CDU Gröhe: „Grüne“ sind unaufrichtig und doppelzüngig


Hermann Gröhe, Bild: News Republic

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe wirft den Grünen ein doppeltes Spiel in der Kirchen- und Religionspolitik vor: „Es ist unaufrichtig und doppelzüngig, wenn die Grünen Kirchenfreunde ins Schaufenster stellen, in der Programmwerkstatt aber erbitterte Kirchengegner den Ton angeben“, sagte Gröhe der „Welt“.

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Nach Ansicht des CDU-Generalsekretärs ist es ein Widerspruch, dass die Grünen mit EKD-Synodenpräses Katrin Göring-Eckardt und dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, gläubige Christen in Spitzenpositionen rücken, aber im Programm zahlreiche kirchenkritische Positionen vertreten. Aktueller Anlass ist für Gröhe ein auf dem grünen Bundesparteitag am 17. November in Hannover gefasster Beschluss, wonach der arbeitsrechtliche Dritte Weg der Kirchen nur für solche Betriebe in kirchlicher Trägerschaft gelten soll, die, so der Beschluss, „mehrheitlich vom jeweiligen Träger finanziert werden“.

Tatsächlich aber werden kirchliche Kindergärten, Krankenhäuser oder Pflegeheime überwiegend vom Staat oder durch Leistungen der Sozialkassen finanziert. „Der Beschluss der Grünen ist ein schwerer Angriff auf die bewährte Partnerschaft von Staat und Kirchen in Deutschland“, sagte Gröhe der Zeitung. Der Staat fördere „zu Recht die ganz erheblichen kirchlichen Beiträge im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich“ und sichere damit auch „ein plurales Angebot“. Dies werde durch die Grünen gefährdet. Gröhe: „Die grüne Politik wäre das Aus für profilierte christliche Kindergärten, Schulen, Beratungsstellen und Krankenhäuser, die unserer Gesellschaft gut tun.“

DIE WELT CDU wirft Grünen „doppelzüngige“ Politik vor

3 Comments

  1. Damit verstößt Herr Gröhe eklatant gegen das Prinzip der Trennung von Staat und Kirche, wenn er, ausgehend von privaten Glaubensangelegenheiten von Göring-E. und Kretschmann annimmt bzw. fordert, dass die Grünen eine Grüne Christliche Partei wäre…Aber dioese Trennung gibt es in den Augen der „C“-PArteien und leider auch in der SPD (siehe Thierse) ja praktisch nicht.

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  2. Was für eine nebulöse Vermischung von Realität und Abzockerei

    „Der Staat fördere zu Recht die ganz erheblichen kirchlichen Beiträge im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich”

    Daran ist als sozial geboten nichts einzuwenden, die Einrichtungen werden von denen genutzt, welche die Steuern dafür verdienen und zahlen. Dagegen zahlen die religiösen Träger fast nichts

    “Der Beschluss der Grünen ist ein schwerer Angriff auf die bewährte Partnerschaft von Staat und Kirchen in Deutschland”

    Jetzt kommt die Katze aus dem Sack, Kinderficken ist eine ebenso bewährte Partnerschaft wie Diskriminierung von Menschen nach Geschlecht, Glaube, Lebensführung usw. Die Kirchen tragen an den sozialen Einrichtungen, deren Namen sie schändlich mißbrauchen, maximal 7 % der entstehenden Kosten. Das ist Betrug

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  3. Ist doch gut Herr Gröhe, das könnte bedeuten, „da weiß man wenigstens wen man zu wählen hat“. (Allerdings auch wieder einmal nur mit Einschränkung. Solange Theologen(innen) und ähnliche Religioten bei denen an der Spitze mitmischen, ist man da genau so angeschmiert.)

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