Österreich: Beschneidungsgegner werden angezeigt

Oskar Deutsch Bild: (c) APA HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
Oskar Deutsch Bild: (c) APA HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Oskar Deutsch kritisiert die Regierung und zeigt Antibeschneidungsaktivisten an. Man könne nicht zulassen, dass das wichtigste Gebot des Judentums kriminalisiert werde, so Deutsch.

Die Presse

Die Israelitische Kultusgemeinde wolle sich mit Tagen der offenen Türe weiter nach außen öffnen und neue Mitglieder gewinnen. „Wir wollen wachsen“, sagt Oskar Deutsch, der nun von 21 der 24 Vorstandsmitglieder der IKG zum neuen Präsidenten gewählt wurde. Über die Rot-Weiß-Rot-Card sollen Zuwanderer angeworben werden, auch jüdische Bürger aus der EU sollen dazu angeregt werden, sich in Österreich niederzulassen. Aus Ungarn würden schon viele Juden nach Österreich kommen. Der Grund sei aber kein erfreulicher, sagt Deutsch. Dort würde die rechtsextreme Partei Jobbik Stimmung gegen Juden machen.

weiterlesen

Beschneidungsdebatte: Der Gau(c)kler sieht „Vulgärrationalismus“

Bild: © 2012 AFP Bundespräsident Joachim Gauck hat antisemitische und antimuslimische Auswüchse in der öffentlichen Debatte nach dem Kölner Beschneidungsurteil kritisiert.
Bild: © 2012 AFP Bundespräsident Joachim Gauck hat antisemitische und antimuslimische Auswüchse in der öffentlichen Debatte nach dem Kölner Beschneidungsurteil kritisiert.

Bundespräsident Joachim Gauck hat antisemitische und antimuslimische Auswüchse in der öffentlichen Debatte nach dem Kölner Beschneidungsurteil kritisiert.

donaukurier.de

Bundespräsident Joachim Gauck hat antisemitische und antimuslimische Auswüchse in der öffentlichen Debatte nach dem Kölner Beschneidungsurteil kritisiert. Er wisse, „dass in den letzten Monaten wieder Sorgen und Ängste aufgekommen sind, ob denn jüdisches Leben in Deutschland noch möglich sei“, sagte Gauck laut Redetext bei der Einweihung der Neuen Synagoge in Ulm. Anlass dafür seien Angriffe auf jüdische Bürger gewesen, „aber auch die Beschneidungsdebatte, die sich an einem rechtsstaatlichen Urteil entzündete, aber sehr schnell Töne bekam, die auch mich erschreckt haben“.

weiterlesen

Gottesdiktatur in Kairo

Islamistische Unterstützer von Präsident Mohammed Mursi belagern am Sonntag das Verfassungsgericht in KairoFoto: Reuters
Islamistische Unterstützer von Präsident Mohammed Mursi belagern am Sonntag das Verfassungsgericht in Kairo Foto: Reuters

Die Moslembrüder, Profiteure des Volksaufstandes von 2011, haben ihre dominante Stellung in der verfassunggebenden Versammlung dazu genutzt, den Entwurf einer islamischen Konstitution zu verabschieden und ihre Absicht, Ägypten zu einem „Gottesstaat“ umzugestalten, entscheidend voranzutreiben.

Von Werner Pirker jW

„Willkommen im Gottesstaat“, kommentierte ein Blogger den Handstreich ironisch. „Das Volk will Gottes Gesetz“, begrüßen hingegen die Anhänger eines auf islamischen Grundsätzen beruhenden Staates die „gottgewollte“ Vorherrschaft des Islamismus über die Gesellschaft. Daß tagelang Hunderttausende Menschen für die Herrschaft des Volkes und gegen Gottes, auf die Sicherung des oligarchischen Regimes gerichtetes Gesetz demonstrierten, scheint die religiösen Eiferer nicht zu kümmern.

Am Sonnabend überreichte der Vorsitzende der verfassunggebenden Versammlung, Hossam El-Gheriani, ein Mitglied der Moslembruderschaft, Präsident Mohammed Mursi den von den Islamisten in einem Schnellverfahren durchgepeitschten Verfassungsentwurf, der praktisch auf die Verabschiedung des säkularen Staates hinausläuft. Die Prinzipien der Scharia werden als die „wichtigste Quelle der Gesetzgebung“ genannt, der Islam wird zur Basis allen Handelns erklärt.

weiterlesen