Gottesdiktatur in Kairo


Islamistische Unterstützer von Präsident Mohammed Mursi belagern am Sonntag das Verfassungsgericht in KairoFoto: Reuters
Islamistische Unterstützer von Präsident Mohammed Mursi belagern am Sonntag das Verfassungsgericht in Kairo Foto: Reuters

Die Moslembrüder, Profiteure des Volksaufstandes von 2011, haben ihre dominante Stellung in der verfassunggebenden Versammlung dazu genutzt, den Entwurf einer islamischen Konstitution zu verabschieden und ihre Absicht, Ägypten zu einem „Gottesstaat“ umzugestalten, entscheidend voranzutreiben.

Von Werner Pirker jW

„Willkommen im Gottesstaat“, kommentierte ein Blogger den Handstreich ironisch. „Das Volk will Gottes Gesetz“, begrüßen hingegen die Anhänger eines auf islamischen Grundsätzen beruhenden Staates die „gottgewollte“ Vorherrschaft des Islamismus über die Gesellschaft. Daß tagelang Hunderttausende Menschen für die Herrschaft des Volkes und gegen Gottes, auf die Sicherung des oligarchischen Regimes gerichtetes Gesetz demonstrierten, scheint die religiösen Eiferer nicht zu kümmern.

Am Sonnabend überreichte der Vorsitzende der verfassunggebenden Versammlung, Hossam El-Gheriani, ein Mitglied der Moslembruderschaft, Präsident Mohammed Mursi den von den Islamisten in einem Schnellverfahren durchgepeitschten Verfassungsentwurf, der praktisch auf die Verabschiedung des säkularen Staates hinausläuft. Die Prinzipien der Scharia werden als die „wichtigste Quelle der Gesetzgebung“ genannt, der Islam wird zur Basis allen Handelns erklärt.

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1 Comment

  1. Wer hat eine andere Entwicklung erwartet ?

    Selbstständiges Denken erlaubt der Islam nicht, Allah als Verteiler geiler Jungfrauen vertreten durch Mullahs gibt den analphabetischen Muslimen Denken und Handeln bis ins kleinste Detail vor. Der Islam ist eine bösartige, totalitäre Ideologie für paranoide Weicheier, ein Konstrukt für weinerliche Verlierer und Feiglinge. Es ist die perfekte Religion all das zu rechtfertigen, was sich kranke und depressive Irre ausdenken um ihre Machtgelüste auszuleben (Psychologin Nancy Kobrin). Die muslimische Kultur basiert auf aggressivem Verhalten mit Gewalt, Erpressung und Drohungen um Konflikte und Diskrepanzen zu klären. Muslime die auf Drohungen, Beleidigungen und vielfältige islamisch-soziale Irritationen nicht aggressiv reagieren, gelten als schwach, unzuverlässig sowie als Männer ohne Ehre. Muslimische Ehre ist dabei ein Ausdruck von Unsicherheit, krassem Unwissen verbunden mit paranoidem Kontrollwahn und Aggression.

    Länder mit Hochtechnologie erzeugen 35.000 – 50.000 US$/Einwohner/Jahr an BIP, islamische Länder dagegen 500 – 5.000 US$/Einwohner/Jahr. Die Wirtschaft islamischer Länder besteht aus Kleinhandel und handwerklichem Kleingewerbe und verlängerten „Werkbänken“ vieler westlicher Konzerne mit Lohnsklaven. Industrien mit Tausenden Angestellten, Fließbändern, Technologien und Forschung sind unbekannt. Der kulturelle Unterschied ist nicht nur durch Wissenvermittlung für Ungelernte zu überbrücken, die interaktiven Normen der Gesellschaft sind teils viel wichtiger. Es gibt weder eine islamische Wirtschafts- noch eine Sozialpolitik, einzig nicht an den Problemen der modernen Gesellschaft orientierte Fatwas und heilige Koranverse bestimmen die Politik, nur deren Interpretation durch Imame garantieren die irdische Gerechtigkeit.

    Kein Land im globalen Wettbewerb von Wissen und Leistung kann sich den Islam leisten und dabei den hohem Lebensstandard und Sicherheit für alle bieten. Errungenschaften wie Kunst, Sport, soziale Sicherheit, Eigentum, Kommunikation, Wissenschaft gehen verloren, wenn nicht durch Wissen, Fleiß und Produktivität das Bruttosozialprodukt ständig neu geschaffen und auch verteilt wird. Im Islam ist totales Chaos die Normalität, er bekämpft jegliche Wissenschaft und die Demokratie, die Menschenrechte gelten als Teil der zu vernichtenden Feinde des Islams. Eine effektive Verwaltung ist unbekannt, man wendet sich an Personen „seines Vertrauens“, zahlt das Bestechungsgeld, bekommt eine Audienz und wartet. Passiert lange nichts, wiederholt man das Prozedere solange bis einem klar wird, es geht nicht. Das nennt sich Klientelwesen.

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