Gottvergessenheit und der Atheismus im Alltag


Viele Ansätze religiöser Sprachfähigkeit (Bild: picture alliance / dpa / Friso Gentsch)

Sich heute Atheist zu nennen, ist ein Bekenntnis zum gesellschaftlichen Status quo. Nicht religiös zu denken, ist zur Gewohnheit geworden. Dennoch entstehen jenseits von gelebter Religiosität und Glaubenspraxis neue Formen eines Kulturchristentums.

Von Thomas KlattDeutschlandfunk

„Dass Menschen Gott vergessen und ohne seiner inne zu sein ihren Alltag verbringen, ist nichts, was erst heute oder mit dem Beginn der sogenannten Neuzeit zu beobachten ist. Die Klage begleitet das jüdisch-christliche Zeugnis schon immer. Ihr habt mich vergessen!“

Klagten schon im Namen Gottes die alttestamentlichen Propheten. Der evangelische Theologe Wolf Krötke weist darauf hin, dass gerade der jüdisch-christliche Monotheismus erst die menschliche Gottvergessenheit möglich gemacht hat.

„Das scheint die Schattenseite der neuen Epoche von Gotteserfahrung zu sein, die Israel in der Religions- und Weltgeschichte eingeläutet hat. Die polytheistischen Götter und göttlichen Naturgewalten, die konnten nicht vergessen werden. Sie walteten in der religiösen Vorstellungswelt der Antike überall und aufdringlich in ihrem Alltag und mussten ständig beachtet werden, damit es einem wohl ergeht. Der Glaube an den einen, der Welt jenseitigen Gott hat die Welt entgöttert.“

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9 Comments

  1. @Eso-Policier

    orthodoxe Wissenschaft

    Ich liege vermutlich nicht falsch, wenn ich einfach mal so ganz keck annehme, das du nicht den blassesten Schimmer einer Ahnung hast, was Wissenschaft eigentlich ausmacht.

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  2. Theologe Wolf Krötke betreibt Religiotie im Quadrat. Für die extreme Dummschwätzerei bekommt er gut 4000 €/Monat und später 3000 €/Momat an Pension

    Die alten Ägypter haben zur Zeit der Keilschrift (3500 – 2300 v.C.) mit etwa 200 Göttern angefangen und haben in der Zeit von Ramses I bis III gut 700 verehrt. Andere frühen Kulturen, oft nur eine einzige Stadt wie Ugarit, Ebla, Mari, Auaris usw., hatten mehrere Dutzend Götter. Die heutigen 4350 praktizierten Religionen haben geschätzt 3000 Götter.

    Wer will oder kann sein Leben nach den Vorgaben von Tausenden Götter gestalten, die nur in der Phantasie von geistig Behinderten existieren. Insbesonders wenn er wie in der islamischen Welt mit über 2 Milliarden Menschen zur Gruppe der 75% Analphabeten gehört und nichts über die „Befehle“ der vielen Götter lesen kann.

    Aber es gibt ja die Abzocker in goldbestickten Weiberkostümen mit dicken Dienstwagen und feudalen Amtssitzen, die erklären es ihm genau zum eigenen Vorteil

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  3. „Die polytheistischen Götter und göttlichen Naturgewalten, die konnten nicht vergessen werden. “
    Der Herr Theologe mit dem wunderbar passenden Namen, hat anscheinend noch nie was von Epikur oder Protagoras gehört.

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  4. Genauso wie die beliebte Formel von der “Leugnung Gottes” handelt es sich bei der “Gottesvergessenheit” um einen ziemlich tendenziösen Begriff, da er ja impliziert, dass es das was da vergessen bzw. geleugnet wurde tatsächlich gibt. Kann man das nicht neutraler formulieren?
    Mieser Beitrag – shame on you, Deutschlandfunk!

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  5. @Eso-Policier
    Normalerweise mache ich um alles was nach Eso riecht einen großen Bogen. Aber weil Du so nett darauf hinweist, ging ich eben mal auf Deinen Blog. Ohjemine, schon arg was ich mir da zugemutet habe. Wie meint Sospetto richtig ? „…haltloses, unerträgliches, religio-eso Geschwurbel“.

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  6. @ Sospetto
    Wir müssen der orthodoxen Wissenschaft etwas entgegenstellen. Es gibt Behauptungen, z. B. dass es einen Urknall gegeben hat, dass die Zeit und der Raum endlich sind. In Wirklichkeit ist das Universum unendlich.

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  7. @Eso-Policier
    Warum sollte jeder zumindest der Meinung sein, dass unsere Welt ein religiöses Ding ist? Hat jemals eine andere Tierart eine religiöse Stätte gebaut, oder wurde es beim Beten angetroffen?
    Alles haltloses Geschwurbel. Eso ist unbewiesese Kunst und in den meisten Fällen Scharlatanerie, aber ReligiEso ist unerträglich. 👿

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  8. Konfessionslosigkeit, die u. a. in den ehemaligen kommunistischen Staaten stark verbreitet war, ist etwas Schlimmes. Jeder Mensch sollte zumindest der Meinung sein, dass unsere Welt ein religiöses Ding ist. Es gibt z. B. unendlich viele Lebewesen im Universum. Es gibt aber orthodoxe Wissenschaftler, die behaupten, dass es nur endlich viele Lebewesen im Universum gibt. Mehr dazu auf meinem Blog.

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