Gott sei Dank gibt es noch richtige Atheisten


Ist da oben was – oder nicht? Das ist der alte Streit zwischen Atheisten und Christen. Foto: photocase
Ist da oben was – oder nicht? Das ist der alte Streit zwischen Atheisten und Christen. Foto: photocase

Norbert Blüm und Peter Henkel streiten in einem Buch und live in Freiburg über Gott.

Badische Zeitung

Gott sei Dank gibt es noch Atheisten. Richtige, gläubige Atheisten voll des heiligen Zorns – nicht bloß diese Pseudoatheisten, denen Gott nichts bedeutet, weil sie zu faul oder zu beschäftigt sind, über ihn nachzudenken. Einem solchen veritablen Atheisten, dem Linksintellektuellen Peter Henkel (70), verdankt sich ein kurzweiliges Büchlein, das natürlich nur deshalb im gottesfürchtigen Herder-Verlag in der Erzbistumsstadt Freiburg erscheinen konnte, weil darin zu gleichen Teilen auch ein glühender Katholik zu Wort kommt, Norbert Blüm (77). Ermuntert durch Verleger Manuel Herder, haben die beiden sich über mehrere Monate hinweg einen Briefwechsel zu der nicht ganz taufrischen Frage geliefert: Gibt es Gott? Oder ist „Gott“ eine Erfindung?

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5 Comments

  1. Der Vorwurf eines Arbeitskollegen, ich hätte die Bibel nie gelesen, startete bei mir die Evolution vom latent Gläubigen über den Agnostiker zum Atheisten. Der Weg zum zornigen Antitheisten war dann aber nicht mehr weit. Das Ganze dauerte etwa 5 Jahre.
    Wie auch Alexia, zwinge ich mich manchmal das ganze Thema als unwerte Zeitverschwendung abzutun. Dann aber lese ich wieder irgendeinen hanebüchenen Mist eines Religioten. Und ich weiß nicht wie es passiert, dann schwillt mir der Kamm vor Zorn über so viel Gedankenlosigkeit und Blödheit. Es sind genau Leute wie Blüm, Thierse und andere Politreligioten welche in mir einen Ekel generieren, da diese Typen aus Berechnung so reagieren. Natürlich kann man nicht unbedingt ausschließen, dass der ein oder andere sogar glaubt was er sagt. Da bin ich aber sehr skeptisch. Auf jeden Fall benutzen diese Leute ihre öffentliche Position um den Kuttenbrunzern nach dem Maul zu reden und das Volk dumm zu halten. Leider stimmt dieses afghanische Sprichwort nach wie vor.

    Die Mutter der Dummen ist immer schwanger!

    Ja, ich bin zwischenzeitlich ein zorniger Antitheist – eigentlich sogar ein aggressiver Fundamentalist.

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  2. @nickpol
    „Gott sei Dank gibt es noch Atheisten. Richtige, gläubige Atheisten voll des heiligen Zorns – nicht bloß diese Pseudoatheisten, denen Gott nichts bedeutet, weil sie zu faul oder zu beschäftigt sind, über ihn nachzudenken“

    Was für ein Haufen „bullshit“, Atheisten sind weder gläubig noch in irgend einer Form mit einem all-mächtigen Zombie verbunden.

    Ein Gotteswahn als Psychose wandelt sich zur Pseudo-Realität im Unterbewusstsein. Gläubige die mit fiktiven Dämonen sprechen sind geistig schwer gestört, die schizophrene Psychose schmeichelt ihrer kranken Psyche. Der Wahn gepaart mit Autoritätsproblemen, Narzissmus und Realitätsverweigerung ist nur mit Psychopharmaka, Neuroleptika oder der Gummizelle zu stoppen. Defizite im ventralen (orbitofrontalen) Cortex führen zur Risikobereitschaft, asozialem Verhalten, Gewalt unter Missachtung moralischer Regeln, typisch bei Religioten und dementen Alten, die in Heimen zum Schutz der Mitbewohner an den Stuhl gefesselt werden müssen.

    Dazu gibt es eine aktuelle Geschichte. Zum Streik der Bergleute in Süfafrika hat ein führender Gewerkschaftler den großen Stammeszauberer eingeladen. Der hat in einer Zeremonie alle mit der „heiligen Flüssigkeit“ beträufelt und dadurch unverwundbar gemacht. Dann haben sich alle mit Knüppeln und Eisenstangen bewaffnet und sind auf die Polizeiapsperrung los. Die Poliziet hat geschossen und schnell lagen 20 Tote im Rinnstein.

    Die Stellugnahme des streikenden Gewerkschaftlers hätte Nobi Blüm genau so gut gekonnt „Zum Glück hat uns der Zauberer alle unverwundbar gemacht, sonst hätte es noch viel mehr Tote gegeben“

    Irgend jemand hat dabei zufällig die Realität erschossen, eine Blume auf ihr Grab

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  3. Ich war mal richtig *a*theistisch.
    Gott – dass heißt der Begriff „Gott“ spielte für mich überhaupt keine Rolle.
    Kommentare wie „Wie kannst du nicht an Gott glauben?“ erwiederte ich mit einem eher verwirrten „Äh, wie KANN man denn daran glauben?“ und kümmerte mich dann um um andere, weltliche Dinge ohne weiter darüber nachzudenken. Reliogion war mir tatsächlich egal.

    Irgendwie wurde alles anders, nachdem ich „Gotteswahn“ gelesen hatte. Heute wäre es mir lieber, ich hätte es nicht getan.
    Ich weiß nicht, ob ich noch a- oder schon anti-theistisch bin. Ein „echter“ Atheist bin ich jedenfalls nicht mehr. Seit diesem Buch wird meine Aufmerksamkeit permanent von Missständen, die von den meisten großen Religionsorganisationen verursacht werden, angezogen.
    Und ich bin mir sicher, dass meine eher nicht versteckte Ablehnung eher zu noch mehr Polarisierung und einer Verschärfung dieser Missstände führt.

    Es ist mir sogar unmöglich, Freunde aus den USA davon zu überzeugen, dass Atheismus keine Religion ist. Die Atheisten dort gründen eigene Kirchen und werfen genau wie religiöse Fundamentalisten mit leeren Phrasen um sich. Sie verkaufen ihre „Lehre“ als einzige Wahrheit und unterscheiden sich auch sonst nur in Details von Katholiken, Protestanten, Zeugen Jehovas, Scientologen etc.

    Ich kann noch nicht einmal die deutschen Atheisten als gutes Beispiel.
    Die einen fühlen sich gut dabei, mit weiter polarisierenden Begriffen wie „römische Spukgestalt“ oder „Religioten“ ihre Kommentare zu würzen, andere driften gleich vom Thema ab und fangen an über Engels‘ „Menschwerdung des Affen“ zu schwärmen.

    Dass ein Journalist einmal eine solche Steilvorlage annimmt um daraufhin vom heiligen Zorn echter, gläubiger Atheisten zu reden, ist einfach vorprogrammiert.

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  4. Tja, als aufrechter kämpferischer Atheist spielt man letztlich nur das Spiel der Religiösen. Man definiert sich sogar über den Theismus, selbst wenn man ein A davor setzt. Es ist wirklich effektiver, diesen Menschen zu zeigen, dass einem deren Glaube mangels Masse einfach am Allerwertesten vorbei geht, ob sie ihren Vitzliputzli nun Gott, Allah oder Vonwoher meines Umgetriebenseins nennen. Solange sie keine weltliche Macht haben, sollen sie ihre Spielchen spielen. Man muss sie dann nicht einmal ignorieren.

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