Hoffnung bestehen soll? Wäre doch erst einmal zu klären, was durch Hoffnung allein jemals verbessert wird. Gottes Verhalten? Keine Naturkatastrophen mehr ? Gerechtigkeit ? Mehr Menschlichkeit , Nächstenliebe etc. ? Natürlich hat der Herr Hahne auf all diese Fragen keine Patentantwort. Woher auch ? Aus seinem Theologiestudium ? (Gestatten wenn ich hier grinse. 🙂 ) Aber, wenn Religioten wie er nicht mehr weiterwissen, bieten sie überirdische „Lebenshilfe“ an. Na ja, damit wären wir dann wieder bei den obigen Fragen angelangt. Meine Hoffnung besteht darin, dass immer mehr Menschen diesen Bluff durchschauen, den Pfaffen und ihren Wasserträgern die rote Karte zeigen und sich auf die eigenen Hinterfüße stellen um das Leben, so wie es ist zu meistern und um, ohne die vergebliche Hoffnung auf himmlische Hilfe und ohne Furcht vor den angeblichen Auswirkungen des Gelabers dieser vermeintlichen „Lebenshelfer“, leben zu können.

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