Indonesiens Indigene fordern Anerkennung traditioneller Religionen


Dayak, ehemalige Kopfjäger, Bild: dritte welt.de
Dayak, ehemalige Kopfjäger, Bild: dritte welt.de

Die traditionellen Religionen der indigenen Völker Indonesiens sollen gesetzlich geschützt werden. Das haben die rund 700 Delegierten von 300 indigenen Völkern des südostasiatischen Inselstaates auf einem Kongress in der Stadt Surabaya auf Ost-Java von der indonesischen Regierung gefordert, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in Göttingen.

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Solange das Parlament in Jakarta noch kein Gesetz zum Schutz von Animisten verabschiedet habe, solle die Religionszugehörigkeit in den Personalausweisen nicht mehr angegeben werden, um Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen zu vermeiden, erklärten die Vertreter der Ureinwohner.

„Glaubensfreiheit muss auch für die Millionen Angehörigen indigener Völker auf allen Kontinenten gelten, die seit ungezählten Generationen Anhänger des Schamanismus oder Animisten sind“, erklärte der Asienreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius.

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2 Comments

  1. @rhenus
    Ein begrenzte Diversität der Kulturen ist durchaus wünschenswert, ein europäischer Einheitsbrei an Menschen wäre zumindest für mich ein Albtraum.

    Genau so schlimm wäre die absolute Diversität in einem Europa bestehend aus vielleicht 257 Trachtengruppen jeweils mit eigenem Dialekt und striktem Gehabe in Religion und volklorischen Unfug. Es gibt diesen Wahn in Ansätzen in Catalunien, Baskenland, Nord-Irland, bei den Flamen in Belgien und einigen weniger schlimmen „blockheads“

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  2. Der Kampf gegen Religiösen Kolonialismus ist noch lange nicht vorbei. Die Kirchen haben in 2000 Jahren „Mission“ zehntausende menschlicher Kulturen inklusive deren Sprachen mit einem monotheistischen Gotteswahn zerstört.

    Menschenrecht tut Not, es schützt die Kulturen.

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